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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den Hohen Tenn (über die Gleiwitzerhütte)
Trennlinie

auf dem Hohen Tenn.
Hier stehe ich nach ca. 4,5 Stunden ab
der Gleiwitzerhütte auf dem Gipfel.
Links das Große Wiesbachhorn (3564m).
Rechts der Stausee Mooserboden (2036m).
Hoher Tenn
3368m

Umgebung Hoher Tenn-Gleiwitzerhütte
Das Höhenprofil der Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt aus KOMPASS Wanderkarte 39
Glocknergruppe -
Nationalpark Hohe Tauern

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Fotos: © Christian Engl

Hoher Tenn, 3368m
Kleiner Tenn, 3157m
Bauernbrachkogel, 3125m
Kempsenkogel, 3090m
Gleiwitzerhütte, 2176m
Glocknergruppe (Salzburg)
14.-16. August 2009
Wetter:
zuerst bewölkt, dann meist recht sonnig

(Bergtour Rettenzink - Imbachhorn )

Am Mosserboden Stausee (2036m).
Hinten in der Mitte der Hohe Tenn.
Links daneben Kleiner Tenn und Bauernbrachkogel.
Hoher Tenn
3368m

an der Gleiwitzerhütte.
Die Gleiwitzerhütte vor den grünen
Hängen des Rettenzink (2510m).
Gleiwitzerhütte
2176m

 

Hier können Sie
meine Bergtour als PDF-Datei
herunterladen und auf Ihrer Wanderung mitnehmen.


BT-SBG-2009-Hoher Tenn auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

Fusch an der Glocknerstraße, 813m

Ziele

Hoher Tenn, 3368m - Gleiwitzerhütte, 2176m (Glocknergruppe)

Charakter

Bergtour auf unterschiedlichsten Wegen.
Bis zur Gleiwitzerhütte leichte Bergwanderung, für jedermann geeignet.
Steig auf den Hohen Tenn:
Bis zum Beginn der Unteren Jägerscharte leicht. Ab hier beginnt der schwierige Teil. Man geht über längere Strecken an einem Fixseil, teilweise über Tritte und Stangen im Fels.
Teilweise ist der Steig recht ausgesetzt und kurzzeitig sogar überhängend (Kleiner Tenn)
Kletterei: I-II
Dazu ist der Weg sehr lang 4 ½ - 5 Stunden muss man rechnen (Aufstieg ab Hütte)

Höhenunterschiede

Fusch - Gleiwitzerhütte: 1363 m
Gleiwitzerhütte - Hoher Tenn: 1192 m
Gesamt: 2555 m (!!)

Gehzeiten (Aufstieg)

Fusch - Gleiwitzerhütte: 3 ½ h
Gleiwitzerhütte - Hoher Tenn: 4 ½ - 5 h

Beschreibung
Den Weg zur Hütte kann jeder gehen.
Der Steig auf den Hohen Tenn verlangt aber Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und man sollte etwas klettern können.
Gutes Wetter Voraussetzung!
Sehr lange Bergtour!!

Vom Parkplatz in Fusch an der Glocknerstraße vorbei an den letzten Häuser im Ort steil hinauf in den Wald. Auf guten Wanderweg erreicht man auf dem Fuscher Höhenweg bald das Hirzbachtal. Hier auf mäßig steilem Weg hoch über dem Hirzbach in das Tal hinein. Zuerst auf der “linken” Seite des Baches, der aber im oberen Teil des Hirzbachtales auf einer Brücke überquert wird. Nun auf der “rechten” Seite des Baches nicht mehr so steil weiter aufwärts. Kurz darauf öffnet sich das enge Hirzbachtal und man kommt auf eine fast ebene Hochfläche mit der Hirzbachalm, 1715m. Hier kann man schon oben die Gleiwitzerhütte sehen.
Rechts vorbei an der Hirzbachalm und bald wieder steiler werdend in zuletzt einigen weiten Kehren hinauf zur Gleiwitzerhütte.
Aufstieg Hoher Tenn:
Vor der Hütte sieht man den Weg. Zuerst geht es hoch über dem Ende des Hirzbachtales fast eben und sehr gemütlich in das Tal. Bald jedoch wird der Weg steiniger und in einer weiten Schleife erreicht man den Wandfuß des Spitzbrettköpfls. Kurz zuvor schon eine kurze Stelle mit Fixseil. Vor der Unteren Jägerscharte muss man meist ein kleines Schneefeld queren. Dahinter wird es sehr steil. Mit Hilfe von Fixseilen und Trittstufen steigt man über glatte Felsplatten an der Wand entlang hinauf in die Untere Jägerscharte, 2511m.
Hier dann gleich weiter nach rechts den steilen und recht scharfen Grat aufwärts. Dieser Grat ist durchgehend mit einem Fixseil gesichert. Nach einigen Metern Kletterei zweigt der Steig in die linke steile Grasflanke ab (gefährlich bei Schnee!). Auch diese Querung der Grasflanke in die Obere Jägerscharte, 2735m, ist öfters mit einem Seil gesichert.
Der nächste Abschnitt zum Kempsenkogel ist auch teilweise mit einem Fixseil gesichert. Am Kempsenkogel (kurz davor) zweigt der Weg dann nach links ab (Geradeaus geht es hinab zum Mooserboden Stausee). Hinter dem Kempsenkogel, 3090m, führt ein Fixseil steil an einer scharfen Kante etwas hinab und man quert hinüber zum Bauernbrachkogel, 3125m. Auch dort führt ein Fixseil wieder etwas hinab und man betritt einen breiten Verbindungsgrat.
Er führt hinüber zum Kleinen Tenn. Hier kommt man an die schwierigste Stelle. Der Weg führt direkt über den Kleinen Tenn. Recht geschickt führt ein durchgehendes Fixseil den steilen Fels hinauf. Man zwängt sich durch eine (sehr) schmale Rinne und kurz darauf geht es fast überhängend an Tritten auf die Anhöhe des Kleinen Tenn.
Den Gipfel betritt man nicht, stattdessen führt der Steig links an einem Seil entlang und man kommt in eine kleine Scharte.
Von hier steigt man einen steilen Schutthang hinauf. Man kann jetzt weiter oben (Trittspuren) in einer Rechtskurve direkt hinüber auf den Gipfelgrat queren. (Und die Schneespitze damit auslassen). Vom Gipfelgrat aus baut sich jetzt der Hohe Tenn auf. Kurz vor dem Gipfel gibt es noch zwei knifflige Stellen. Es sind zwei Felsen im Weg. Den ersten kann man rechts umgehen (ich kletterte aber direkt drüber), den zweiten kann man links umgehen. (Beide ohne Fixseile). Nun ist man in ca. 10 Minuten problemlos auf dem Gipfel.

Abstieg: wie Aufstieg.

Huettengrafik
Gleiwitzerhütte, 2176m
Tel. Hütte: +43-(0)676-4783420
Gleiwitzerhütte, A-5672 Fusch a. d. Glocknerstraße
DAV Sektion Tittmoning, Haunsbergstr. 11b, D-84529 Tittmoning
www.dav-tittmoning.de
Bewirtet von (ca.): Mitte Juni - Anfang Oktober
(Oktober und November auf Anfrage)
Betten: 19 -  Matratzenlager: 53  - Notlager: 12 (Winterraum)

Trennlinie

Ein paar Bilder während der Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Von Fusch a. d. Glocknerstraße (813m) zur Gleiwitzerhütte (2176m)

Fusch an der
Glocknerstraße
Blick vom unteren Hirzbachtal nach Fusch

Im Hirzbachtal
Am oberen Ende des Hirzbachtales.
Rechts oben sieht man schon die Gleiwitzerhütte.
In der Mitte der Krapfbrachkogel (2716m).

Hirzbachalm (1715m)
Links hinten der Bauernbrachkogel (3125m) und die Schneespitze (3317m).
Darüber führt der Weg auf den Hohen Tenn.
Rechts oben die Gleiwitzerhütte.

Hirzbachtal
Blick zurück auf Hirzbachtal und Hirzbachalm.
Hinten verläuft quer im Bild das Fuschertal (Großglockner Hochalpenstraße)

Persönliches Fazit:

Heute am Freitag, 14. August 2009 nachmittags, startete ich meine zweite Wanderung hinauf zur Gleiwitzerhütte. Diesmal war der Wetterbericht für die nächsten Tage schon wesentlich besser als letztes Mal. Es sollte nur noch heute stärker bewölkt sein. Und der Samstag soll ein sehr schöner Tag werden. Und so war es dann auch.
Ich fuhr nach Fusch zum Parkplatz neben Gemeindeamt und Kirche und begann ganz gemütlich die Wanderung hinauf zur Gleiwitzerhütte. Vorbei am Fuscher Wasserfall geht es hinein in den Wald auf den
Fuscher Höhenweg. Auf gutem Wanderweg erreicht man schnell Höhenmeter. Zuerst führt der Weg noch einen Hang hinauf, dann biegt der Weg in das Hirzbachtal ab. Man steigt gleichmäßig steil auf der linken Seite des Tales (und des Hirzbaches) hinauf. Ab und zu werden kleine Bachläufe gequert. Später wird der Weg etwas steiler und man erreicht eine steile Holzbrücke auf der man den recht wilden Hirzbach überquert. Man geht jetzt auf der rechten Seite des Tales weiter. Doch schon bald wird der Wanderweg langsam flacher und man verlässt das recht enge Hirzbachtal. Hier kann man auch schon die Gleiwitzerhütte sehen. Sie liegt auf dem grünen Hang gegenüber, noch gut 400 Höhenmeter höher.
Doch zuerst erreicht man jetzt den
flachen Almboden der Hirzbachalm. Hier liefen zwei recht laute Hunde herum, die einem schon etwas erschrecken können....
Man quert die bei Nässe äußert matschigen Almböden und rechterhand hinter der Hirzbachalm führt unser Weiterweg nun wieder steiler werdend die letzte Hangstufe hinauf. Zuerst in einigen kleinen Kehren und später in weit ausholenden Kurven erreicht man die schön gelegene Gleiwitzerhütte hoch über dem Hirzbachtal.
Wenn der Erich Brugger (ein sehr netter und kompetenter Wirt) anwesend ist, wird man hier
sogar persönlich begrüßt!
Er kümmert sich hier um alles und setzt sich sehr für seine freundliche Berghütte ein.
Und das Abendessen war wieder sehr gut. Die Hütte ist übrigens
eine meiner Lieblingshütten. Hier fühlt man sich so richtig wohl. Danach ging’s auch bald in mein Lager im obersten Stockwerk.

PS: Auf dem Weg im Hirzbachtal kam mir übrigens der Erich schon “entgegengeschossen”. Er fuhr lautlos (ohne Motor) mit seiner alten Geländemaschine den Weg hinab ins Tal. Da er mich schon kannte, blieb er stehen und sagte mir das morgen 50 polnische Wanderer heraufkommen und übernachten wollen.
Aber für mich hätte er noch ein Plätzchen frei....

Trennlinie

Von der Gleiwitzerhütte über die Untere Jägerscharte zur
Oberen Jägerscharte (2735m)
(Max-Hirschl-Weg / Gleiwitzer Höhenweg)

Gleiwitzerhütte, 2176m

Untere Jägerscharte
An einem Fixseil und vielen Tritten
klettert man hinauf in die Untere Jägerscharte (2511m).

Gleiwitzer Höhenweg
Im Vordergrund der Gleiwitzer Höhenweg im Morgenlicht.
Hinten die Spitze der Schneespitze (3317m).

Untere Jägerscharte
In der Unteren Jägerscharte.
Rückblick auf den Anstiegsweg.

Grasflanke zur
Oberen Jägerscharte
Man verlässt den ausgesetzten Gratweg und quert in die
steile Grasflanke hinüber zur Oberen Jägerscharte.

Gleiwitzerhütte, 2176m
 Rettenzink (2510m)
Blick zur Gleiwitzerhütte.
Hinten erhebt sich der Rettenzink (2510m), Hausberg der Hütte.

Gratweg zur
Oberen Jägerscharte
Der steile und seilgesicherte Gratweg
oberhalb der Unteren Jägerscharte.

Obere Jägerscharte
(2735m)
Hier kann man sich eine kleine Pause gönnen
und zum ersten mal sieht man auf die andere Seite (Kaprunertal).

Spitzbrettköpfl
Untere Jägerscharte
In der Mitte das Spitzbrettköpfl.
Rechts darunter befindet sich die
Untere Jägerscharte (2511m), unser nächstes Ziel.

Gratweg zur
Oberen Jägerscharte
Vor dem Spitzbrettköpfl ist die Untere Jägerscharte.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen machten sich die meisten Bergsteiger auf den Weg in Richtung Hoher Tenn. Schließlich ist der Hohe Tenn das attraktivste Gipfelziel von der Gleiwitzerhütte und schon
einer der höheren Gipfel der Glocknergruppe.
Das Wetter heute soll sehr gut werden, die
Bedingungen für eine Besteigung sind optimal. Um 6.15 Uhr morgens begann ich meinen Aufstieg. Am Anfang geht ist es gleich ganz gemütlich los. Der Weg vor der Gleiwitzerhütte führt praktisch eben den Hang entlang. Einige Zeit später gewinnt man langsam an Höhe und in einer langen Linksschleife kommt man an eine Geländekante, welche mit Hilfe eines kurzen Fixseiles überwunden wird. Dahinter wird der Weg felsiger und man kommt, meist auch im Spätsommer noch, an ein Schneefeld unterhalb der Unteren Jägerscharte.
Man sieht hier schon das es nun
gleich “zur Sache” geht. Nach der Querung dieses Schneefeldes kommt man direkt an eine sehr steile Felsflanke. Mit Hilfe von Tritten, Stufen und Seilen steigt man jetzt hinauf
in die enge
Untere Jägerscharte, 2511m.
Wer hier schon Probleme hat, sollte sich überlegen, ob es nicht besser ist, gleich umzudrehen.
Falls man aber Freude und Gefallen an diesem Teilstück hat, der kann weitergehen und den herrlichen Steig genießen.
Gleich, nachdem man in der Unteren Jägerscharte steht, führt der weitere Steig nach rechts
eine recht scharfe Gratkante hinauf. Links und rechts fällt der Grat recht steil ab. Doch der komplette Grat ist mit einem Fixseil gesichert. Dieses begleitet uns nun einige Zeit bei unserer Kletterei hinauf auf den recht steilen Grat.
Weiter oben jedoch biegt der Weg dann nach links ab. Das nun
folgende Stück verlangt Schwindelfreiheit und vor allem gute Bodenverhältnisse. Der Weg führt nun einen ziemlich steil nach links abfallenden Grashang entlang. Bei Nässe könnte es hier recht rutschig werden. Man quert nun also wieder einige Zeit lang diese grüne Bergflanke. Die schwierigen und gefährlicheren Stellen sind wieder entschärft mit Fixseilen. Am Schluß dann noch zwei kurze Kehren und schon steht man in der Oberen Jägerscharte, 2735m hoch.
An dieser Stelle hat man dann zum ersten Mal einen
Blick auf die andere Seite unseres Weges. Unten sieht man das Kaprunertal , den Lärchwand-Schrägaufzug und gegenüber grüßt uns das Kitzsteinhorn.
Alles in allem
schon ein grandioses Hochgebirgspanorama (doch es kommt noch viel besser!).
Auch eine kurze Pause könnte nicht schaden... Jetzt ist man ca. 2 - 2 ½ Stunden von der Gleiwitzerhütte gegangen, je nachdem wieviele Pausen man machte.

Trennlinie

Von der Oberen Jägerscharte (2735m) über den Kempsenkogel (3090m) und den Bauernbrachkogel (3125m) zum Kleinen Tenn (3157m)

Weg Kempsenkogel
Rechts der (seilgesicherte) Grat hinauf zum Kemspenkogel (3090m).
In der Mitte der Bauernbrachkogel (3125m),
links der Hohe Tenn (3368m, Hintergrund).

Weg Kempsenkogel
Blick zur Oberen Jägerscharte (2735m).
Rechts der zu querende steile
Grashang
von der Unteren Jägerscharte.

Weg Kempsenkogel
Die letzten steilen Meter hinauf auf den Kempsenkogel (3090m).

Abzweig am
Kempsenkogel
Abzweig zum Kempsenkogel.
Geradeaus führt der Weg zum Mooserboden Stausee (Bild mitte-rechts).
Das extreme Panorama beim Aufstieg.
Links: Großes Wiesbachhorn (3564m)
Mitte: Großglockner (3798m).

Am Kempsenkogel
 Kitzsteinhorn
Stausee Wasserfallboden.
Links: Hocheiser (3206m) - Rechts: Kitzsteinhorn (3203m)
Hintergrund: Venedigergruppe (Großvenediger, 3666m)

Der Großvenediger
(3666m)
Nahaufnahme vom Großvenediger (3666m).
Davor das mächtige Schlatenkees.
Der schwarze Grat im Vordergrund gehört zur Granatspitzgruppe.

Der Großglockner (3798m)
Nahaufnahme vom Großglockner.
Links neben dem Hauptgipfel der Kleinglockner (3770m),
das Schneefeld nach links (Glocknerleitl) führt
zur Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe) (nicht im Bild).

Kempsenkogel
(Abstieg)
Auf diesem steilen und ausgesetzten Grat
klettert man wieder hinab.

Kempsenkogel (3090m)
Der Kempsenkogel (3090m, auch mal Kempsenkopf genannt).
Es ist der
-> nördlichste 3000er der Alpen (und Europas)

Bauernbrachkogel
(3125m)
Auf dem breiten Gipfel.
Links die Schneespitze (3317m), rechts daneben der Hohe Tenn (3368m).
Rechts hinten das Wielingerkees - Großes Wiesbachhorn (3564m).

 Heinrich-Schwaiger-
Haus (2802m)
Blick hinüber zum Heinrich-Schwaiger-Haus.
Der ideale Ausgangspunkt für eine Besteigung des Großen Wiesbachhorns.

Auf dem
Bauernbrachkogel
Blick zum Imbachhorn (2470m)-Zeller See.
Rechts in der Ferne der Hochkönig mit dem Matrashaus (2941m).

Klockerin (3425m)
Die Glocknergruppe.
Von links:
Hinterer Bratschenkopf - Klockerin - Großglockner - Glocknerwand
Bildmitte: Heinrich-Schwaiger-Haus

Bauernbrachkogel
(Abstieg)
Steiler, seilgesicherter Abstieg vom Bauernbrachkogel.

Weiterweg auf den
Hohen Tenn
Der breite und gemütliche Weg hinüber zum Kleinen Tenn.
Hier sollte man nochmal durchschnaufen......

Hinter der Oberen Jägerscharte folgt man dem anfangs relativ breiten Grat in Richtung Kempsenkogel. Aber auch hier gibt es wieder ein längeres Fixseil, welches einem bei schlechten Verhältnissen unterstützt. Später wird der Grat schmäler und  zunehmend steiler. Schließlich quert man etwas in die rechte Flanke und bald erreicht man den Abzweig nach links zum Gipfel (Schild: Hoher Tenn). Wer direkt zum Mooserboden absteigen will, geht nun geradeaus weiter.
Und hier an diesem Punkt bietet sich darüber hinaus ein
spektakuläres Panorama. Tief unter uns befinden sich die beiden Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden. Rechts am Horizont grüßt die Venedigergruppe und direkt vor uns am Horizont der höchste Berg Österreichs, der Großglockner. Und rechts, neben dem Hohen Tenn, das mächtige Große Wiesbachhorn . Und wer genau hinsieht, erkennt auch das grüne Dach vom Heinrich-Schwaiger-Haus .
Nun steigen wir noch die letzten paar Meter hinauf zum Kempsenkogel.
Er ist 3090m hoch und wird auch mal Kempsenkopf genannt.

Das Besondere an diesem Berg:
Der Kempsenkogel ist der nördlichste 3000er der Alpen und Europas. (47° 11′ 43″ N, 12° 44′ 53″ O)
Es wird auch öfters mal der Acherkogel (3008m, Stubaier Alpen) genannt.
Der Acherkogel ist der nördlichste 3000er Tirols (47° 11′ 23″ N, 10° 57′ 25″ O).
Die Parseierspitze (3036m, Lechtaler Alpen): 47° 10′ 28″ N, 10° 28′ 42″ O).
Die Parseierspitze ist der einzigste 3000er der nördlichen Kalkalpen.
Der Hohe Dachstein liegt nördlicher bei 47° 28′ 32″ N, 13° 36′ 23″ O.
Er hat aber nur eine Höhe von 2995m. Somit fehlen 5 Meter zum Dreitausender.
Ein ähnliches “Schicksal” hat die Zugspitze (2962m) und der Hochkönig (2941m) .

Also genießen wir die Aussicht vom nördlichsten 3000er der Alpen hier in der Glocknergruppe. Auf der Sudetendeutschen Hütte hatte ich übrigens über dieses Thema eine längere Diskussion mit zwei älteren Bergsteigerinnen. Sie behaupteten, der nördlichste ist auf jeden Fall der Acherkogel. Doch wie man oben sieht. Der Kempsenkogel ist 20” nördlicher. Leider habe ich bisher nicht herausgefunden, wieviel Meter das entspricht.
Hinter dem Kempsenkogel führt dann eine
scharfe Gratschneide (seilgesichert) etwas hinab in die südliche Flanke zwischen Kempsenkogel und Bauernbrachkogel. Der weitere Weg führt dann wieder aufwärts und man betritt den breiten Gipfel des Bauernbrachkogels (3125m). Sozusagen der zweite 3000er auf der Bergtour zum Hohen Tenn.
Auch beim Abstieg vom Bauernbrachkogel führt wieder ein Fixseil nach Süden in die Flanke hinab. Man quert in der Flanke ostwärts und betritt bald einen recht
breiten Verbindungsgrat.
Wie sagte mit ein Bergsteiger, der mir gerade entgegenkam. Dieser Verbindungsgrat wäre seine persönliche Lieblingsstelle bei dieser Bergtour. Nun, hier auf diesem Teilstück kann man
so richtig dahinschlendern und das Panorama genießen.....denn in weiterer Folge wird es gleich ganz anders....

Trennlinie

Der Klettersteig (I-II) über den Kleinen Tenn (3157m)
(Eine der Schlüsselstellen, kurz überhängend)

Verbindungsgrat
Kleiner Tenn (3158m)
Oh, oh.....
hier stellt sich der Kleine Tenn
dem Bergsteiger direkt in den Weg.

Kleiner Tenn
(Durchschlupf)
Der Durchschlupf von oben.
Da muss man durch.

Kleiner Tenn
Am Beginn der Kletterei über den Kleinen Tenn.
Hier sieht man den gesamten Abschnitt.

Kleiner Tenn
(oberster Teil)
Der oberste Teil.
Ganz oben bei den zwei roten
Bergsteigern die kurze überhängende Stelle.

Kleiner Tenn
Links der Bauernbrachkogel.
Rechts der grüne Rettenzink (dahinter der Zeller See).
Der weisse Punkt im Grünen ist die Gleiwitzerhütte.

Kleiner Tenn
(unterer Teil)
Dort wo die zwei Punkte sind zwängt
man sich durch zwei Felsplatten hindurch.

Kleiner Tenn
(oberster Teil)
Hier jetzt nach rechts und über
die Tritte den Überhang hinauf
.

Kleiner Tenn
Blick zurück auf den Kleinen Tenn.
Dahinter der Bauernbrachkogel.
Links unten der Wasserfallboden Stausee.

Kleiner Tenn
(unterer Teil)
Direkt vor dem Durchschlupf.
Nichts für beleibte Bergsteiger....

Kleiner Tenn (3158m)
Der Blick von der obersten Kante
hinab zur Klettereinlage.

Der Verbindungsgrat Bauernbrachkogel - Kleiner Tenn ist breit, flach und einfach gemütlich.
Doch vor einem stellt sich ein
massiver, senkrecht aufragender Felsblock in den Weg.
Es ist der
Kleine Tenn, der hier sozusagen “im Weg steht”.
Man stellt sich nun unweigerlich die Frage, wo den hier nun der Weg weiterführt. Die Frage ist schnell beantwortet:
Der Steig führt direkt über den Kleinen Tenn hinweg.
Man nähert sich dem immer höher erscheinenden Felsblock und erblickt schließlich ein Fixseil, welches bis oben an die Kante führt.
So beginnt man einfach mit der Kletterei. Im unteren Teil gibt es wenig Probleme. Zumindest für
klettergewohnte und schwindelfreie Bergsteiger. Man kommt gut voran. Kurz darauf führt das Seil durch zwei Felsplatten hindurch. Hier zwängt man sich durch die großen Felsplatten hindurch, in der Hoffnung man bleibt nicht samt Rucksack stecken...
Man übersteigt nun eine kleine Kante und kommt schon bald in den oberen Teil.
Hier sehr steil aufwärts direkt unter den obersten Felsblock. Nun quert man hier etwas nach rechts
und auf
einer kurzen, überhängenden Stelle schwingt man sich hinauf zum obersten Punkt.
Dieser Teil ist aber
sehr gut mit Tritten und einem Seil gesichert, so das er eigentlich keine Probleme bereiten sollte. Halt einfach nur gut festhalten und schon ist man über diese Stelle hinweg.
Ich fand diese Stelle eine der spannendsten auf der Bergtour zum Hohen Tenn.
Aber wie gesagt: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit Vorraussetzung! Und wer sich nicht sicher fühlt, sollte sich vielleicht ans Seil anhängen.
Am oberen Punkt angekommen, quert man nun in die linke Flanke des Kleinen Tenn und klettert teils wieder an einem Fixseil weiter bis man eine
kleine Scharte betritt (kurzer Abstieg).
Nun liegen die Klettereinlagen (und das letzte Fixseil) hinter uns...
Nur einmal kommt noch eine etwas knifflige Stelle, aber dann ohne Seil.

Trennlinie

Der Schlussaufstieg auf den Hohen Tenn (3368m)

Hoher Tenn (3368m)
Man steigt auf dem Grat links des Gipfels hinauf.
Kurz vor dem Gipfel noch zwei größere Felsen.

Hoher Tenn (3368m)
Gipfelgrat
Links das knapp 200m höhere Große Wiesbachhorn (3564m).
Rechts vom Hohen Tenn der Blick zum Karlingerkees (Hohe Riffl, 3338m).

Hoher Tenn (3368m)
Gipfelgrat
Hier muss man noch kurz etwas turnen,
bevor man in knapp 10 Minuten auf dem Gipfel steht.

Schneespitze (3317m)
Gipfelgrat
Auf dem Verbindungsgrat von der
Schneespitze (3317m, im Bild) und dem Hohen Tenn.
Rechts hinten der Hochkönig.

Hoher Tenn (3368m)
Ich auf dem Gipfel

Hoher Tenn (3368m)
Gipfelgrat
Die letzten Meter hinauf auf den Gipfel.
Es muss noch etwas geklettert werden.
(Bei den zwei roten Punkten)

Das Panorama auf dem Hohen Tenn (3368m)

 Großes Wiesbachhorn
 (3564m)
Rechts vom Gipfel zieht der Kaindlgrat
hinab zum Oberen Fochezkopf (3159m).

Schneespitze (3317m)
Links hinten die Berchtesgadener Alpen.
Rechts der Hochkönig.
Im Vordergrund der Zeller See und das Imbachhorn.

Großglockner
Hochalpenstraße
Blick auf die Großglockner Hochalpenstraße.
Im Hintergrund die Goldberggruppe.

Kapruner Stauseen
Links: Das Karlingerkees.
Mitte: Der Hocheiser (3206m) und die
Venedigergruppe (Großvenediger, 3666m)
Rechts: Kitzsteinhorn (3203m)

Venedigergruppe
Herrlicher Blick in die Venedigergruppe.
Im Vordergrund der Hocheiser (3206m).

Schmiedingerkees
am Kitzsteinhorn
Hier befindet sich das erste sog. Sommerskigebiet Österreichs.
Man sieht eine Gondel vom Alpincenter zur Bergstation (3023m).

 Hochkönig (2941m)
Die Südseite des Hochkönig
mit dem Franz-Eduard-Matrashaus auf dem Gipfel.

So, nun hinter dem Kleinen Tenn, geht es jetzt erst mal wieder einigermaßen steil einen Schutthang hinauf. Je mehr man höher kommt desto flacher wird der Grat aber.
Nun kann man heute den vierten Dreitausender “mitnehmen”. Dazu geht man einfach weiter den Grat hinauf und bald linkerhand weitergehen. So kommt man auf die
Schneespitze mit einer Höhe von 3317m. Dort steht auch ein richtiges Gipfelkreuz und Gipfelbuch. Es ist der sog. Schneetenn, der nördliche Nachbar vom Bergtenn (Hoher Tenn).
Dieses Gipfelkreuz sieht man schon von der Gleiwitzerhütte aus. Man sieht von der Hütte also NICHT den Hohen Tenn!
Entweder man geht nun den Grat etwas abwärts Richtung Hoher Tenn, oder falls man den Schneetenn ausgelassen hat, vom Aufstiegsgrat in einem weiten Rechtsbogen direkt auf den Verbindungsgrat.
Hier kann man sich etwas wundern. Sah doch der Hohe Tenn bisher nicht ganz so steil aus,
erscheint er von hier aus gesehen immer höher und steiler (und nicht mehr ganz so einfach).
Also einfach los und immer steiler werdend auf den Gipfel zugehen. Doch schon bald stellen sich dem Berggeher
zwei größere Felsblöcke in den Weg. Sie sehen zuerst etwas schwierig aus, wie man sie umgehen könnte.
Wie ich später erfuhr, kann man den ersten rechts umgehen (Rinne) und den zweiten links. Ich bin jedenfalls über den ersten direkt darübergestiegen und den zweiten habe ich links umgangen.
So nun, sind aber
wirklich alle Schwierigkeiten hinter uns!
Nun nur noch recht steil über grüne Felsen (Achtung: Die sind etwas rutschig!) weitergehen und schon betritt man in knappe 10 Minuten den Gipfel des Hohen Tenn mit seinem windschiefen Gipfelkreuz.

Die Aussicht von diesem vorgelagerten Posten in der Glocknergruppe ist faszinierend!
Da ist zum ersten natürlich die gewaltige Nordflanke des Großen Wiesbachhorn zu sehen. Rechts vom Gipfel führt der Kaindlgrat auf den mächtigen Gipfel.
(Hat hier jemand schon eines seiner nächsten Gipfelziele vor Augen?)
Rechts daneben weiter hinten erkennt man den
Großglockner, den höchsten Berg Österreichs. Direkt daneben die Glocknerwand. Unter einem sieht man die beiden Stauseen Mooserboden und Wasserfallboden.
Darüber das
bekannte Kitzsteinhorn und den wesentlich unbekannteren Hocheiser.
Und in der Ferne sieht man die stark vergletscherte
Venedigergruppe.
Im Norden schweift der Blick über den Zeller See in die
Berchtesgadener Alpen und weiter rechts davon der Hochkönig.

Meine Meinung zu dieser Bergtour:
Diese Tour mit seinen längeren Klettereinlagen war
bisher eine von meinen interessantesten Bergtouren!
Und das Panorama tat sein übriges dazu.
Über den Gleiwitzer Höhenweg gibt es ein Zitat von Reinhold Messner:
“Der schönste Höhenweg der Alpen”

Trennlinie


Drei selbst gedrehte Videos während meiner Bergtour auf den Hohen Tenn

Video vom Gipfel des Hohen Tenn (Glocknergruppe)

 

Video vom Verbindungsgrat Bauernbrachkogel - Kleiner Tenn
(Glocknergruppe)

 

Video vom Gleiwitzer Höhenweg
Gleiwitzerhütte - Untere Jägerscharte (Glocknergruppe)

 

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Keeskogel, 3291m
Kürsingerhütte, 2558m

Umbalfälle
(Wasserfall im Umbaltal)

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Letzte Aktualisierung der Seite am :
Wednesday, 09. September 2015
 

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