Heute ging es von meinem Campingplatz auf Maishima Sports Island in Osaka über Ashiya-shi nach Kobe und kurz dahinter auf die lange Akashi-kaikyo Brücke hinüber auf die Awajishima Insel. Es folgte dann die Fahrt über die ca. 50 km lange Insel Awajishima. Es begann hier jetzt auch heftig zu regnen. Am Südende der Awajishima Island war es dann aber wieder vorbei mit dem Regen. dann folgte die Ohnaruto-Brücke hinüber auf die kleinste Hauptinsel Japans nach Shikoku. In Naruto-shi nahm ich dann die schöne Küstenstrasse entlang der Nordküste von Shikoku. Über Higashikagawa und Sanuki-shi erreichte ich Takamatsu-shi. Hier nahm ich dann die kleine Strasse entlang der Yosan-Line Bahnlinie. Nach ein paar Kilometern erreichte ich Hanzan-cho am Fuße des Berges Mt. Sanukifuji. Der Name “Sanukifuji” erinnert an den grossen Bruder Fuji-san da er ähnlich aussieht wie er. Laut Campingplatzführer sollte sich irgendwo am Berg ein Campingplatz befinden und so begab ich mich auf die schwierige Suche nach diesem Platz. Nach einiger Fragerei in diversen Häusern und Läden (in einem hatte man mir sogar eine Karte gezeichnet ) kam ich langsam in die Nähe des Berges, zumindest hatte ich die Strasse schon gefunden. Nach dem ich mich noch einige male in den superengen Strassen verfahren hatte (waren teilweise gar nicht mehr als Strassen für Autos zu erkennen!) ging es mit ein paar engen Kehren auf einem Schotterweg hoch auf die Hänge des Mt. Sanukifuji. Hier zeigte mir jetzt auch mein japanisches Navigationssystem einen Campingplatz an! Doch gefunden hatte ich ihn zuerst nicht, obwohl ich laut Navigationssystem direkt daneben stand. Nach wenigen hundert Metern kam ich dann wieder in die Stadt unten am Berghang! Von einem Campingplatz weit und breit keine Spur. Zu meinem Glück befand sich aber dort direkt eine Autowerkstatt in der gerade ein junger Mechaniker arbeitete. Ich dachte noch, DER kann doch bestimmt auch etwas englisch. Doch weit gefehlt, er konnte nur ein paar unverständliche Brocken englisch. Ich fragte ihn nach dem camp-jo, was er sofort verstand. Er deutete wieder hoch in den Wald wo ich gerade herkam! Und meinte ich sollte das Auto gleich hier auf dem Parkplatz parken und dann “walking”. Ich versuchte ihm klarzumachen, dass ich dort gerade herkomme und nichts gesehen habe von einem camp-jo. er antwortete nur hai (bedeutet soviel wie “ja”) und walking. Irgendwann zog er dann ein dickes Buch hervor, in dem sämtliche Strassen genauestens aufgezeichnet sind. Dort bezeichnete er genau die Stelle, WO sich der Platz befindet. Ich dachte nur, da war ich doch eben!! Er kopierte mir die Seite, ich erwiderte mit einem freundlichen “Ariga-tooo” (= danke!) und machte mich auf die Suche zu Fuß (= walking). An der bezeichneten Stelle angekommen, bemerkte ich einen kleinen Fussweg hoch in den Wald. Ich stieg da in gesteigerter Hoffnung hoch, und siehe da, nach 3 Minuten kam tatsächlich ein Campingplatz zum Vorschein! Aber ich war wieder vollkommen alleine hier oben am Berghang. Aber sonst alles da, sogar das Wasser lief noch an den Becken. Und wie selbstverständlich befanden sich hier oben auch Getränkeautomaten. Ein netter Campingplatz mit toller Sicht über die Stadt unten am Fuß des Berges und kostenlos, weil sonst ja niemand da war.
Wetter: zeitweise starker Regen, ziemlich kalt
Erklärung zu den beiden Maps Die Sanukifuji Map 1 habe ich als erste erhalten, handgemalt von einem sehr hilfsbereiten Japaner, aber im nachhinein war sie gar nicht so schlecht gezeichnet gewesen! Nach längerer verzweifelter Fahrerei und Sucherei kam ich dann an die Autowerkstatt, hier bekam ich von dem Mechaniker die Sanukifuji Map 2. Hier musste ich dann nur noch die “walking” Strecke gehen. (Ist gar nicht so leicht, in Japan etwas zu finden! Aber ich hab den sog. Campingplatz doch noch gefunden.)
Sanukifuji Map 1 (handgezeichnet)
Sanukifuji Map 2 (Kopie aus einer jap. Straßenkarte)
Nach einer schöner einsamen Nacht am Hang des Mt. Sanukifuji (frühmorgens, noch bei Dunkelheit, bemerkte ich allerdings einige Wanderer, die den “Fuji” bestiegen) fuhr ich dann die mir jetzt bestens bekannte Strasse wieder runter und kam nach einigen Kilometern zur Anschlußstelle Sakaide. Ab hier ging es dann auf die nächste lange Hängebrücke Seto-Ohasi wieder hinüber auf die grösste Hauptinsel Japans nach Honshu. Ziemlich genau in der Mitte machte ich dann einen kurzen Abstecher auf die Yoshima Island. Die Abfahrt runter zur Insel besteht aus einer 360° - Kurve. Hier hat man dann einen beeindruckenden Blick auf das Riesenbauwerk. Oben auf der Brücke fahren die Autos, darunter die Seto-Ohashi Bahnlinie, welche Shikoku mit Honshu verbindet. Die Maut für die Brücke ist auch ziemlich teuer. (4100 Yen = 31 EUR). Nach einer kurzen Pause in der Raststation machte ich mich auf den Weg in Richtung Honshu und weiter nach Hiroshima. Ich hoffte jetzt bei losfahren nur, auf die richtige Auffahrt zu kommen und nicht wieder zurückzufahren nach Shikoku. War aber problemlos, da die meisten Schilder auch auf lateinisch geschrieben sind.
Wetter: heiter - wolkig, warm
Yoshima Island Shikoku - Honshu (4)
Yoshima Island Shikoku - Honshu (4)
Die Brücken des Seto-Chuo Expressway (Seto-Ohasi Brücken) (4)