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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den Larmkogel
zu meiner Wanderung auf die Neue Fürther Hütte
und die Neue Thüringer Hütte
Trennlinie

auf der Neuen Fürther Hütte
in der Venedigergruppe.
Neue Fürther Hütte
2201m

Umgebung Larmkogel
Das Höhenprofil der Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt aus KOMPASS Wanderkarte 38
Venedigergruppe - Oberpinzgau

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Fotos: © Christian Engl

Larmkogel, 3017m
Neue Fürther Hütte, 2201m
Neue Thüringer Hütte, 2212m
Venedigergruppe (Salzburg)
18./19. Juli 2010

Wetter:
anfangs Regen, kalt
dann heiter - wolkig, relativ kühl

auf dem Larmkogel
in der Venedigergruppe.
Larmkogel
3017m

auf der Neuen Thüringer Hütte
in der Venedigergruppe.
Neue Thüringer Hütte
2212m

 

Hier können Sie
meine Bergtour als GPX-Datei
herunterladen und auf Ihr Navigationsgerät aufspielen.
( -> Rechte Maustaste: Speichern unter....)
Hier können Sie
meine Bergtour als PDF-Datei
herunterladen und auf Ihrer Wanderung mitnehmen.


BT-SBG-2010-Larmkogel auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

(Hollersbach im Pinzgau, 807m) - Materialseilbahn Neue Fürther Hütte, 1640m (Hollersbachtal)

Ziel

Larmkogel, 3017m (Venedigergruppe)

Charakter

Sehr lange und anstrengende Bergtour. Vor allem wenn man nicht die Nationalparktaxis in die Venedigertäler benutzen will.
Die Bergtour ist technisch nicht schwierig, aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von der Larmkogelscharte auf den Larmkogel vorteilhaft.

Höhenunterschiede

Hollersbach - Materialseilbahn Neue Fürther Hütte: 833m (mit dem Hüttentaxi)
Materialseilbahn - Neue Fürther Hütte: 561m
Neue Fürther Hütte - Larmkogel: 816m
Gesamtaufstieg: 2210m

Larmkogel - Neue Thüringer Hütte: 805m
Neue Thüringer Hütte - Habachklause: 1340m
Gesamtabstieg: 2145m

Gehzeiten

Hollersbach - Materialseilbahn Neue Fürther Hütte: 3 ½ - 4 h
Materialseilbahn - Neue Fürther Hütte: 1 ½ - 2 h
Neue Fürther Hütte - Larmkogel: 3 h

Larmkogel - Neue Thüringer Hütte: 2 h
Neue Thüringer Hütte - Habachklause: 4 - 4 ½ h (über Noitroisteig)

Wegbeschreibung
Ohne die Benutzung der Hüttentaxis ist die beschriebene Wanderung extrem lang und anstrengend.
Der Larmkogel (ab Scharte) ist für Geübte leicht zu gehen.

Von Hollersbach im Pinzgau auf einer für den öffentlichen Verkehr gesperrten Fahrstraße in das Hollersbachtal bis zur Talstation der Materialseilbahn der Neuen Fürther Hütte. Sehr langer Fussmarsch, bis hierher auch Fahrt mit dem Hüttentaxi des Wirtes der Neuen Fürther Hütte möglich oder mit dem Nationalparktaxi. Mindestens einen Tag vorher anmelden! Gepäcktransport auf Wunsch mit der Materialseilbahn möglich.
Von der Talstation wandert man nun in vielen Kehren einen relativ steilen Hang hinauf zu einem flachen Gratabsatz (Kreuz). Nun flacher auf einem guten Wanderweg zur Neuen Fürther Hütte.
Larmkogel:
Hinter der Hütte muss man kurz absteigen und über eine kleine Brücke des Abflusses vom Kratzenbergsee gehen. Danach steigt der Weg wieder an und führt in weiten Kehren den Berghang hinauf. Der Weg ist sehr gut zu gehen und nicht allzu steil. In der Folge führt der Weg in recht direkter Linienführung nordwestwärts in die schon sichtbare Larmkogelscharte, 2933m. Rechts davon kann man auch schon das Gipfelkreuz des Larmkogels sehen.
Bis zur Larmkogelscharte ist der Weg leicht und ohne Schwierigkeiten zu gehen. Nun nordwärts teils mit Hilfe eines fest angebrachten Seiles steil auf den Larmkogel mit herrlicher Aussicht. Der Gipfel ist aber der Larmkogelscharte in wenigen Minuten zu erreichen, man sollte aber trittsicher und schwindelfrei sein.

Abstieg (bis zur Habachklause/Pinzgau sind es nun 2145 Höhenmeter !):
zurück zur Larmkogelscharte und nun nach rechts absteigen. Anfangs über Geröll und etwas steiler am Hang entlang führt der nicht schwierige Pfad hinab. Später geht man auf einem kleinen Grat rechterhand neben einem Schneefeld weiter bis man schliesslich einen Wiesenhang erreicht. Bald darauf erreicht man die Neue Thüringer Hütte.
Hier hat man die Wahl auf welchem der zwei möglichen Wege man absteigen will.
Ich beschreibe hier den kürzeren Noitroisteig, der aber steiler ist und Schwindelfreiheit verlangt. Man kann auch auf dem längeren Normalweg absteigen, der von der Hütte in entgegengesetzter Richtung zuerst nach Süden führt und damit weit ausholt und den Abstieg um ein größeres Stück verlängert
Noitroi-Steig:
Von der Hütte nordwärts (Wegweiser Blessachkopf) zuerst einen Wiesenhang querend und über mehrere Bachläufe recht flach wandern. Der Weg biegt bald nach links ab und in vielen kleinen Kehren steil den Wiesenhang hinab steigen.
Kurze Zeit später wird der Steig recht schmal und man erreicht den felsigen Teil des Noitroisteiges. Teils sehr steil führt der Weg in eine Steilrinne (Noitroi) hinein.
Die Wegführung ist hier zeitweise recht kühn angelegt und schlängelt sich geschickt durch die Steilhänge hindurch. Öfters sind auch Fixseile und Steighilfen angebracht. Auf dem Weg sollte man schwindelfrei sein. Er führt öfter mal direkt an den Abbrüchen entlang. Unten erreicht man dann den Normalweg zur Thüringer Hütte, der von links aus dem hintersten Habachtal (Keesau) kommt.
Am Abzweig nun nach rechts und hoch über der Habach auf dem Hang wandern. Das nächste Ziel des Abstieges ist die Moa Alm, 1410m. Hier wird der Wanderweg dann zu einer breiten Fahrstraße. Kurz darauf erreicht man den Gasthof Alpenrose, 1384m.

Tipp: Wer Lust hat kann sich hier ganz in der Nähe als Smaragdsucher versuchen. Rechts vom Gasthof Alpenrose zieht die sog. Leckbachrinne vom Nasenkopf, 2461m, herab. Wer in dieser Geröllrinne hinaufsteigt kann hier Smaragde finden. Ganz oben befindet sich sogar ein Smaragdbergwerk. Achtung: In der Leckbachrinne herrscht Steinschlaggefahr, vor allem im oberen Teil.

Nun folgt der weitere Abstieg nach Habach im Pinzgau (Smaragdweg). Vorbei am Gasthof Enzianhütte, 1313m, wandert man auf der Fahrstraße bis nach Habach. Wer sich den sehr langen Fussmarsch sparen will, kann mit dem Smaragd-Express (Bus, von Mai bis September, Anmeldung Telefon +43(0)664-3420609) vom Gasthof Alpenrose oder Enzianhütte zum Parkplatz Habachklause fahren.

Zurück nach Hollersbach:
Wer nun, wie ich, sein Auto in Hollersbach stehen hat, muss nun noch dorthin kommen. Man wandert dazu quer durch den Pinzgau auf die andere Talseite (Norden) und erreicht dort den Bahnhof der Pinzgauer Lokalbahn (Station “Habachtal-Weyerhof”). Hier kann man in 13 Minuten zurück nach Hollersbach fahren. (Die Pinzgauer Lokalbahn fährt ab dem 12.9.2010 wieder die gesamte Strecke)

Huettengrafik
Neue Fürther Hütte, 2201m
Tel. Hütte: +43-(0)664-8606787 /  Tel. Tal: +43-(0)6566-7344
www.fuerther-huette.at
DAV Sektion Fürth, Königswarterstr. 46, D-90762 Fürth
www.alpenverein-fuerth.de
Bewirtet von (ca.): Mitte Juni - Anfang Oktober
Betten: 34 -  Matratzenlager: 48  - Notlager: 15

Neue Thüringer Hütte, 2212m
Tel. Hütte: +43-(0)664-4273214
www.nth-huette.de
DAV Sektion Jena e.V., Am Stadion 1, D-07749 Jena
www.alpenverein-jena.de
Bewirtet von (ca.): Anfang Juli - Mitte September
Betten: 30 -  Matratzenlager: 52  - Notlager: 12

Trennlinie

Ein paar Bilder während der Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Fahrt mit dem Hüttentaxi durch das Hollersbachtal zur Materialseilbahn und
Aufstieg zur
Neuen Fürther Hütte (2201m)

Materialseilbahn
Neue Fürther Hütte
Rechts in der orangen Jacke
der Hüttenwirt Hans Scheuerer, mit dem ich im
weissen Bus das Hollersbachtal heraufgefahren bin.
(Rucksacktransport mit der Seilbahn möglich)

Hollersbachtal
Weg zur Neuen Fürther Hütte.
Am Straßenende befindet sich die Materialseilbahn.
Ab hier beginnt die Wanderung zur Hütte.

Weg
Neue Fürther Hütte
Am ersten Steilaufschwung nach
Beginn der Wanderung.

Weg
Neue Fürther Hütte
Im kalten Nieselregen geht es
hinauf zur Neuen Fürther Hütte.

Neue Fürther Hütte
(2201m)
Um kurz nach 14.00 Uhr
kam ich bei Nieselregen auf der Hütte an.

Die Lager der
Neuen Fürther Hütte
Mein gemütliches Lager in der Neuen Fürther Hütte.

Kratzenbergsee
Blick aus der Hütte hinüber zum Kratzenbergsee (2167m).
Der einzige Zeitpunkt, zu dem ich den See gesehen habe.

Persönliches Fazit:

Für den heutigen Tag entschied ich mich, hinauf zur Neuen Fürther Hütte zu wandern, obwohl der Wetterbericht für den heutigen Tag schlecht war. Dafür sagte er für den morgigen Tag Wetterbesserung vorher.
Ich befand mich am
Campingplatz Hollersbach . Einem recht schönen, aber kleinen privat geführten Platz ziemlich in der Ortsmitte. Ich bat die Campingplatzbesitzerin, ob sie nicht auf der Hütte anrufen könnte und fragen wann der Hüttenwirt mit dem Bus fährt.
Sie erfuhr, dass er um 11.00 Uhr hier am Platz sein wird und mich mitnehmen könnte.
Und um kurz nach 11.00 Uhr war das
Hüttentaxi der Neuen Fürther Hütte auch schon da. Ich war übrigens der einzigste, der mit dem Hüttenwirt hinauffuhr.
Nach dem passieren der Schranke fuhren wir in das 1
8 km lange Hollersbachtal hinein. Es regnete noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Wir fuhren ziemlich flott auf der Schotterstrasse hinauf bis zur Talstation seiner Materialseilbahn .
Und auf der Fahrt begann es dann auch bald leicht zu regnen, was den ganzen restlichen Wandertag auch anhalten sollte. Kurz darauf kam noch ein weiteres Bustaxi mit weiteren Leuten herauf.
Am besten lässt man hier den Rucksack mit der Materialseilbahn transportieren. Mir wäre es zwar egal, doch bei dem Nieselregen kam wenigstens der Rucksack trocken an....

Jetzt begann also der Fussmarsch zur Neuen Fürther Hütte. Zuerst geht es gleich einen steilen Hang in Kehren hinauf. Nach gut 30 Minuten erreicht man einen Gratabsatz mit eine kreuzgeschmückten Gedenkstein (für die Freiwillige Feuerwehr Hollersbach). Dahinter geht es kurz zu einem Bach hinab, der auf einer kleinen Brücke überquert wird.
Kurz um einen Grasbuckel herum bevor der
schöne Wanderweg wieder ansteigt.
Nach ca. 100 Minuten Wanderung bei ständigem
leichten Nieselregen kam ich in der Neuen Fürther Hütte (2201m) an.
Und der Trockenraum war schon sehr kräftig vom Wirt vorgeheizt worden. Im Trockenraum kam man eigentlich schon fast ins Schwitzen...
Das Wetter besserte sich heute abends nur sehr wenig. Immerhin konnte ich am frühen Abend dann auch noch den
Kratzenbergsee sehen. Am nächsten Tag sah ich den See nämlich nicht mehr
(obwohl der Tag wesentlich schöner wurde).

Trennlinie

Weg von der Neuen Fürther Hütte hinauf
zur
Larmkogelscharte (2933m, Aufstieg Ostseite)

Wegweiser
Neue Fürther Hütte
Zum Larmkogel sind es 3 Stunden.
Zur Neuen Thüringer Hütte braucht man 4½ Stunden.

 Tauernkogel
Abretter (2979m)
Unter dem Gipfel das kleine Abretterkees.
Links sieht man den Tauernkogel (2988m).
Unten im Nebel der Kratzenbergsee (2167m).

Aufstieg Larmkogel
Auf diesem Hang verläuft
der Aufstieg zur sichtbaren Larmkogelscharte.

Abretter (2979m)
Sandebentörl
Unten (immer noch) im
Nebel der Kratzenbergsee
.

Kratzenberg (3022m)
Seekopf (2921m)
Links am Bildrand das Sandebentörl.
(Übergang nach Innergschlöss - Venedigerhaus - Matreier Tauernhaus)

Larmkogelscharte
(Ostseite)
Das Ziel rückt immer näher.

Nebel beim Aufstieg
Die Berge um den Talabschluß vom Hollersbachtal.
Links Tauernkogel (2988m)
Rechts Abretter (2979m)

Larmkogelscharte
(Ostseite)
Jetzt hat man die Larmkogelscharte bald erreicht.

Larmkogel
Oben erkennt man schon
das Gipfelkreuz auf dem Larmkogel.

Larmkogelscharte
Der herrliche Blick nach Süden
auf das riesige Habachkees.
Man erkennt sogar den Großvenediger ein wenig.

Larmkogelscharte
Südgrat vom Larmkogel.
In 15 Minuten hat man den Gipfel bestiegen.

Heute, am 19. Juli 2010 ging ich dann nach dem Frühstück um kurz vor 8.00 Uhr los. Heute sollte es ja schöner werden, doch jetzt am frühen Morgen war es erst einmal recht nebelig.
So begann ich den Aufstieg zum Larmkogel zuerst mit dem kurzen Abstieg zum
Kratzenbergsee, 2167m. Gesehen habe ich heute morgen den See nicht, da er im Nebel verhüllt war. An einem Bach, dem Abfluss des Kratzenbergsee, führt der Weg über eine kleine Holzbrücke auf die andere Seite. Hier steigt der Weg dann wieder an. In einem weiten Bogen geht es zuerst den Hang hinauf. Danach geht es weiter in vielen weiten Kehren. Um 8.20 Uhr erreichte ich die obere Grenze der dicken Nebeldecke und konnte jetzt die ersten warmen Sonnenstrahlen geniessen. Jetzt sah ich auch zum ersten mal das schöne Panorama hier im hintersten Hollersbachtal.
Und den kompletten Aufstiegsweg zum Larmkogel hat man auch mehr oder weniger vor sich. Im großen und ganzen führt der schöne, nicht allzu steile Weg nordwestwärts direkt in die
schon sichtbare Larmkogelscharte. Und wer genau hinaufsieht erkennt rechts des Einschnittes schon das Ziel, den Larmkogel.
Aber zuerst geht man in vielen Kehren den Berghang hinauf zur
Larmkogelscharte (2933m), welche ich um 10.40 Uhr erreichte.

Trennlinie

Aufstieg auf den Larmkogel (3017m, Südgrat)

Südgrat Larmkogel
Der recht einfache Aufstieg über den Südgrat.
Ganz oben hat man auch ein kurzes Seilstück angebracht.

Larmkogelscharte
Unten die Larmkogelscharte.
Nach links/Osten: Neue Fürther Hütte
Nach rechts/Westen: Neue Thüringer Hütte

Larmkogel
Die letzten zehn Meter zum Gipfelkreuz.
Blick zum Blessachkopf (3050m, Norden).

Habachtal
Blick nach Nordwesten auf das nebelige Habachtal.
Später bin ich durch das ganze Tal
bis in den Pizgau gewandert (2145 Höhenmeter) .

Habachkees
Hohe Fürleg (3243m)
Das (immer noch) mächtige Habachkees
unter der Hohen Fürleg (3243m).
Rechts hinten erhebt sich der Keeskogel (3291m).

Larmkogel
Blick zum Habachkees.

Hollersbachtal
Blessachkopf (3050m)
Und der Blick vorbei am Blessachkopf
in das Hollersbachtal.

 Keeskogel (3291m)
Blick zum Keeskogel (3291m; im Jahr 2009 bestiegen).
Der Gipfel unterhalb ist die Gamsmutter (3089m).

Larmkogel
Blick nach Süden in
Richtung Kratzenberg (3022m).

Hollersbachtal
Blick nach Osten über die
Venedigertäler (Hollersbachtal / Felbertal)
in Richtung Granatspitzgruppe.

Mein Video vom Gipfel des Larmkogel (3017m, Venedigergruppe)

 

In der Larmkogelscharte sieht man zum ersten Mal in das westlich gelegene Habachtal.  Dorthin werde ich nach der Gipfelbesteigung des Larmkogels weiterwandern.
Doch nun geht es hinauf auf den Larmkogel, der die
3000 Meter Marke knapp übersteigt. Wer einen recht einfachen 3000er Alpengipfel zum ersten Mal besteigen will kann den Larmkogel probieren. Es gibt zwar noch einfachere, aber der Larmkogel ist nicht schwierig über den Südgrat ersteigbar.
In wenigen Minuten ist man von der Scharte oben auf dem Gipfel. Die Felsen dort hinauf bieten überall gute Griffe, und ganz oben kann man sich an einem Fixseil festhalten. Und das Gipfelkreuz ist schon in Sichtweite.
Vom Gipfel hat man einen
phantastischen Rundblick bis hinüber zum Großvenediger. Leider hatte ich den höchsten Venedigergipfel heute nur kurz gesehen, bevor er hinter Wolken verschwand.
Doch auch das nahe
Habachkees, das mächtig und wild wirkt, kann die Blicke auf sich ziehen. Im Norden ziehen links und rechts vom Blessachkopf zwei lange Venedigertäler in den Pinzgau. Rechts das Hollersbachtal, durch das ich “aufgestiegen” bin (mit dem Hüttentaxi) und links davon das Habachtal. Durch dieses Tal bin ich später abgestiegen bis nach Habach (Pinzgau).
Das sind
vom Larmkogel genau 2145 Höhenmeter und viele Kilometer Abstieg !

Trennlinie

Abstieg vom Larmkogel zur Neuen Thüringer Hütte (2212m) und über
den
Noitroisteig in das hintere Habachtal

Abstieg
Larmkogelscharte
Abstieg auf der Westseite
zur Neuen Thüringer Hütte.

Habachkees
Am Abstieg zur Neuen Thüringer Hütte.

Hohe Fürleg (3243m)
Habachkees
Hinten links unter den Wolken
wäre der Großvenediger (3662m).

Abstieg
Larmkogelscharte
Die Westseite unter der Larmkogelscharte.
Abstieg zur Neuen Thüringer Hütte.

Neue Thüringer Hütte
(2212m)
Hier an der Neuen Thüringer Hütte
kam ich wieder kurz in den Nebel.
Die Abstiegsmöglichkeiten:
Nach links: Der Normalweg (länger / flacher)
Nach rechts: Der Noitroisteig (kürzer / steiler)

Noitroisteig
Der obere, noch flache Abschnitt.
Blick in das Habachtal.

Noitroisteig
Der Steig wird steiler und schmäler.

Noitroisteig
Am Noitroisteig muss ein sehr
steiler Abhang überwunden werden
.
Eine sehr interessante Alternative zum Normalweg.

Habachtal
Der Normalweg zur Neuen Thüringer Hütte ist erreicht.
Blick in das hinterste Habachtal mit einem Wasserfall.
Durch das Tal verläuft der Normalweg.

Wegweiser Habachtal
Abzweig Normalweg/Noitroisteig.
Die beiden Wege zur Neuen Thüringer Hütte.

Nach einer Brotzeit begann ich meinen langen Abstieg bis hinab in den Pinzgau.
Noch mal zur Erinnerung:
Bis man in Habach im Pinzgau ankommt muss man
2145 Höhenmeter absteigen.
Das ist wahrlich kein Pappenstiel und man ist dabei einige Stunden unterwegs.
Zuerst stieg ich wieder zur Larmkogelscharte ab. Hier biegt man dann nach rechts in das
Habachtal ab. Auf dieser Westseite ist der Weg etwas steiler als auf der Ostseite, aber ebenfalls nicht schwierig zu gehen. Zuerst quert man kurze Zeit den Hang unter der Scharte bevor man in kurzen Kehren einen kleinen Kamm erreicht und weiter auf diesem absteigt. Kurz darauf erreicht man einen weniger steilen Wiesenhang. Über diesem schönen Hang steigt man dann bis
zur
Neuen Thüringer Hütte (2212m) ab. Kurz vor der Hütte trifft man auf den Normalweg zur Thüringer Hütte.

Wer auf diesem Weg (Normalweg) absteigen (nach Habach) will, muss zuerst einige Zeit nach Süden gehen. Dann macht der Weg eine Rechtskurve und führt in das hinterste Habachtal hinab (Keesau). Danach geht es weiter Richtung Norden zum Abzweig des Noitroisteiges. Wer hingegen auf dem Noitroisteig absteigt kann sich die (zusätzlichen) langen Wege sparen.

Einige Zeit , bevor ich die Neue Thüringer Hütte erreichte, hatte mich der Nebel wieder eingeholt. An der Hütte gab es keinen Wegweiser zum Noitroisteig. Man geht einfach auf dem einzigsten Weg hinter der Hütte, der nach Norden führt. Ein Schild weist hier zum Blessachkopf.
Der
Noitroisteig führt zuerst weiter durch die (flachen) Wiesen gen Norden. Man quert einige Bachläufe weit oberhalb des Habachtales.
Weiter unten biegt der Steig dann nach links ab und führt
über steile Kehren den Wiesenhang hinab. Hier kann man schon die Steilheit des folgenden Abschnittes erahnen. Links vom Weg fällt der Hang steil hinab in das Habachtal. Doch der Noitroisteig windet sich recht geschickt durch die steilen Abhänge. Über einige Seilsicherungen, Stufen und Tritte wandert man recht vorsichtig auf dem schmalen Weg bis man eine steile Geröllrinne erreicht. Durch diese Geröllrinne geht es nun weiter bis man unten im Tal auf den Normalweg trifft (Wegweiser).
Alles in allem ein schön angelegter Steig. Aber man sollte schon
trittsicher und auch schwindelfrei sein, da man sich des öfteren auf schmalen und abschüssigen Wegen bewegt.

Trennlinie

Der lange Abstieg durch das Habachtal mit seinen Smaragden

Moa Alm (1410m)
Bis hierher führt eine Fahrstraße von Habach herauf.
Nach Habach geht man noch fast zwei Stunden.

Gasthof Alpenrose
(1384m)
Bis hierher fährt der Smaragdexpress (Taxibus) von Habach.
Neben dem Gasthof kann man nach Smaragden suchen (Leckbachrinne).
Viel Glück wünsche ich dabei...

Leckbachrinne
(Smaragdfundstellen)
Diese Leute hier suchen nach Habacher Smaragden.
Ob sie schon welche gefunden haben?

Smaragde aus
dem Habachtal
Solche schönen Habacher Smaragde kann man hier finden.

Gasthof Enzianhütte
(1313m)
Der Berg im Hintergrund ist der Wildkogel in den Kitzbüheler Alpen.
Er ist schon auf der anderen Seite des Pinzgaus.

Habachklause (872m)
 Wildkogel (2224m)
Hier befindet sich der Parkplatz für Wanderungen in das Habachtal.
Hinten der Wildkogel (Kitzbüheler Alpen).

Pinzgauer Lokalbahn
(Bramberg)
Mit der Pinzgauer Lokalbahn bin
ich nach Hollersbach zurückgefahren.
(Ab 12. September 2010 wieder
komplett in Betrieb nach Murenabgang)

Hat man die Abzweigung Noitroisteig/Normalweg erreicht steht jetzt nur noch der lange Abstieg im Habachtal bevor. Man wandert immer auf der rechten Talseite etwas erhöht auf einem Wanderweg in Richtung Moa Alm. Dabei wird der Weg immer flacher und breiter bis er schliesslich an der Moa Alm (1410m) in eine kleine (gesperrte) Fahrstraße übergeht.
Jetzt sind es bis zum Anfang des Habachtales nur noch knapp zwei Stunden Abstieg.
Das nächste Ziel nach der Moa Alm ist der Gasthof Alpenrose, den man von der Moa Alm in zehn Minuten erreicht.
Und hier gibt es eine
geologische Besonderheit. Viele Menschen wandern nur deswegen
 hier zum
Gasthof Alpenrose (1384m).
Es befindet sich neben dem Gasthof die sog.
Leckbachrinne (manchmal auch Söllgraben genannt).
Und in dieser Geröllrinne gibt es die
einzigen nennenswerten Smaragdvorkommen in Europa. Der Ertrag ist gering und wirtschaftlicher Abbau scheiterte praktisch immer an der schweren Zugänglichkeit.
Trotzdem befindet sich weit oben in der Leckbachrinne ein
Smaragdbergwerk. Man kann dort auch hinaufsteigen.
Aber Achtung: Der Weg ist beschwerlich und stark steinschlaggefährdet!
Im Juli 2002 ging in der Leckbachrinne zudem eine Mure ab, die fast den Gasthof Alpenrose zerstört hätte.
Aber seitdem sollen sich die Chancen, Smaragde zu finden, wieder verbessert haben.
Also, nichts wie hin....
Hier finden Sie viele nützliche Tipps zu einer Begehung der Leckbachrinne.
Ich machte mich aber wieder an den Abstieg.
Kurz hinter der Alpenrose erreicht man die
Enzianhütte (1313m). Weiter geht es durch den Wald recht eintönig und lang bis zum Eingang des Habachtales an der sog. Habachklause (872m).
Hier befindet sich der Parkplatz für Wanderung in das Habachtal.
Für die meisten dürfte
hier die Wanderung zu Ende sein.
Ich musste jedoch jetzt noch zurück nach Hollersbach, da ja dort mein Auto stand.
Ich wollte die Buslinie durch den Pinzgau nehmen. Dazu musste ich jedoch noch auf die andere Talseite des Pinzgaus gehen zur Gerlos-Bundesstraße. Hier befindet sich eine Haltestelle der Buslinie. Es kam jedoch zuerst der Bus des Schienenersatzverkehrs. Ich stieg ein und konnte damit nur bis Bramberg fahren. Diese Linie diente als Ersatz der Pinzgauer Lokalbahn. Vom Bahnhof Bramberg fuhr ich dann weiter mit der
Pinzgauer Lokalbahn nach Hollersbach.
Hinweis:
Wenn diese Seite online geht, ist diese Variante schon Geschichte.
Denn seit dem 12. September 2010 fährt die Pinzgauer Lokalbahn wieder auf ihrer gesamten Länge.
(Im Juli 2005 führte die Salzach Hochwasser und unterspülte Teile des Abschnitts Bramberg-Krimml)

Trennlinie
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Trennlinie
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Wildkogel, 2224m
Wildkogelhaus, 2007m

Hochschober, 3240m
Hochschoberhütte, 2322m

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Letzte Aktualisierung der Seite am :
Wednesday, 09. September 2015
 

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