auf meiner Motorradtour zur Insel Krim (Ukraine)
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Karte von der Krim
(c) www.trescherverlag.de
(c) Bernd Schwenkros
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Stationen auf meiner Motorradtour

Hier können Sie die aktuellsten Entwicklungen auf der Halbinsel Krim nachlesen.

Die Geschichte der Krim

Von der Antike bis zum späten Mittelalter

Vom Anschluss an Russland bis zur Oktoberrevolution

Die Krim im 20. Jahrhundert

Die russisch-ukrainischen Beziehungen

Die Krim und ihre jüngste Geschichte

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten

Der Liwadija-Palast

Das Schwalbennest

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© Alle Texte aus dem Reiseführer
“Die Krim entdecken.
Unterwegs auf der Sonneninsel im Schwarzen Meer”
ISBN 3-89794-041-8
Autoren: Dagmar Köck, Norbert Rütsche, Dr. Gwendolyn Sasse, Stephan Hille, Jan Schimanski
(www.trescher-verlag.de)

© Karte: Bernd Schwenkros, Johann Maria Just
(www.trescher-verlag.de)

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Die Geschichte der Krim

Die Krim hatte, schon lange bevor russische Zaren die Hand nach ihr ausstreckten, zahlreiche Völker angezogen. Die Halbinsel, die nur durch einen schmalen Streifen im Norden mit dem Festland verbunden ist, bot mit ihren so unterschiedlichen Landschaften vielen Völkern Zuflucht. Ethnische und kulturelle Vielfalt ziehen sich wie eine Grundkonstante durch die bewegte Geschichte der Krim, die niemals nur von einer Kultur oder einem Volk gänzlich beherrscht wurde. Der Ursprung der Bezeichnung >Krim< ist ungeklärt. Europäische Historiker des 19. Jahrhunderts führten den Namen auf die >Kimmerier< zurück. Späteren etymologischen Studien zufolge entspricht die Bezeichnung dem tatarischen Wort für >Festung< oder >Graben<.

Von der Antike bis zum späten Mittelalter

Im 8. Jahrhundert vor Christus besiedelten die Kimmerier die Krimebene, ein aus Südrußland und der Ukraine stammendes nomadisches Reitervolk, über das man bis heute nur sehr wenig weiß. Sein Name ist vermutlich eine Sammelbezeichnung: Die Kimmerier waren mit vielen Kulturen der Bronze- und frühen Eisenzeit verbunden.
  Zu dieser Zeit hatten sich in den Bergen und an der Südküste der Krim schon die Taurier niedergelassen, ein geheimnisvolles, kriegerisches Volk, von dem die Insel ihren antiken Namen >Taurien< erhielt. Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus bezog sich Herodot, der Vater der griechischen Geschichtsschreibung, in den ersten Aufzeichnungen über die Krim auf dieses >Taurien<.
  Im 7. Jahrhundert vor Christus kamen die Skythen, ein mit den Persern verwandtes Nomadenvolk, und besiedelten die Steppengebiete nördlich des Krimgebirges. Ihr mächtiges Reich umfaßte das Gebiet von Donau bis Don, und seit dem 3. Jahrhundert beherrschten die Skythen von Neapolis aus, dem heutigen Simferopol', etwa 600 Jahre lang die Steppen der Krim.
  Die Griechen und die Skythen hinterließen die deutlichsten Spuren auf der Halbinsel. Eine Allianz griechischer Stadtstaaten gründete 480 vor Christus an der Nordküste des Schwarzen Meeres das Bosporanische Reich, benannt nach dem Kimmerischen Bosporus, der >Straße von Kerc'<. Die Hauptstadt dieses Reiches war Pantikapej, das heutige Kerc'. Im 4. Jahrhundert vor Christus befand sich das Bosporanische Reich auf dem Gipfel seiner wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung; es kontrollierte die Halbinsel und weitere an das Schwarze Meer grenzende Regionen. Auch mit den benachbarten Skythen wurden Handelsbeziehungen unterhalten.
  In der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts nahm die Bedrohung durch die Skythen jedoch zu. Um 107 vor Christus entschloß sich der bosporanische König Paerisades V, den pontischen König Mithridates Vl. um Schutz zu ersuchen, doch die Skythen kamen dem zuvor und töteten Paerisades. Mithridates wurde im Jahre 63 vor Christus von den Römern geschlagen, und nun stand das gesamte Reich unter römischer Kontrolle. Durch den Einfall der Goten Mitte des 3. nachchristlichen Jahrhunderts wurde die Macht des Bosporanischen Reiches empfindlich geschwächt, die Hunnen brachten ihm im Jahre 370 schließlich endgültig den Untergang. Sie besetzten große Teile der Krim - die griechische Siedlung Chersones, im 5. Jahrhundert vor Christus von den Griechen in der Nähe des heutigen Sevastopol' gegründet, blieb davon jedoch weitgehend unberührt.
  Viele andere Völker, wie zum Beispiel die Alanen und Samarten, beherrschten zu unterschiedlichen Zeiten verschiedene Regionen der Krim, die damit schon im Altertum ein Vielvölkergemisch beheimatete. Wie archäologische Funde beweisen, ließen sich auch die Römer auf der Halbinsel im Schwarzen Meer nieder und unterhielten an der Südküste zeitweilig römische Befestigungen.
  Seit dem 7. Jahrhundert erhoben auch die Chasaren, ein turksprachiges Nomadenvolk aus Mittelasien, Anspruch auf die schon damals strategisch günstig gelegene Region im Schwarzen Meer.
  Mit dem Entstehen der Kiewer Rus' im 9. Jahrhundert, dem ersten ostslawischen Staat, aus dem sich Jahrhunderte später unter anderem das Moskauer Reich herausbildete, wuchs die Bedeutung der Krim als Umschlagplatz für Handelswaren, die über den Dnipro nach Byzanz und weiter in den Mittelmeerraum gelangten.
Zum Ende des 10. Jahrhunderts hatte Chersones bereits viele Herrscher gehabt. Den Griechen waren Römer, Goten und Türken gefolgt. Im Jahre 988 belagerte der Kiewer Großfürst Vladimir das mittlerweile byzantinische Chersones, um so die Herausgabe der Schwester von Basilios, dem Kaiser von Byzanz, zu erzwingen. Militärischer Zwang alleine reichte jedoch nicht aus, und Vladimir erfüllte schließlich mit der Annahme des Christentums die wichtigste Forderung des byzantinischen Herrschers. Noch im selben Jahr ließen sich Vladimir und seine Gesandtschaft in Chersones von einem byzantinischen Priester taufen, danach wurden Vladimir und Anna, die Schwester von Basilios, getraut. Dies war der Grundstein des späteren russisch-orthodoxen Christentums. Erste Christengemeinschaften hatten vermutlich schon in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung an den Küsten der Halbinsel gelebt.
  Im Jahr 1399 wurde Chersones von den Tataren der Goldenen Horde, die im nordwestlichen Mongolenreich die Nachfolge von Dschingis-Khan angetreten hatten, zerstört. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts existierten noch vereinzelte Teile der Stadt, bis schließlich auch die letzten Bewohner Chersones endgültig verließen.
  Bereits ein Jahrhundert zuvor hatten die handeltreibenden Genueser und Venezianer verstärkt begonnen, auf der Krim Fuß zu fassen. Nachdem sich die Genueser gegen die Venezianer durchgesetzt hatten, ließen sie sich in den Jahren nach 1270 an der Südküste der Krim nieder und gründeten bei Balaklava, Sudak, Feodosija und Kerc' Handelsniederlassungen. Erneut florierte der Handel am Schwarzen Meer, nun unter der Vorherrschaft der italienischen Seefahrer und Kaufleute. Das genuesische Zentrum auf der Krim wurde Caffa auf dem Gebiet des heutigen Feodosija. Bei den Versuchen, ihren Landbesitz auf der Halbinsel auszudehnen, kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Tataren und mit dem Feudalfürstentum Theodoro, dessen Zentrum sich in der >Höhlenstadt< Mangup befand.
  Die verheerenden Feldzüge des Tatarenführers Timur beendeten die wirtschaftliche Blüte der italienischen Kolonien, die zusätzlich durch Aufstände der einheimischen Bevölkerung gegen Ende des 14. Jahrhunderts geschwächt wurden. Die Handelsniederlassungen bestanden dennoch weiter, bis 1475 türkische Truppen an der Südküste einfielen und die Genueser vertrieben.
  Der tatarische Heerführer Haggi Girei hatte mit seinen Truppen die Halbinsel bereits Mitte des 15. Jahrhunderts erobert. Er hatte sich samt seinen Kriegern von der Goldenen Horde abgespalten und wurde nun der Begründer des tatarischen Krimkhanats. Zunächst beschränkte er sich darauf, den Genuesern Tributzahlungen abzufordern. Erst die Überfälle der türkischen Truppen zwangen die italienischen Kolonialisten zum Abzug. Nun festigte sich das Krimkhanat unter der Dynastie Gireis, das seinerseits die osmanische Vorherrschaft anerkennen mußte. Für die nächsten 300 Jahre bestand das Khanat mit der Hauptstadt Bachcisaraj als Protektorat des osmanischen Sultans, obgleich es innen- und außenpolitisch weitreichende Vollmachten besaß.

Vom Anschluß an Rußland bis zur Oktoberrevolution

Im Laufe des 18. Jahrhunderts richtete sich die russische Expansionspolitik im Süden des Reiches vor allem gegen das Krimkhanat, das seit 1475 ein mehr oder weniger unabhängiger Vasall des Osmanischen Reiches war. Ein erster Angriff russischer Truppen im Jahr 1687, unterstützt von Don- und Dnipro-Kosaken, scheiterte jedoch. Zwei Jahre später konnte Fürst Golicyn die russischen Truppen immerhin bis zur Festung Perekop am schmalen Zugang zur Halbinsel führen, mußte sich dann aber doch wieder zurückziehen. Zwar gelang es, im Krieg von 1736 bis 1739 die türkischen Truppen zu schlagen, doch stießen russische Truppen nur vorübergehend in Gebiete des Krimkhanats vor. Für den großen Sturm auf die Krim war es noch zu früh, denn der eigentliche Gegner Rußlands war das Osmanische Reich, das zu dieser Zeit das Schwarze Meer kontrollierte.
  Noch ohne jeden Zugang zum Schwarzen Meer gelang es 1770 einer russischen Flotte, Europa zu umschiffen und über das Mittelmeer praktisch vor der Haustür des Sultans zu landen. In einem vierjährigen Krieg konnte das Russische Reich den Osmanen erste Gebiete nördlich des Schwarzen Meeres zwischen Bug und Dnipro abringen, einschließlich der Schwarzmeerfestung Kimburn sowie der Festung Kerc' im äußersten Osten der Krim am Ausgang des Azovschen Meeres. Im Jahre 1771 besetzten russische Truppen die Krim und ersetzten das osmanische durch ein russisches Protektorat. Zunächst hatte Rußland dem Krimkhanat Unabhängigkeit zugesichert, doch als Katharina II. vier Jahre später einen neuen Khan einsetzte, gegen den die krimtatarische Oberschicht rebellierte, besetzten russische Truppen erneut die Halbinsel.
  Im Frieden von Kütschük-Kainardschi von 1774 mußte der Sultan auf Druck der Zarin Katharina II. die volle Unabhängigkeit des Krimkhanats anerkennen. Damit war ein weiterer Schritt in Richtung einer Annexion durch das Russische Reich getan. Im Jahre 1783 schließlich wurde der Khan endgültig abgesetzt und die Krim von Rußland annektiert. Die Halbinsel wurde Teil des neu geschaffenen Gebietes Taurien (Tavriceskaja oblast'), das Zar Paul I. 1796 aber als Verwaltungseinheit auflöste und der Provinz Neurußland (Novorossija) einverleibte. Per Erlaß von Zar Alexander I. wurde schließlich 1802 das Gouvernement Taurien (Tavriceskaja gubernija) gebildet, das neben der Krim auch weite nördlich von ihr gelegene Steppengebiete umfaßte. Die Bezeichnung >Krim< verschwand ganz aus dem offiziellen administrativen Sprachgebrauch -ein Ausdruck dafür, daß >Krim< mit dem krimtatarischen Khanat assoziiert wurde und deswegen nicht mehr erwünscht war.
  Der russische Krim-Mythos begann mit der von Zeitzeugen dokumentierten Reise von Katharina II. durch die frisch eroberten südlichen Provinzen im Jahre 1787. Zu diesem Zeitpunkt war die geostrategische Bedeutung der Halbinsel zwar allgemein bekannt, doch die Beschaffenheit der Region wurde erst allmählich von Wissenschaftlern und Diplomaten im Dienste der Zarenfamilie erkundet. Die illustre Reisegesellschaft der Zarin bestand neben dem österreichischen Kaiser Joseph II. aus französischen, englischen und deutschen Gesandten. Die Reise war somit zugleich eine unverkennbare politische Geste, die die Größe und den Einflußbereich des Russischen Reiches abstecken sollte. Die berühmten >Potemkinschen Dörfer< sind untrennbar mit dieser Reise verbunden. Wenngleich der Gouverneur und Favorit der Zarin, Fürst Grigorij Aleksandrovic Potemkin (17391791), nicht die heute oft mit dem Begriff assoziierten Häuser- und Dorfattrappen errichten ließ, so inszenierte er dennoch die Reise äußerst erfolgreich: frisch angestrichene Fassaden, singende, wohlgenährte Bauern auf den Feldern sowie Krimtataren, die ihre Loyalität zur russischen Zarin demonstrierten, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck von Naturschönheit, Wohlstand und friedlichen Untertanen. Potemkin nutzte diese Gelegenheit, um seine politischen Gegner zu entwaffnen, die in St. Petersburg Gerüchte über sein mangelndes Geschick auf der Krim geschürt hatten.
  Die Eingliederung des Khanats in das Russische Reich folgte dem bewährten Prinzip russischer Kolonialpolitik, die unterworfenen Eliten nicht vor den Kopf zu stoßen, solange die Oberherrschaft militärisch gesichert blieb. Moskau übernahm die bereits vorhandene Verwaltungsstruktur und unterstellte sie einem Gouverneur. Die russischen Behörden kooperierten zunächst mit der krimtatarischen Oberschicht, die Privilegien und Landbesitz behielt. Die Krimtataren konnten somit, sofern sie die russische Herrschaft nicht in Frage stellten, vorübergehend ihre kulturelle und religiöse Identität bewahren. Schon bald setzte jedoch eine verstärkte Russifizierung der Krim ein.
  Die Krimtataren rebellierten dagegen nicht mit Waffen, sondern mit den Füßen. Die massive Emigration der Krimtataren ins Osmanische Reich war teils durch die russische Politik auf der Krim und teils durch die aktive Aufforderung aus dem Osmanischen Reich, ins >Land des Islam< zu ziehen, motiviert. Zu dieser Zeit bezeichnete der Heimatbegriff der Krimtataren somit eher eine religiöse als eine streng territorial definierte Identität. Um 1860 hatten bereits zwei Drittel der Krimtataren - unter ihnen sowohl die einst dominanten Landbesitzer als auch die krimtatarische Bauernschaft - die Halbinsel verlassen. Die Auswanderungswelle erreichte während des von Rußland verlustreich geführten Krimkrieges von 1853 bis 1856 gegen das Osmanische Reich, England und Frankreich ihren Höhepunkt. Der Krieg endete mit der Niederlage Rußlands, als die Alliierten den schon damals wichtigsten Flottenstützpunkt Sevastopol' einnahmen, nachdem sich russische Truppen 349 Tage lang gegen die angreifende Übermacht verteidigt hatten. Der Krimkrieg wurde trotz seiner weitreichenden innen- und außenpolitischen Konsequenzen für das Russische Reich rasch in ein Symbol russischen Heldentums umgedeutet. Er besiegelte die dauerhafte russische Identifizierung mit der Krim.
  Im Jahre 1897 waren die Krimtataren auf der Halbinsel mit nur noch einem Drittel der Bevölkerung deutlich in der Minderheit. Dem russischen Zensus zufolge lebten zu diesem Zeitpunkt knapp über 186000 Krimtataren auf der Krim, was einem Bevölkerungsanteil von 34 Prozent entsprach. Demgegenüber war der slawische Bevölkerungsanteil bereits auf über 45 Prozent gestiegen. Die offiziellen Daten des Russischen Reiches unterschieden hier noch nicht zwischen Russen und Ukrainern.
  Anfang des 20. Jahrhunderts formierte sich allmählich eine krimtatarische Nationalbewegung, die nun bewußt den Akzent auf die Identifizierung mit dem Territorium der Krim setzte und sich somit vom Rest des Osmanischen Reiches beziehungsweise der Türkei abzusetzen suchte. Ismail Bey Gasprali (Ismail Gasprinskij) wurde zur Schlüsselfigur dieser Nationalbewegung. Der krimtatarische Philosoph begründete den für die gesamte islamische Reformbewegung wichtigen Dschadidismus, der die islamische Kultur mit westlicher Denkweise verknüpfen sollte. Allerdings war der Dschadidismus zunächst eher religiös-kulturell als politisch orientiert.
  Die Russische Revolution und der Erste Weltkrieg beschleunigten die Radikalisierung der krimtatarischen Bewegung. Die Autonomieforderungen der krimtatarischen Partei Milli Firka kollidierten immer häufiger mit den Interessen der zahlenmäßig überlegenen Russen und Ukrainer.

Die Krim im 20. Jahrhundert

Schon während der ersten Revolution 1905 wurde Sevastopol' das Zentrum bolschewistischer Strömungen: In diesem Jahr wurde ein Aufstand roter Matrosen des Panzerkreuzers >Potemkin< von zaristischen Truppen blutig niedergeschlagen. Dieses Ereignis und die darauf folgenden Unruhen in Odessa sind durch den kinematographisch äußerst beeindruckenden Stummfilm des sowjetischen Regisseurs Sergej Ejzenstejn verewigt worden.
  In den Jahren 1917/1918 ergab sich auf der Krim eine den post-sowjetischen Verhältnissen nicht unähnliche Konstellation: Themen wie die Unabhängigkeit der Krim, eine Krim-Autonomie innerhalb des neuen ukrainischen Staates beziehungsweise der Anschluß der Halbinsel an Sowjet-Rußland sowie die Aufteilung der Schwarzmeerflotte in russische und ukrainische Kontingente standen damals schon einmal auf der Tagesordnung - allerdings nur kurzfristig und unter anderen politischen Vorzeichen. Auch krimtatarische Institutionen wie die krimtatarische Nationalversammlung (Kurultaj) gehen auf diese Zeit zurück. Der Kurultaj wurde am 9. Dezember 1917 im Khanspalast von Bachcisaraj eröffnet. Nur wenige Wochen später verabschiedete er die krimtatarische Verfassung als Grundlage einer unabhängigen, jedoch kurzlebigen >Demokratischen Krim-Republik<. Auf der Krim etablierte sich die Sowjetmacht wegen der regionalen Stärke der Menschewisten und Sozialrevolutionäre erst im Januar 1918. Der Bürgerkrieg und die Intervention deutscher Truppen gegen Ende des Ersten Weltkrieges verzögerten die endgültige Machtübernahme durch die Bolschewisten. In ihrem Schatten wurde eine multinationale Krimregierung eingesetzt, die sich während der deutschen Okkupationszeit sowohl gegenüber Kiew als auch im tagespolitischen Geschehen mit den parallel existierenden krimtatarischen Institutionen auseinandersetzen mußte. Die unter deutscher Vorherrschaft ausgehandelte Krim-Autonomie innerhalb des ukrainischen Staates verlor mit Kriegsende an Relevanz und wurde nie in die Realität umgesetzt. Nach einer kurzen Interimsphase als >Sowjetische Sozialistische Republik Krim< im Jahre 1919 wurde die Krim nun zum letzten Sammelbecken der zarentreuen Weißgardisten unter Denikin und Vrangel', die erst im November 1920 von den roten Truppen unter Frunze zurückgedrängt werden konnten.
  Am 18. Oktober 1921 wurde die Autonome Sowjetische Sozialistische Republik (ASSR) Krim als Teil der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR) ausgerufen. Kurz darauf, im November 1921 folgte die Verabschiedung der Verfassung der Sowjetischen Sozialistischen Republik Krim - die Wortwahl demonstriert die zeitweilige Anhebung des Status der Krim, die hier noch nicht explizit als Teil der RSFSR definiert war, allerdings bereits eng an die Gesetze der RSFSR geknüpft wurde. Die Verfassung betonte die Gleichheit aller Nationalitäten und machte sowohl Russisch als auch Krimtatarisch zu offiziellen Sprachen. Für die Krimtataren brachte die von Lenin eingeleitete liberale Nationalitätenpolitik eine vorübergehende Abkehr von der spätzaristischen Unterdrückung. Mit dem Ziel der Anbindung der nichtrussischen Bevölkerung an den Sowjetstaat wurden auch die Krimtataren wieder verstärkt in die Verwaltung der Halbinsel eingebunden. Zeitweilig waren die Krimtataren, gemessen an ihrer numerischen Stärke, in den Gremien der Krim-Republik sogar überproportional vertreten, so daß man von den Anfängen einer nationalen Autonomie unter sowjetischen Vorzeichen sprechen kann. Stalin bereitete Ende der 1920er Jahre diesem Trend und dem >Völkerfrühling< allgemein ein abruptes Ende. Eine zweite, massive Sowjetisierungswelle erfaßte die Krim. Die revidierte Version der Krimverfassung vom 5. Mai 1929 ging auf den im Oktober 1921 deklarierten ASSR-Status der Krim zurück, reduzierte die Bedeutung der krimtatarischen Sprache und begrenzte die territoriale Autonomie der Region. Während der darauffolgenden gewaltsamen Kollektivierung wurden etwa 40000 krimtatarische Familien verhaftet beziehungsweise nach Sibirien deportiert.
  Wiederholte Hungersnöte in den 1930er Jahren sowie politische Repressionen, weitere Einschränkungen in der Verfassung der Krim-ASSR von 1937 sowie die verstärkte Russifizierung der Region - durch Sprachenpolitik sowie die Ansiedlung von slawischen Arbeitern im Rahmen der Industrialisierungspläne Stalins - veränderten die demographische und nationale Zusammensetzung der Krim nachhaltig. Der offiziellen Sowjetstatistik zufolge waren im Jahr 1939 49,6 Prozent der Krimbevölkerung Russen, 19,4 Prozent Krimtataren und 13,7 Prozent Ukrainer.
  Auch im Zweiten Weltkrieg wurde die Krim zum Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. In den Jahren 1941 bis 1944 okkupierte die deutsche Wehrmacht Teile der Krim. Hitler plante, die Halbinsel, die er >Gotenland< nennen wollte, per Autobahn mit dem Reich zu verbinden und dort Südtiroler anzusiedeln. Die Rote Armee bereitete diesen wahnwitzigen Plänen ein Ende, indem sie unter großen Verlusten die Krim 1944 von den deutschen Truppen befreite. Nachdem Stalin bereits 1941 die rund 50 000 Krimdeutschen überwiegend nach Kasachstan vertrieben hatte, ließ er am 18. Mai 1944 auch 181000 Krimtataren unter dem Vorwand, sie hätten mit den Deutschen kollaboriert, in Viehwaggons verfrachten und nach Zentralasien und Sibirien deportieren.
  An einem einzigen Tag hatten die Truppen des NKWD, dem Vorläufer des späteren KGB, ein gesamtes Volk entwurzelt. Stalins Willkür wird allein aus den Zahlen ersichtlich: Den acht Bataillonen der Krimtataren (Schätzungen zufolge 20 000 Mann), die auf der Krim für die Wehrmacht kämpften, standen mindestens 20 000 krimtatarische Soldaten gegenüber, die in der Sowjetarmee kämpften. Neben den Krimtataren waren im Juni 1944 schließlich auch 14 500 Griechen, 12000 Bulgaren und 11300 Armenier von der grausamen Deportationspolitik Stalins betroffen und wurden ebenso systematisch von der Krim verschleppt. Die Deportation verschaffte Stalin einen offiziellen Grund, den Status der Krim weiter einzuschränken, und am 30. Juni 1945 wurde aus der Halbinsel ein einfaches >Gebiet< (oblast') der RSFSR.
  Im Februar 1945 geriet die Krim in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit, als sich Churchill, Roosevelt und Stalin dort zur Konferenz von Jalta trafen, um über die weiteren Ziele nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland zu beraten. Hauptthemen waren die Aufteilung Deutschlands und die Gründungskonferenz der Vereinten Nationen.
  In den folgenden Jahren wurden vor allem Russen, Ukrainer und Weißrussen, aber auch Angehörige anderer Sowjetvölker auf der Halbinsel angesiedelt, darunter sowohl Arbeiter und Bauern als auch Vertreter des Parteiapparats. Als >Ersatz< für die deportierten Völker sollten sie zum einen die durch die Vertreibung entstandene wirtschaftliche Lücke füllen und zum anderen den forcierten Wiederaufbau der Krim gewährleisten. Nachdem bereits Lenin 1920 die Krim per Dekret zum >Erholungsort für die Werktätigen< gemacht hatte, entstanden neben den vielen Sanatorien entlang der Küste auch eine Vielzahl neuer Ferienhäuser und Regierungsdatschen.
  Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 300. Jahrestag des Perejaslav-Vertrags - einem aus russisch-sowjetischer Sicht als russisch-ukrainisches Bündnis interpretierten Abkommen aus dem Jahr 1654 - wurde die Krim 1954 an die Ukrainische SSR übertragen. Diese Entscheidung wird allgemeinhin Nikita Sergeevic Chruscev zugeschrieben. Archivmaterialien stützen diese These allerdings bisher nur begrenzt. Es ist durchaus plausibel, daß Chruscev auf einer Krimreise im Herbst 1953 zu dem Schluß gelangte, daß die Angliederung der Krim an die Ukraine einen gezielteren Wiederaufbau der im Vergleich zurückgebliebenen Region beschleunigen könnte. Kurz darauf unterbreitete er diese Idee, die ihm einem zeitgenössischen Augenzeugenbericht zufolge bereits 1944 in einer Auseinandersetzung mit Stalin kam, seinen Parteikollegen in Kiew und Moskau. Im Jahr 1954 war Chruscevs eigene Machtposition jedoch noch keinesfalls so gefestigt, daß er eine derartige Entscheidung im Alleingang hätte umsetzen können. Der KrimTransfer ging als Symbol der >brüderlichen sozialistischen Verbundenheit< in die sowjetische Historiographie ein.
  Die Zugehörigkeit der Krim zur ukrainischen Sowjetrepublik spielte zu Sowjetzeiten keine besondere Rolle, noch dazu war die Verschiebung administrativer Grenzen keine Seltenheit in der Sowjetpolitik. Im Falle der Krim erwies sich das >Geschenk< von 1954 jedoch als Spätzünder mit politischer Sprengkraft. Ende 1991, nachdem die Putschisten den letzten sowjetischen Staatspräsidenten Gorbacev in seinem Urlaubsort auf der Krim vorübergehend festgesetzt hatten und das sowjetische Riesenreich nach dem mißglückten Staatsstreich in unabhängige Staaten zerfiel, wurde die Frage nach der Zugehörigkeit der Schwarzmeerhalbinsel wieder akut.

Die russisch-ukrainischen Beziehungen

Die post-sowjetische Krim-Problematik wurde maßgeblich von russisch-ukrainischen Auseinandersetzungen geprägt. Bereits im November 1990 schlossen die Ukraine und Rußland ein Abkommen, in dem unter anderem die Unverletzbarkeit der Grenzen beider Unionsrepubliken vereinbart wurde. Doch schon bald nach der Unabhängigkeitserklärung der Ukraine am 24. August 1991 verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Rußland tat sich schwer mit der Zugehörigkeit der Krim zur unabhängigen Ukraine. Dabei hatte Moskau nicht nur die Schwarzmeerflotte mit ihrem Hauptstützpunkt Sevastopol' im Auge. In der Rhetorik prominenter russischer Politiker und Medien war immer häufiger vom Schutz der Interessen der russischen Bevölkerungsmehrheit auf der Krim und der angeblichen Ukrainisierung der Halbinsel die Rede. Im Dezember 1991 hatte sich die Bevölkerung der Krim mit einer knappen Mehrheit (54 Prozent) für die ukrainische Unabhängigkeit ausgesprochen, in der Hoffnung auf einen baldigen wirtschaftlichen Aufschwung, den auch der Westen für die Ukraine vorhersagte. Doch schon kurze Zeit später, als diese Aussichten als leere Hoffnungen hinter dem Horizont der ukrainischen Realität verschwanden, richteten sich die enttäuschten Blicke vieler Krimbewohner auf den großen Nachbarn Rußland. Das russische Parlament erwog 1992, das >Geschenk< Chruscevs auf seine Verfassungskonformität hin zu überprüfen, und rief das Parlament in Kiew auf, dasselbe zu tun. Noch im selben Jahr erklärte das russische Parlament die Entscheidung von 1954 als verfassungswidrig.
  Nach der Wahl Leonid Kucmas zum Präsidenten der Ukraine im Juli 1994 entspannte sich das Verhältnis etwas. Vor allem die Bevölkerung der Krim hatte mit überwältigender Mehrheit für Kucma, der auf einer Plattform für ein engeres Verhältnis zu Rußland angetreten war, gestimmt. Doch auch für Kucma war und blieb die Krim als Bestandteil der Ukraine unumstritten, und so erteilte er den separatistischen Bestrebungen des Stadtrates von Sevastopol', der sich im Herbst 1994 einmütig zu Rußland gehörig erklärte, eine deutliche Absage.
  Gerade die russisch dominierte Stadt Sevastopol' ist eng mit der Schwarzmeerflotte verbunden und bemühte sich lange, deren Aufteilung zwischen den großen slawischen Nachfolgerepubliken zu verhindern. Dennoch war es 1997 soweit: In rund 20 Dokumenten wurde die Aufteilung der einstigen sowjetischen Schwarzmeerflotte zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation endgültig im Zusammenhang mit dem lange hinausgezögerten russisch-ukrainischen Freundschafts vertrag geregelt. Es entstanden die offiziellen Seestreitkräfte der Ukraine (119 Schiffe im Jahr 2000) sowie die russische Schwarzmeerflotte (380 Schiffe im Jahr 2000). Die Ukraine hatte auf einen Teil der Flotte verzichtet, um durch diese Wertobjekte die hohen Energieschulden an Rußland etwas zu verringern. Keines der Schiffe auf dem Territorium der Ukraine - dazu gehören auch Unterseeboote - ist mit Atomwaffen bestückt oder atombetrieben. Die Verträge von 1997 geben der Russischen Föderation das Recht, auf dem Territorium der Ukraine (Sevastopol' sowie der Luftwaffenstützpunkt Gvardejskoe bei Simferopol') bis zu 25 000 Soldaten, 132 gepanzerte Fahrzeuge und 22 Flugzeuge zu stationieren. Rußland mietet zur Zeit einige zentrale Buchten von Sevastopol' und hat damit deren Zugehörigkeit zur Ukraine indirekt anerkannt. Die neueste, durch wirtschaftliche Abhängigkeit bedingte Annäherung der Ukraine an Rußland hat Anfang 2001 zu Gesprächen über eine gemeinsame Kontrolle über die beiden Teile der Flotte sowie gemeinsame Manöver geführt. Auf diese Weise versucht Rußland, den wiederholt vor der Krimküste abgehaltenen NATO-Manövern unter ukrainischer Beteiligung entgegenzuwirken.
  Außenpolitisch hat die Krim in der post-sowjetischen Zeit zur Behauptung ukrainischer Unabhängigkeit gegenüber Rußland beigetragen. Innenpolitisch hat der langwierige nationale und regionale Verfassungsprozeß einen Beitrag zur Definition des ukrainischen Staates geleistet und einer ausgrenzenden ethnischukrainischen Identität effektiv einen zusätzlichen Riegel vorgeschoben. Wider Erwarten ist auf der Krim nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion kein regionaler oder gar internationaler Konflikt eskaliert. Ein ethno-regionaler Konflikt konnte auf der Krim durch ein Zusammenspiel von vier Faktoren vermieden werden: Die historisch bedingte nationale Vielfalt der Krim hat die Herausbildung von klaren ethno-politischen Fraktionen verhindert. Darüber hinaus erwies sich regionaler russischer Nationalismus nach 1991 als ein temporäres Phänomen. Die russische Nationalbewegung scheiterte an ihrem Versäumnis, auf die dringenden sozioökonomischen Probleme der Region einzugehen. Das Ausbleiben expliziter außenpolitischer Unterstützung - seitens der Russischen Föderation oder der Türkei - etablierte die Krim als innenpolitisches und regionales Problem der Ukraine.

Die Krim und ihre jüngste Geschichte

Das Thema >Krim-Autonomie< gelangte schon vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion auf die politische Tagesordnung und ist seitdem beständiges Instrument in der regionalen, nationalen und internationalen Politik geblieben. In einem regionalen Referendum - dem ersten seiner Art auf dem Territorium der gesamten Sowjetunion - sprach sich am 20. Januar 1991 eine überwältigende Mehrheit (93 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 80 Prozent) der Krimbevölkerung für eine Krim-ASSR innerhalb der Sowjetunion aus. Das Zentrum sah sich gezwungen einzulenken und schuf eine ASSR innerhalb der Ukrainischen SSR. Mit dem Ende der UdSSR fiel die Krim mit ihrem neuen Autonomiestatus somit direkt an die Ukraine. Der Zeitraum 1991 bis Anfang 1994 mit seinen zwei Krimverfassungen legte den Grundstein für den vielbeschworenen Krim-Separatismus. Während die moderate, im Obersten Sowjet der Krim vertretene sowjetische Elite die Forderung nach mehr Autonomie hauptsächlich mit wirtschaftlichen Vollmachten verband, konzentrierte sich die erstarkende russisch-nationalistische Bewegung auf politische Vollmachten, die sie aus kulturellen Charakteristika der Krim und den historischen Beziehungen zu Rußland ableitete.
  Diese beiden Positionen fanden in der ersten post-sowjetischen Krimverfassung vom 6. Mai 1992 ihren Ausdruck, die im Namen des >multi-ethnischen Volkes der Krim< (mnogonacional'nyj narod Kryma) die >Republik Krim< als >Staat< (gosudarstvo) mit Souveränität über das eigene Territorium, einschließlich aller Ressourcen und unabhängiger internationaler Beziehungen, bezeichnete. Regionale Institutionen wie das Krimparlament und die Krimregierung wurden als >staatliche Organe< (gosudarstvennye organy) aufgeführt, eine unabhängige Judikative benannt und die regionalen Sicherheitskräfte der regionalen Oberhoheit unterstellt. Zwar wurde Russisch als offizielle Amtssprache benannt, doch drei Sprachen (Russisch, Ukrainisch und Krimtatarisch) wurden als >Staatssprachen< der Krim definiert. Wenngleich diese Verfassung zum Symbol des Krim-Separatismus wurde, so blieb Ambivalenz ihr Hauptcharakteristikum: Artikel 9 der KrimVerfassung bezeichnete die Krim als Teil der unabhängigen Ukraine und stellte die Beziehungen zwischen Kiew und Simferopol' auf die Grundlage eines bilateralen Vertrags. Das ukrainische Parlament setzte diese Verfassung umgehend außer Kraft und ersetzte sie durch eine Kompromißverfassung (25. September 1992), die zwar wichtige Vollmachten der Krim-Institutionen intakt ließ, die Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine jedoch deutlich hervorhob. Beiden Verfassungen lag eine territoriale Autonomievorstellung zugrunde.
  Die euphorische Wahl des ersten und letzten Krimpräsidenten, Jurij Meskov, im Januar 1994 markierte den Beginn eines neuen Abschnitts in der post-sowjetischen Geschichte der Krim-Autonomie. Diese zweite Phase war durch den raschen Aufstieg und Fall der regionalistischen und separatistischen Kräfte des >Blok Rossija< gekennzeichnet. Präsident Meskov ging mit Rußland auf Tuchfühlung und plante eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die russischen Nationalisten hatten den emotionalen Zuspruch der russischsprechenden Bevölkerung jedoch rasch ausgereizt. Nur die unter Meskov auf Moskauer Zeit umgestellten Uhren (die eine Stunde Zeitunterschied zur übrigen Ukraine bedeuteten) zeugten noch für einige Jahre von der Stimmung dieser Phase. Das Versäumnis der russischen Nationalisten, ihre Rhetorik mit einem konkreten sozio-ökonomischen Programm zu untermauern, kostete sie die Unterstützung der russischen beziehungsweise russifizierten Krimbewohner.
  Mit dem >Gesetz über die Autonome Republik der Krim< unterstellte sich der ukrainische Präsident Leonid Kucma im März 1995 die Region, schaffte das auf regionaler Ebene eingeführte Amt des Krimpräsidenten wieder ab und stellte dem Krimparlament ein Ultimatum für eine neue Krimverfassung. Die Reaktion Kiews erfolgte zu einem politisch günstigen Zeitpunkt, als Rußland vollauf mit seinen internen Problemen, vor allem dem Tschetschenienkrieg, beschäftigt war. Mit dem präsidialen Eingriff in die sich verselbständigende Krim-Autonomie befand sich die verfassungsmäßige Ausgestaltung der Autonomie erneut in einem Anfangsstadium. Persönliche Machtkämpfe innerhalb der regionalen politischen Elite sowie das Verhalten des >Blok Rossija< kosteten die Krim einen maßgeblichen Teil der dem Zentrum eingangs abgerungenen Vollmachten.
  Die letzte Phase des Verfassungsprozesses wurde durch die Verabschiedung eines noch unfertigen Gerüsts der Krimverfassung im April 1996, gefolgt von der Annahme der neuen ukrainischen Verfassung im Juni 1996, eingeleitet. Auf der Grundlage eines zeitweiligen Konsenses unter den regionalen Eliten gelang es, das Prinzip der Krim-Autonomie aufrechtzuerhalten, obgleich das ukrainische Parlament bereits eine Streichung jeglicher Autonomierechte diskutiert hatte. Die zeitliche Abfolge - die Ratifizierung der nur in Teilen fertiggestellten Krimverfassung, gefolgt von der nationalen Verfassung - erwies sich im nachhinein als geschickter Schachzug und Mittel der Konfliktprävention. Die ukrainische Verfassung geht auf die >Autonome Republik der Krim< ein, der eine eigene Verfassung, ein regional gewähltes Parlament und eine Regierung zugebilligt werden. Es gab Diskussionen über eine im Vergleich zu anderen Regionen stärkere Kontrolle der Krim durch die Anwesenheit eines speziellen regionalen Vertreters des Präsidenten und der von Kiew kontrollierten Sicherheitskräfte.
  Bei der Debatte über die Relevanz der Krim-Autonomie sollte jedoch nicht übersehen werden, daß auch einer teils symbolischen Autonomie eine wichtige Funktion bei der Konfliktregulierung zukommt. Durch die ukrainische Verfassung von 1996 ist der Konflikt zwischen Zentrum und Peripherie institutionalisiert und das Prinzip der Krim-Autonomie im ukrainischen politischen System verankert worden. Nach der Ratifizierung der Teilverfassung zerfiel der Minimalkonsens auf der Krim erneut in wirtschaftlichen Auseinandersetzungen und Kämpfen zwischen verschiedenen Klan-Gruppierungen. Letztlich schloß sich der Kreis der regionalen Verfassungsgebung am 23. Dezember 1998 mit der Ratifizierung der neubearbeiteten und vervollständigten Fassung der Krimverfassung durch das ukrainische Parlament. In der Schlußphase wurde der Vorsitzende der Kommunistischen Partei der Krim, Leonid Grac, zur Schlüsselfigur. Seine in der Legislaturperiode von 1994 bis 1998 nur durch zwei Abgeordnete im Krimparlament vertretene Partei ging aus den Parlamentswahlen im Frühjahr 1998 als stärkste regionale Kraft hervor.
  Die >unendliche Geschichte< der Krim-Autonomie endete mit einer Verfassung, die beide Prinzipien - Krim-Autonomie und Bindung an den ukrainischen Staat - wiederholt festschreibt. Das Krimparlament wird nun als >repräsentatives Organ< (predstavitel'nyi organ) bezeichnet, das lediglich das Recht hat, normative Regelungen ohne Gesetzeskraft (normativnye akty) zu verabschieden. Es ist ein gewisser Spielraum geblieben, vor allem für wirtschaftliche Autonomierechte und Sonderregelungen im Kultur- und Bildungsbereich, die durch entsprechende nationale Gesetzgebung ausgestaltet werden könnten. Zusammen mit den dringend notwendigen Wirtschaftsreformen bleibt die Umsetzung des zugebilligten, wenngleich begrenzten Autonomiestatus' nach wie vor eine der Hauptaufgaben der Regionalpolitik.
  Die Parlamentswahlen im März 2002 haben die regionale Vormachtstellung der Kommunisten eingeschränkt: Trotz Stimmeneinbußen zwar nach wie vor stärkste Partei im Regionalparlament, steht die stark verkleinerte kommunistische Fraktion nun einer pragmatischen, zentristischen Mehrheitskoalition gegenüber.

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Der Liwadija-Palast

Die frühere Zarenresidenz Liwadija liegt nur etwa drei Kilometer westlich von Jalta. Seit 1860 war das Landgut im Besitz der Romanovs, die hier in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts einen kleinen Palast bauen ließen. Um das Landgut herum, zu dem auch einige Weinberge gehörten, entstand ein Dorf mit einigen Dutzend Einwohnern, die entweder im Weinbau beschäftigt waren oder als Bedienstete der Zarenfamilie arbeiteten. Noch heute ist ein Gebäude mit einem kleinen Turm und zwei Pferdeköpfen auf dem Dorfplatz zu sehen: Hier waren die Pferde des Zaren untergebracht.
  Dem letzten Romanov, Zar Nikolaj II., war der bisherige Palast zu klein, und so ließ er in den Jahren 1910 bis 1912 den heutigen Weißen Palast errichten. Inmitten eines 40 Hektar großen Parks, der in den 1840er Jahren angelegt wurde und eine Vielzahl von Kolonnaden, Lauben und Springbrunnen enthält, liegt der Palast, ein beeindruckendes Gebäude im Stil der italienischen Frührenaissance. Doch auch Elemente der Gotik und des Empire flossen in die Architektur mit ein.
  Die große Außentreppe an der östlichen Fassade führt zu einer Säulengalerie hinauf. Von hier aus hat man einen herrlichen Blick auf die Bucht von Jalta. An den Westteil des Palastes grenzt eine kleine Kirche, die Himmelfahrtskirche. Sie wurde 1863 im byzantinischen Stil errichtet. Davor erstreckt sich ein italienischer Innenhof, eingeschlossen von einem Bogengang aus dorischen Säulen. Das schmiedeeiserne Tor, das in den Innenhof führt, wurde von italienischen Künstlern angefertigt. In der Mitte des Hofes steht ein kleiner Springbrunnen aus Marmor. Nicht weit vom Glockenturm der Himmelfahrtskirche entfernt befindet sich eine Säule aus grauem Marmor mit arabischen Schriftzeichen. Vermutlich gelangte sie nach dem russisch-türkischen Krieg 1877 bis 1878 nach Liwadija.
  Die spätklassizistische Großzügigkeit findet sich auch in den Gemächern des Palastes. Prunkvolle Räume im Stil des Empire spiegeln den verschwenderischen Lebensstil der Zarenfamilie wider. Der Palast ist reich ausgestattet mit buntem Marmor, Mosaiken und riesigen Spiegeln. In Liwadija läßt sich die elegante Dekadenz der ausgehenden Zarenherrschaft nachempfinden. Im Jahre 1925 wurde die vormalige Zarenresidenz aufgrund des Leninschen Dekrets in das größte Sanatorium für die >Werktätigen< des >Arbeiter- und Bauernstaates< umgewandelt.
  Berühmt wurde der Weiße Palast, als sich hier im Februar 1945 Churchill, Roosevelt und Stalin zur Konferenz von Jalta trafen. Die großen Drei besprachen die Nachkriegsziele der Anti-Hitler-Koalition und legten damals unter anderem die genaue Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen fest. Außerdem einigten sie sich über die Notwendigkeit einer internationalen Friedensorganisation und vereinbarten eine Konferenz zur Gründung der Vereinten Nationen. Auch heutzutage finden im Palast von Liwadija oft politische Treffen und Konferenzen statt. So versammelten sich im Herbst 1999 die Premier- und Außenminister der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) im >Weißen Saal< (Konferenzsaal von 1945), unter ihnen auch der gegenwärtige russische Staatspräsident Vladimir Putin.
  Im Jahre 1974 wurde im Palastgebäude ein Museum eingerichtet, während die übrige Anlage noch als Sanatorium genutzt wird. Zu sehen sind zahlreiche Gemächer, darunter auch die Räume, in denen der amerikanische Präsident Roosevelt während der Konferenz von Jalta wohnte. Als Konferenzraum diente der >Weiße Saal<, der eigentliche Gala- und Ballsaal des Palastes. Der Tisch, an dem die Teilnehmer der Konferenz saßen, ist zur Zeit aber in einem Vorraum zu besichtigen. Für politische Anlässe und aufgrund anderer Veranstaltungen zahlungskräftiger Gäste, für die der >Weiße Saal< hin und wieder genutzt wird, ist hier mittlerweile ein größerer Tisch aufgebaut. Die Ausstellung zeigt weiterhin eine Fülle von Dokumenten, Fotos und Kommuniqués der Konferenzteilnehmer. Unterzeichnet wurden die Verträge am 11. Februar 1945 im Billardraum, während der Konferenz befand sich hier der Speisesaal.
  Wenn man nicht genug Russisch kann, um einer Führung durch den Palast sprachlich zu folgen, ist es sicher am einfachsten, sich der erstbesten Gruppe anzuschließen und im Palast die englischsprachigen Schilder zu lesen, die in jedem Raum aushängen. Auf zwei Dinge sollte man aber achten, um nicht in unschöne Diskussionen mit den forsch auftretenden Museumswärterinnen verwickelt zu werden: Am Eingang werden Überziehschlappen vergeben, ohne die der Palast nicht betreten werden darf, sonst gibt es Ärger. Und bleiben Sie immer bei Ihrer Gruppe, >Nachzügler< werden hin und wieder zur Ordnung beziehungsweise Eile gerufen. Im Herbst oder Frühling geht es viel ruhiger zu, und die Angestellten haben sogar Zeit für einen gemütlichen Schwatz.
  Ein besonderer Leckerbissen bietet sich in Liwadija Liebhabern von Orgelmusik. Im erst kürzlich restaurierten Gebäude des ehemaligen Elektrizitätswerks des Palastes befindet sich die mit über 4600 Pfeifen größte Orgel der Ukraine. Das Instrument wurde 1998 von der Orgelbaufirma >Liwadija< erbaut und gilt als beste Orgel ihrer Art auf dem Gebiet der ganzen ehemaligen Sowjetunion. Täglich um 15.30 Uhr und um 20 Uhr werden Konzerte geboten; ul. Baturina 4, Tel. 0654/ 3156 78 oder 312515.
  Neben dem Palast gibt es ein Restaurant, das zu einer längeren Pause einlädt, außerdem bieten etliche Eis-, Getränke- und Imbißstände eine Stärkung.

Reise-Information:
Vom Busbahnhof in Jalta aus ® kann man mit der Buslinie 11 oder mit einer der Sammeltaxen nach Liwadija fahren oder auch zu Fuß durch den Jurij-Gagarin-Park gehen. Der Weg entlang der Küste dauert zwischen einer halben und einer Stunde. Eine weitere lohnende Anfahrtsmöglichkeit ist die per Boot. Die Anlegestelle befindet sich in Liwadija direkt unterhalb des Palastes, was allerdings bedeutet, daß man noch einen etwa 15minütigen Aufstieg vor sich hat - es sei denn, der Lift knapp oberhalb der Anlegestelle wird doch noch einmal wieder in Betrieb genommen.
  Der Weg zum Palast beginnt zunächst als Treppe direkt gegenüber vom Anleger, führt am Ende der Treppe links die Straße bergauf bis zur oberen Liftstation - an dieser nach links von der Hauptstraße abbiegen und dem Weg bis zum Palast folgen.
  Für den Palast von Liwadija gelten für Touristen folgende Öffnungszeiten: Mai bis November täglich von 10 bis 17 Uhr, mittwochs geschlossen; Dezember bis April täglich von 10 bis 16 Uhr, montags und mittwochs geschlossen. Während der Hauptsaison ist die Besichtigung nur in Gruppen möglich.
Weitere Informationen unter http://home.cris.net/~hmv.

Das Schwalbennest

Unterhalb von Gaspra ragt das Kap Aj-Todor mit seinen drei steilen Ausläufern ins offene Meer hinaus. Bereits in der Antike war das Kap von Griechen und Tauriern bewohnt. Wie archäologische Grabungen beweisen, siedelten auch die Römer hier. Im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung errichteten sie eine Befestigungsanlage, die durch zwei Verteidigungslinien mit Türmen geschützt war. Rund um die Anlage erhielten verdiente Legionäre und Veteranen Land, auf dem sie sich niederließen. Wie lange sich die Römer an diesem Punkt der Südküste aufhielten, ist noch unklar. Knapp 700 Jahre später gründeten byzantinische Mönche auf dem mittleren Felsen ein kleines Kloster, von dem jedoch heute nichts mehr erhalten ist.
  Nachdem die Krim von Rußland annektiert worden war, ließ sich ein russischer General an diesem unzugänglichen Fleckchen auf dem mittleren der drei Ausläufer des Kaps Aj-Todor ein kleines Sommerhaus bauen. Als sich Jalta dann im 19. Jahrhundert zum beliebten Kurort entwickelte, erwarb eine betuchte Moskauer Dame das Anwesen. Sie ließ die Datscha des Generals abreißen und baute ihrerseits ein kleines Schlößchen auf den Felsen.
  Noch einmal wechselte der Besitzer, als 1911 der in Baku ansässige deutsche Baron von Stengel der Moskauer Dame den Felsen samt Schloß abkaufte. Baron von Stengel hatte in Baku viel Öl aus der Erde und damit offensichtlich eine Menge Geld in seine Taschen gefördert. Für seine Geliebte ließ der Ölmagnat das Schloß komplett umbauen, und so entstand ein zierliches Märchenschloß im Stil gotischer Rheinburgen. Im Jahre 1914 verkaufte der Baron das Schwalbennest und der neue Besitzer eröffnete hier ein kleines Restaurant. Ein Erdbeben ließ 1927 das neo-gotische Gemäuer beinahe ins offene Meer stürzen, als Teile des Felsens abbrachen. Erst in den 1970er Jahren wurde das Schloß, das seit dem Erdbeben über den Fels hinausragt, mit Beton abgestützt.
  Heute ist das Schwalbennest, das 40 Meter über dem Meer waghalsig am Felsen klebt, das Wahrzeichen der Südküste und der Krim überhaupt. Mit seinen zahlreichen kleinen Türmchen, Zinnen und Erkern wirkt es wie eine Miniaturausgabe von Schloß Neuschwanstein und will eigentlich nicht so recht an die Krimküste passen. Das Schlößchen ist vielbesuchtes Ziel von Ausflugsschiffen, die zahlreich am Kap Aj-Todor anlegen. Dies ist der schönste Anfahrtsweg, ansonsten fahren aber auch Busse und Sammeltaxis von Jalta aus hierhin. Über 120 Treppenstufen führen zu dem kleinen Märchentempel, in dem mittlerweile wieder ein Restaurant und ein Café mit italienischer Küche geöffnet haben. Noch vor wenigen Jahren wehrte sich die Bedienung bei zu großem Besucherandrang, indem sie das Café kurzerhand schloß. Heute sorgen gesalzene Devisenpreise für einen begrenzten Kreis von Gästen - Hauptgerichte für 45 Hryvna waren im Sommer 2000 eher die Regel als die Ausnahme auf der Speisekarte. Diejenigen, denen der Restaurantbesuch zu teuer oder aufwendig ist, müssen aber auch nicht darben: Aus Ermangelung an anderen Beschäftigungen beim Schwalbennest bieten die zahlreichen Essens- und Getränkestände einen willkommenen Zeitvertreib bis zur Weiterreise.
  Auch wenn es kein Museum gibt, ist der Eintritt in das Gebiet rund ums Schwalbennest nicht umsonst: Zwei Hryvna kostet es, das Schlößchen von Nahem betrachten zu dürfen und an den Ständen mit Schmuck und Erfrischungen entlangzuschlendern. Dieser Eintrittstribut ist Gegenstand zahlreicher Diskussionen, aber dennoch schwer abzuschaffen: Es wird erzählt, daß die Privatfirma, die das Eintrittsgeld verlangt, einen Vertrag mit dem Ort Gaspra abgeschlossen habe, der ihnen das Recht hierzu verleiht. Und die Stadt kommt, obwohl der Unsinn des Eintrittsgeldes allen bewußt ist, nicht aus dem Vertrag heraus.

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Sunday, 20. September 2015
 

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