Tourinfo: Los ging es am Morgen bei mir zuhause, mit leicht mulmigem Gefühl, was mich den auf dieser Reise so alles noch erwarten würde. Schliesslich fährt man nicht alle Tage nach
Russland und dann noch mit dem Motorrad! Trotzdem freute ich mich, dass es jetzt endlich soweit war. Schnell ging es auf dem Münchner Autobahnring A99 Richtung Osten ins “bayerische Hinterland” nach Niederbayern. Über Cham und Weiden
entlang des Böhmerwaldes Richtung tschechische Grenze. Dann machte ich noch schnell einen kurzen Abstecher nach Cheb (Eger) in Tschechien und nach ein paar Kilometern rein nach Sachsen und über Adorf entlang des Erzgebirges zum ersten
Campingplatz nach Ehrenfriedersdorf. Noch schnell das Zelt aufbauen und den 1. Tag langsam auslaufen lassen. Leider lief mir dann noch schnell jemand über die Schnüre des Vorzelts, welche auch prompt ausgerissen sind. So musste ich mir
noch Nadel und Faden besorgen (schenkte mir gleich der Campingplatzbesitzer als er erfuhr wohin ich denn noch fahren will) und nähte mir die Schnüre wieder an.
Am nächsten Morgen ging’s dann frisch ausgeschlafen weiter nach Dresden,
Hoyerswerda, Cottbus nach Guben an die polnische Grenze. Hier in Guben noch ein paar Einkäufe tätigen, und dann Richtung Grenze. War schon einiges los..... doch der deutsche Zollbeamte wollte natürlich gleich meinen Ausweis sehen. Ich
gab ihm daraufhin meinen Reisepass, in dem sich natürlich auch das russische Visum befand (3-teiliges Faltblatt, kyrillische Schrift). Das hat der Zöllner natürlich auch bemerkt, fing an mich etwas merkwürdig anzuschauen und fragte mich
dann ungläubig, ob ich denn wirklich nach Russland fahren wollte... Nunja, ich antwortete ihm, dass ich das in der Tat vorhabe. Er bekam nun doch noch ein leichtes Grinsen im Gesicht, fragte dann ob ich denn auch ne Waffe dabei hätte
(!) und wünschte mir noch viel Glück........
So ging’s weiter nach Polen, und musste dran denken was er denn mit der Waffe nur
gemeint haben könnte....