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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den
Salzburger Hochthron und der Schellenberger Eishöhle
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Trennlinie

auf dem Salzburger Hochthron
in den Berchtesgadener Alpen.
Salzburger Hochthron
1853m

Umgebung nördlicher Untersberg
Das Höhenprofil meiner Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt
aus KOMPASS Wanderkarte 14
Berchtesgadener Land -
Chiemgauer Alpen

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Fotos: © Christian Engl

Salzburger Hochthron, 1853m
(Untersberg)
Thomas-Eder-Steig
Schellenberger Eishöhle
Berchtesgadener Alpen (Bayern, Salzburg)
8. Juli 2016

Wetter: bewölkt, recht warm

am Eingang zur Schellenberger Eishöhle
in den Berchtesgadener Alpen.
Schellenberger
Eishöhle, 1570m

 

Hier können Sie
meine Bergtour als GPX-Datei
herunterladen und auf Ihr Navigationsgerät aufspielen.
( -> Rechte Maustaste: Speichern unter....)
Hier können Sie
meine Bergtour als PDF-Datei
herunterladen und auf Ihrer Wanderung mitnehmen.

 

Start

Gartenau-Gröding, 456m - Bergstation Untersbergbahn, 1776m

Ziel

Schellenberger Eishöhle, 1570m (Berchtesgadener Alpen)

Charakter

Seilbahnfahrt auf den Untersberg. Weg über den Salzburger Hochthron und weiter zur Mittagscharte leicht. Auf dem Thomas-Eder-Steig einige Holztreppen und versicherte Stellen, aber ebenfalls nicht schwer. Rutschgefahr auf den Holztreppen. Für die Eishöhle empfiehlt sich warme Kleidung, Helm obligatorisch (liegen am Eingang bereit).

Höhenunterschiede

Bergstation Untersbergbahn - Salzburger Hochthron: 77m (Aufstieg)
Salzburger Hochthron - Schellenberger Eishöhle: 283m (Abstieg)

Gehzeiten

Bergstation Untersbergbahn - Salzburger Hochthron: 15 min
Salzburger Hochthron - Schellenberger Eishöhle: 1 h

Wegbeschreibung
Recht einfache Wanderung. Sehr interessanter Weg (Thomas-Eder-Steig).
Sehr aussichtsreich!

Fahrt mit der Untersbergbahn von Gartenau-Gröding (A) auf den Untersberg unterhalb des Geiereck, 1776m. Von hier in 15 Minuten auf guten Weg hinüber auf den Salzburger Hochthron, 1853m. Von hier ein wenig abwärts und in leichtem Auf und Ab durch Latschen südwärts in Richtung Mittagscharte. Nun steilerer Abstieg in die Mittagscharte. Nun beginnt der sog. Felsensteig (Thomas-Eder-Steig). Er führt durch die fast senkrechte Felswand des Untersberg. Über steile Holztreppen und Tunnels durch den Berg geht es sehr steil abwärts. Am Ende noch um einen Felsvorsprung herum. Am nächsten Abzweig biegt man links  ab (Wegweiser) und steigt ein wenig steiler den Hang hinauf. Hier befindet sich das Höhlenwärterhäuschen, das schon am Abzweig zu sehen ist. (Führung zu jeder vollen Stunde, Fotos darf man selbst in der Eishöhle machen, auch mit Blitz). Helme sind obligatorisch, sie liegen am Häuschen bereit. Dauer der Führung: ca. 40 Minuten.
Rückweg: wie der Hinweg. (Evtl. noch kurzer Abstecher zur Toni-Lenz-Hütte (15 min zur Hütte)

Huettengrafik
Untersbergbahn, 456m - 1776m
Tel. Bahn: +43-(0)6246-724770
Betrieb von (ca.): ganzjährig
(Mitte April - Mitte Juni und Anfang November - Anfang Dezember wegen Revision geschlossen)

Untersbergbahn, Dr. Ödlweg 2, 5083 Gartenau / Österreich
www.untersbergbahn.at

Huettengrafik
Toni-Lenz-Hütte, 1440m
Tel.: +43-(0)660-6581430 (Sommer)
+49-(0)15111987740 (Winter)
Bewirtet von (ca.): Mitte Mai - Ende Oktober
Betten: 12 -  Matratzenlager: 0 -  Notlager: 0
toni-lenz-huette.de

Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V.
www.eishoehle.net

Trennlinie

Ein paar Bilder während meiner Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Fahrt mit der Untersbergbahn (456m - 1776m) hinauf auf den
Untersberg unterhalb des Geiereck (1806m)

Untersbergbahn
(Talstation)
Blick hinauf auf den Untersberg.
Links neben der Bergstation das Geiereck (1806m).

Salzburg (424m)
Die Salzburger Innenstadt.
Und die Festung Hohensalzburg.

Untersbergbahn
Blick hinab nach Gartenau
und St. Leonhard in Österreich.

Schloss Kleßheim
Red Bull Arena
Blick nach Siezenheim.
Unten die Westautobahn A1.

Untersbergbahn
 (Bergstation)
Herrlicher Blick nach Salzburg.

Flughafen Salzburg
Hier startet gerade ein Flugzeug.
Oben die Red Bull Arena.

Salzburg (424m)
Herrlicher Blick nach Salzburg.
Unten sieht man das Zeppezauerhaus (1663m).

Salzburger Hochthron
(1853m)
Blick vom Geiereck (1806m).
Links erkennt man die Toni-Lenz-Hütte (1440m).

Persönliches Fazit:

Heute hatte ich mir als Ziel die Schellenberger Eishöhle (1570m) ausgesucht. Und da ich heute faul war wählte ich als Aufstiegshilfe die Untersbergbahn in Gartenau (Österreich). Von meinem Campingplatz Mühlleiten in Schönau am Königssee genau 17 km entfernt. Es gibt natürlich auch die Möglichkeit komplett zu Fuß zur Eishöhle zu gehen (am besten über die Toni-Lenz-Hütte). Die einfachste Möglichkeit die Schellenberger Eishöhle zu besuchen ist natürlich die Fahrt mit der Untersbergbahn und dann zur Eishöhle abzusteigen.
Die Talstation (456m) befindet sich in Gartenau knapp hinter der deutsch-österreichischen Grenze im österreichischen
Bundesland Salzburg. Schon während der Seilbahnfahrt hat man eine tolle Sicht auf die Umgebung und die wilde Szenerie des Untersberges. An der Bergstation angekommen ist man erst einmal überwältigt von der herrlichen Aussicht hinüber nach Salzburg. Ich denke, es dürfte der schönste Blick auf Salzburg von einem Berg aus sein. Man erkennt die Festung Hohensalzburg an ihren weissen Gebäuden, natürlich den Flughafen, und im Westen der Stadt auch das Schloss Kleßheim und die viereckige Red-Bull-Arena. Im Osten der Stadt steht der Sender Gaisberg (1288m) auf dem gleichnamigen Berg. Direkt hinter der Bergstation (1776m) befindet sich das Geiereck (1806m). Dort stieg ich bei meinem Rückweg hinauf.

Trennlinie

Wanderung von der Bergstation der Untersbergbahn (1776m)
hinüber zum Salzburger Hochthron (1853m)

Salzburger Hochthron
Auf dem kurzen Weg hinauf zum Gipfel.

Salzburger Hochthron
Rechts sieht man das nahe Geiereck (1806m).
Direkt dahinter befindet sich die Untersbergbahn.

Salzburger Hochthron
(1853m)
Links der Hohe Göll (2522m).
Rechts der Watzmann (2713m) und
der Berchtesgadener Hochthron (1972m).

Der kurze Weg von der Bergstation zum Salzburger Hochthron führt zuerst an der Hochalm (1800m) vorbei. (Wie viele Hochalmen gibt es überhaupt in den Alpen??). Hier ist auch gleich der kurze Abstecher auf das Geiereck möglich (Aber vorteilhafter auf dem Rückweg). Der gute Weg führt in leichten Auf und Ab nach Süden entlang. Schon nach ca. 15 Minuten hat man den Gipfel des Salzburger Hochthron (1853m) erreicht. Der Weg ist leicht und es gibt keine Probleme. Auch die sog. Halbschuhtouristen sind hier oben anzutreffen .

Trennlinie

Das Panorama auf dem Salzburger Hochthron (1853m)

 Chiemgauer Alpen
Links der höchste Gipfel (Sonntagshorn)
in den Chiemgauer Alpen
. Rechts der Hochstaufen
oberhalb von Bad Reichenhall.

Watzmann
Links am Horizont
die schöne Schönfeldspitze (2653m) am Steinerne Meer.

 Schönfeldspitze
(2653m)
Dieser schöne Gipfel überragt das Steinerne Meer
an dessen Südrand. Das Riemannhaus
liegt rechts oben außerhalb des Bildes.

 Hoher Göll
(2522m)
Vom Rauchfang führt der Weg über die Göllleiten auf den Gipfel.
Links vom Rauchfang führt der Schusterweg (Klettersteig) in die Tiefe.

Richtung Dachstein
Blick über Hallein zum Dachstein.

 Watzmann
(2307m - 2713m)
Der Watzmann in seiner majestätischen Ansicht.
Hinter den Watzmannkindern ragt das
Große Wiesbachhorn (3564m) heraus.

 Hochkalter
(2606m)
Den Hochkalter überschritt ich von rechts auf dem Grat zum Gipfel.
Der Abstieg erfolgte hinten im Ofental.
Im Bild sieht man das Stöhrhaus (1894m) unterhalb
des Berchtesgadener Hochthron (1972m).

Leoganger Steinberge
 Loferer Steinberge
Blick über das Plateau des Untersberg.
Der ganze Untersberg wird von vielen Höhlen durchzogen.

Hoher Dachstein
(2995m)
Der knapp 53km entfernte Hohe Dachstein.

 Watzmann
Über dem Watzmannhaus erkennt man
ein wenig die Wegführung auf das Hocheck.

Hoher Göll (2522m)
Rechts hinten sieht man den Hochkönig (2941, Matrashaus).

Berchtesgadener
Hochthron (1972m)
Links der Watzmann (2713m).
Rechts der Hochkalter (2606m).

Watzmann
Die Watzmannfrau mit den Watzmannkindern.
Darüber das 65km entfernte Große Wiesbachhorn (3564m, Glocknergruppe).

Video vom Salzburger Hochthron (1853m)

 

Die Aussicht vom Salzburger Hochthron kann man getrost als fantastisch bezeichnen. Vor dem Wanderer reihen sich förmlich sämtliche Gipfel um Berchtesgaden herum auf. Alleine schon der Blick auf die Sahneseite des Watzmann (2713m) ist einfach nur herrlich. Hier oben erkennt man warum der Berg auch “König Watzmann” genannt wird. (Aber eigentlich vor allem wegen der vielen schrecklichen Geschichten und Sagen um König Watzmann). Von hier aus meint man förmlich der Weg vom Watzmannhaus auf den Watzmann muss extrem steil sein. Nun, er ist schon steil, aber auch nicht so wie es von hier aus erscheint. (Bei gutem Wetter erkennt man hinter den Watzmannkindern einen mächtigen Gipfel. Es ist das Große Wiesbachhorn (3564m) in der Glocknergruppe). Rechts davon sieht man das Stöhrhaus (1894m) unterhalb des Berchtesgadener Hochthron (1972m). Und fast genau über der Hütte ragt der Hochkalter (2606m) mit dem Blaueisgletscher in die Höhe. Weiter rechts sieht man die Leoganger und Loferer Steinberge, davor die Reiteralpe. Noch weiter rechts im Westen dann in der Ferne das Kaisergebirge.
Links vom Watzmann schraubt sich die schöne
Schönfeldspitze (2653m) in die Höhe. Sie überragt das Steinerne Meer. Linkerhand am Horizont schließlich ist der Hochkönig (2941m) mit dem Matrashaus auf dessen Gipfel zu erkennen.
Wieder viel näher ist dann der
Hohe Göll (2522m). Weiter links, aber wieder 53km entfernt, erkennt man das mächtige Dachsteinmassiv mit den Gletschern und dem Hohen Dachstein (2995m).
Auch Salzburg ist immer noch zu sehen. Doch bei dem grandiosen Panorama rückt der Blick nach Salzburg in den Hintergrund.

Trennlinie

Wanderung vom Salzburger Hochthron (1853m) in die Mittagscharte
 
und der Abstieg auf dem Thomas-Eder-Steig zum Eingang der
Schellenberger Eishöhle (1570m)

Mittagscharte
Abstieg in die Mittagscharte.
Links hinten der Watzmann (2713m).

Thomas-Eder-Steig
Im oberen Teil des Thomas-Eder-Steig.
Auf Treppen steigt man den Steilhang hinab.

Thomas-Eder-Steig
Dann geht man durch steile Tunnels im Felsen hinab.

Thomas-Eder-Steig
Auf dem Thomas-Eder-Steig.

Thomas-Eder-Steig
Die steilen Holztreppen in den Tunnels.

Achtung bei Nässe, Rutschgefahr!

Thomas-Eder-Steig
Erbaut in den Jahren 1934-1935.

Thomas-Eder-Steig
Ausblick zum Hohen Göll (2522m).

Thomas-Eder-Steig
Aussicht durch ein Felsenfenster
in die Ostseite des Untersberg.

Thomas-Eder-Steig
In dieser Felswand verläuft der interessante Steig.

Am Kleinen Heubergkopf (ca. 1500m)
Etwas unterhalb des Höhleneingangs.
Hinten der Watzmann (2713m).
Rechts der Berchtesgadener Hochthron (1972m).

Blick zum
Höhleneingang
Rechts sieht man den Höhleneingang mit dem
Häuschen des Höhlenführers am Warteplatz.
Links in den Felsen der Thomas-Eder-Steig.

Der Salzburger Hochthron (1853m) ist der höchste Wegpunkt meiner heutigen gemütlichen Wanderung auf dem Untersberg. Jetzt folgt der Abstieg zur Schellenberger Eishöhle. Der Weg führt südwärts entlang der deutsch-österreichischen Grenze, zuerst immer auf österreichischer Seite. Der Weg ist anfangs nur leicht fallend. Man wandert zwischen den Latschen hindurch in Richtung Mittagscharte/Berchtesgadener Hochthron. Dann wird der Weg steiler abfallend und steiniger. Beim Abstieg in die Mittagscharte überquert man nun die Grenze und befindet sich danach ständig auf bayerischer Seite. Man erreicht die nicht sehr ausgeprägte Scharte, der Weg führt nun nach Osten und erreicht die steilen östlichen Felswände des Untersberg.
Hier beginnt der sehr interessante
Thomas-Eder-Steig. Zuerst steigt man über einige steile Treppen den Hang hinab. Sie sind alle zuerst noch auf den Felsen im Freien und gut gesichert. Nach einigen Metern Abstieg erreicht man den ersten der Felstunnel. In den ziemlich steilen Felstunnel gibt es Holztreppen. Hier ist meist Vorsicht geboten, denn sie sind doch ziemlich rutschig. Die Tunnels sind direkt in den Felsen gebaut worden. An manchen Stellen gibt es Felsenfenster die den Blick in die Ostseite des Unterbergs freigeben. Ein äußerst interessanter Felsensteig der in den Jahren 1934 und 1935 vom Verein für Höhlenkunde Schellenberg gebaut wurde. Am unteren Ende tritt man aus den Tunnels und der Weg führt um eine Felskante herum. Von hier aus kann man die kühne Wegführung hinten den Felsen gut bewundern. Der Weg führt nun in Richtung zur nahen Toni-Lenz-Hütte. Doch zuvor zweigt am zu querenden Hang nach links ein steiler Steig ab (Wegweiser Nr. 463), der hinauf zur Schellenberger Eishöhle führt. Oben am Hang sieht man eine kleine Hütte. Das ist schon das Wartehäuschen des Höhlenführers. Man kann aber auch den Wegweiser zuerst ignorieren und geradeaus in Richtung Toni-Lenz-Hütte weitergehen. Nach wenigen Minuten erreicht man ein Wegkreuz am Kleinen Heubergkopf (ca. 1500m). Hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Ostflanke des Untersberg und Umgebung. Wer will kann noch hinab gehen zur Toni-Lenz-Hütte (1440m, ca. 15 min). Oder man steigt von hier jetzt zur Schellenberger Eishöhle hinauf.

Trennlinie

Die Schellenberger Eishöhle (1570m) am Untersberg

Flyer Eishöhle
Informationen und Wissenswertes zum
Besuch der Schellenberger Eishöhle.

Höhleneingang
Noch war es warm. Doch wenige Schritte nach dem
Betreten der Eishöhle wird es schlagartig wesentlich kälter .

Josef-Ritter-von-
Angermayer-Halle
Die Leiter führt hinab in
die Eishöhle. (Eisfall)

Mein Höhlenführer
Die Treppe war hauchdünn mit Eis bedeckt.
So hatte er sie ein wenig bearbeiten
müssen, damit hier niemand ausrutscht.

Wartehäuschen
Hier warte ich auf den Höhlenführer.
Zu jeder vollen Stunde ab 10.00 Uhr.

Josef-Ritter-von-
Angermayer-Halle
Sie liegt gleich hinter dem Eingang
und ist die größte Halle der Eishöhle.

Eishöhle
Abstieg in die Eishöhle.

Eishöhle
Führung durch die Höhle.

Höhlenhelme
Ein Helm ist Pflicht in der Höhle. Man
nimmt hier einen und passt den Helm an.

Josef-Ritter-von-
Angermayer-Halle
Sie ist 70m lang, 40m breit und 5-8m hoch.
Das Eis hier ist bis zu 30m dick.
Die Temperatur im Sommer beträgt
zwischen -0,5°C und +1,5°C in dem Teil
in dem Führungen stattfinden.

Eishöhle
In der Eishöhle.

Fuggerhalle (1520m)
Am Ende der erreicht man die Fuggerhalle,
den tiefsten Punkt der Führung.

Mein Höhlenführer
Ich war bei der Führung um 11.00 Uhr
sein einzigster Gast
. So bekam ich sozusagen
eine Privatführung durch die Eishöhle .

Josef-Ritter-von-
Angermayer-Halle
Die Leiter links führt 50m hoch zum Dohlenfriedhof.
Viele Skelette von Dohlen (und anderen Vögeln) findet
man dort oben. (Nicht Teil der Führung).

Eishöhle
In der Eishöhle.

Grundriss der Schellenberger Eishöhle
Hier sieht man wie die Höhle
im Ganzen aufgebaut ist.
© Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V.

Ich bin schon am ersten Abzweig nach dem Thomas-Eder-Steig hinauf zur Eishöhle gestiegen. Oben angekommen war es ca. 10.35 Uhr. Es war niemand an der Eingangshütte, so nahm ich an, das gerade die 10.00 Uhr-Führung stattfindet. Also sah ich mich ein wenig um und passte mir meinen Helm für die Führung an. Sie befinden sich in einer Kiste. Ohne Helm darf niemand in die Eishöhle gehen. Um kurz vor 11.00 Uhr kam dann jemand von oben herunter, aus der Höhle. Es war jedoch nur eine einzige Person. Wie sich herausstellte war es der Höhlenführer. Als er dann zu mir kam fragte er mich ob ich denn der Einzigste wäre . Was ich bejahte. Und musste auch gleich dazu sagen das mir eigentlich auch in letzter Zeit niemand begegnete. So warteten wir noch ein wenig hier am Eingang, ob nicht doch noch jemand von der Toni-Lenz-Hütte kam. Währenddessen erklärte er mir noch ausführlich die Umgebung. Doch da immer noch niemand kam machte er mit mir dann sozusagen eine Privatführung durch die Schellenberger Eishöhle.
Von hier zum Eingang der Höhle sind es nur wenige Meter, doch der Höhleneingang ist nicht zu sehen. Erst nachdem man an einer Kante steht öffnet sich vor dem Besucher der
Höhleneingang ein wenig tiefer. Sie ist die einzigste erschlossene Eishöhle in Deutschland. Sie ist nicht mit elektrischem Licht erschlossen, so das die Besucher Karbidlampen mit sich führen um die Höhle auszuleuchten.
Als wir beide zum Eingang abstiegen war es noch recht warm und gemütlich. Doch schon wenige Schritte hinter dem Höhleneingang änderte sich das praktisch schlagartig. Die
Temperatur sank um ca. 20°C innerhalb weniger Meter ab. Zuerst betritt man gleich die größte Halle der gesamten Eishöhle. Die Josef-Ritter-von-Angermayer-Halle. Sie ist 70m lang, 40 Meter breit und fünf bis acht Meter hoch. Und man steht auf einer Eisfläche die bis zu 30 Meter dick ist. Rechts hinten vom Eingang aus gesehen führen Leitern in eine Felsspalte oben in der Wand. Dort oben befindet sich der sog. Dohlenfriedhof. Man findet dort oben zahlreiche Skelette von Dohlen (und anderen Vögeln), die sich vor ihrem Tod dorthin zurückziehen. Leider kann man dort nicht hinaufsteigen. Ich hätte es schon gerne getan. Zum Abstieg in die Höhle geht man über die Eisfläche und hinten neben dem Eisfall eine Wendeltreppe hinab. Danach geht man am sog. Mörkdom vorbei in Richtung Posseltgang. Da die Treppen ein wenig vereist waren, legte mein Höhlenführer kurzerhand Hand an und befreite die Treppe von den Eisflächen. Der Posseltgang führt wieder ein wenig hoch vorbei an mächtigen Eisgebilden. Oben geht es im Moment nicht weiter, sodass man wieder den Posseltgang hinab muss. Dann geht es rechts weiter in die Tiefe. An der tiefsten Stelle der Führung erreicht man schließlich die Fuggerhalle in einer Höhe von 1520m. Sie liegt somit ca. 50 Meter tiefer als der Höhleneingang. Dort sieht man Gebilde von Eisblöcken. Danach geht man wieder zurück in die Josef-Ritter-von-Angermayer-Halle. Interessant wird es nochmals wenn man die Schellenberger Eishöhle verlässt. Jetzt kommt man von ca. 1°C Lufttemperatur innerhalb weniger Meter auf über 20°C. Da zieht man dann schnell wieder die wärmende Jacke aus .
Eine sehr interessante Eishöhle, zudem die einzigste erschlossene in Deutschland. Also sollte man sie auf jeden Fall besuchen, wenn man hier in der Gegend (Salzburg - Berchtesgaden) ist.

Ich machte noch einen kurzen Abstecher zu einem Wegekreuz unten am Kleinen Heubergkopf (1500m). Hier kann man die mächtigen felsigen Ostwände am Untersberg gut sehen. Danach ging ich den gleichen Weg zurück. Aufstieg über den Thomas-Eder-Steig in die Mittagscharte und weiter zum Salzburger Hochthron. Kurz vor der Bergstation bog ich nach rechts ab und in wenigen Schritten steht man oben auf dem Geiereck (1806m). Von hier oben genoss ich nochmals die herrliche Aussicht auf Salzburg und Umgebung. Dann fuhr ich mit der Untersbergbahn zurück in das Tal, womit meine gemütliche und spannende Wanderung beendet war.

Vorwort zur 5. Auflage “Die Schellenberger Eishöhle im Untersberg - Größte Eishöhle Deutschland”
Vefasst und zusammengestellt von FRITZ EIGERT
Höhlenführer von 1957 - 1986
überarbeitet und aktualisiert vom Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V.
© Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V.
Herausgeber: Verein für Höhlenkunde Schellenberg e.V.
Druck: Berchtesgadener Anzeiger
Auflage: August 2001 / 10.000

Seit der offiziellen Eröffnung der Schellenberger Eishöhle am 2. August 1925 sind über 75 ereignisreiche Jahre vergangen. Vor einem dreiviertel Jahrhundert wurde die inzwischen antiquarische Ausgabe der ersten Broschüre der Eishöhle aufgelegt. Die Forschung in den Vorkriegsjahren war finanziell und ideell sehr entbehrungsreich und das darauf folgende Dritte Reich mit dem Zweiten Weltkrieg ließ nur noch wenig Zeit sich der wissenschaftlichen Erkundung der Höhle zu widmen. In den Nachkriegsjahren lief die Forschung nur zaghaft an, denn der Wiederaufbau nach dem wirtschaftlichen Desaster des Krieges nahm die Arbeitskraft der nicht im Krieg Gefallenen in Anspruch. Um den langjährigen Höhlenführer Fritz Eigert, der Verfasser des zweiten Heftes der Höhle war, bildete sich eine Forschergruppe von fünf bis sechs Mann, die sich die Erforschung der umliegenden Höhlen, und im besonderen der Eishöhle, zum Ziel machten. Diese Gruppe erforschte die Eisteile bis in den letzten Winkel und den eisfreien Teil, dem Kaminlabyrinth, bis auf ein paar wenige offene Fortsetzungen. In den Jahren 1965 und 1966 entstand dann der erste, vermessungtechnisch richtige Plan durch Eigert/Seewald. Nach einer längeren Pause von etwa 20 Jahren gelang es dann den Gebrüdern Hallinger Schachtabstiege in die ,Neuen Teile' freizulegen. Die Gesamtlänge bis zu diesem Punkt betrug 650 m. 1986 wurden 440 m neu erforscht und vermessen und in den Jahren 1987 bis 1991 wurde die Gesamtlänge auf 2353 m vorangetrieben. Hieran maßgeblich beteiligt waren die Gebrüder Ludwig und Herbert Hallinger, langjährige Höhlen- und Hüttenwarte des Vereins, als auch eine Gruppe von Forschern, die sich um sie bildete. Nach einer weiteren Pause von 8 Jahren wurde die Forschung 1999 wieder aufgenommen und eine vollkommene Erforschung ist noch nicht abgeschlossen. Im Herbst 1999 konnte die vermessene Gesamtlänge von 2642 m erreicht werden. Die Erforschung gestaltet sich kompliziert, da die großräumigen Höhlenteile bereits Anfang der 90er Jahre vermessen wurden und nun die aufwendigen kleinen Gangsysteme zu erforschen sind.

Bei Redaktionsschluß betrug die Gesamtlänge 3621 m, wobei etwa 400 m erforscht und noch nicht vermessen sind.

Die Höhlenforschung ist nicht nur körperlich, sondern auch finanziell aufreibend, wenn man sich vorstellt. daß die einmalige Ausrüstung eines Höhlenforschers etwa € 1000.- kostet und die Instandhaltung der Ausrüstung im Jahr etwa € 110,- in Anspruch nimmt. Um in Höhlen einigermaßen effizient forschen zu können, muss sich eine Gruppe von mindestens 3 Mann bilden, da nur so in einem Zug erkundet und vermessen werden kann. Geht man von einer gesamten Forschergruppe von 5 bis 6 Mann aus, wird der finanzielle Aufwand deutlich.

 Im Forschungsjahr 2000 wurden insgesamt 270 Stunden in die Forschung und etwa 100 Stunden in die Dokumentation investiert. Sie als Käufer dieses Heftchens tragen einen wesentlichen Teil zur Unterstützung dieser Forschergruppe bei, da der Reinerlös diesen Männern zugute kommt.

Marktschellenberg im Juli 2001
Martin Wagner, Höhlenreferent und aktiver Forscher

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