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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den Kraxentrager
Trennlinie

am Kraxentrager
in den Zillertaler Alpen.
Kraxentrager
2998m

Umgebung Pfitscherjochstraße
Das Höhenprofil meiner Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt
aus KOMPASS Wanderkarte 44
Sterzing - Vipiteno

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Fotos: © Christian Engl

Kraxentrager, 2998m
Landshuter Europahütte, 2693m
(Rifugio Venna alla Gerla)
Zillertaler Alpen (Südtirol)
8. August 2013

Wetter: stark bewölkt,
orkanartiger Sturm (Südföhn)
Der Tag ging in die Geschichte der österreichischen Meteorologie ein.

an der Landshuter Europahütte
in den Zillertaler Alpen.
Durch die Hütte verläuft die Grenze.
Landshuter
Europahütte, 2693m

 

Hier können Sie
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BT-SüTIR-2013-Kraxentrager auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

Pfitscherjochstraße Parkplatz an der 4. Kehre, 1806m (im Pfitscher Tal)

Ziel

Kraxentrager, 2998m (Zillertaler Alpen)

Charakter

Bergwanderung auf meist sehr einfachen Wegen. Auch für Kinder geeignet.
Beim Gipfelaufstieg gibt es eine Kletterstelle mit Fixseilen.

Höhenunterschiede

Pfitscherjochstraße - Landshuter Europahütte: 887m
Landshuter Europahütte - Kraxentrager: 305m
Gesamt: 1192m

Gehzeiten (Aufstieg)

Pfitscherjochstraße - Landshuter Europahütte: 3½ h
Landshuter Europahütte - Kraxentrager: 1 h

Wegbeschreibung
Es gibt eine Kletterstelle beim Aufstieg zum Gipfel (Fixseil, nicht schwierig).

Vom Parkplatz an der 4. Kehre der Pfitscherjochstraße kurz der Straße folgen, dann nach links abzweigen. Weiter oben nach links den Latschenhang queren und steil im Wald bergauf zur verfallenen Grieplalm. Recht flach weiter über eine Wiese, später steiler hinauf bis man den quer verlaufenden Landshuter Höhenweg (Tiroler Höhenweg) erreicht.
Hier nach links weiter und praktisch eben dem Landshuter Höhenweg (Tiroler Höhenweg) folgen. Dem breiten Höhenweg längere Zeit Richtung Westen folgen. Man wandert bis man unterhalb der Friedrichshöhe ankommt (auf dem Gipfel eine Fahne, direkt dahinter befindet sich die Hütte).
Entweder dem Weg um die Friedrichshöhe folgen (geradeaus weiter gehen) oder rechts dem steilen Felshang hinauf. In beiden Fällen steht man recht unvermittelt vor der großen Landshuter Europahütte.
Mitten durch die große Hütte verläuft die Staatsgrenze zwischen Österreich und Italien. Der östliche Teil liegt in Tirol, der größere westliche Teil in Südtirol.
Aufstieg Kraxentrager:
Hinter der Hütte kurzer Abstieg (Wegweiser). Dann folgt man dem breiten Rücken mäßig steil über Felsen zum schon von der Hütte sichtbaren Gipfel. Oben folgt man dem gut begehbaren Grat bis man einen Vorgipfel (Steinmann) erreicht. Dahinter folgt die einzigste Kletterstelle. Man muss nun entlang eines Fixseiles steil absteigen bis man die darunter liegende breite Gipfelflanke erreicht. Ab hier nun wieder steiler werdender Weg bis hinauf zum Gipfelkreuz auf dem Kraxentrager.

Abstieg: wie Aufstieg.

Huettengrafik
Landshuter Europahütte, 2693m (Rifugio Venna alla Gerla - Rifugio Europa)
Tel. Hütte: +39-(0472)-646076
Bewirtet von (ca.): Mitte Juni - Ende September
Betten: 16 -  Matratzenlager: 50  - Notlager: 8
www.europahuette.it

DAV Sektion Landshut, DAV Kletterzentrum, Ritter-von-Schoch-Straße 6, 84036 Landshut / Deutschland
www.alpenverein-landshut.de

Trennlinie

Ein paar Bilder während meiner Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Aufstieg von der Pfitscherjochstraße (4. Kehre) auf dem
Tiroler Höhenweg (Landshuter Höhenweg) zur Landshuter Europahütte (2693m)

Pfitscherjochstraße
An der 4. Kehre der Pfitscherjochstraße.
Hier ist ein Parkplatz und
ab hier besteht ein Fahrverbot.
Blick zur Pletzenspitze (2769m).

Pletzenspitze (2769m)
Auf dem Weg in Richtung Tiroler Höhenweg.
Links das Tal zur Hochfeilerhütte.

Grieplalm (2000m)
An der verfallenen Grieplalm.

Pfunderer Berge
Links das Rote Beil (2949m).
Rechts die Grabspitze (3059m).
Unten das Pfitscher Tal.

Tiroler Höhenweg
Blick in Richtung Sterzing und
Landshuter Europahütte. In der anderen
Richtung liegt das Pfitscher-Joch Haus.

Pfitscher-Joch Haus
(2275m)
Es liegt ganz in Südtirol. Links außerhalb
des Bildes liegt das Pfitscher Joch (2246m).

Hochfernerstock
Links weit oberhalb des Gliderbachs
führt der Weg zur Hochfeilerhütte (2710m).

Tiroler Höhenweg
Blick von der Rollspitz (2850m, links)
bis zur Friedrichshöhe (2713m, rechts).
Direkt dahinter steht die Landshuter Europahütte.

Tiroler Höhenweg
In der Bildmitte sieht man
schon den Kraxentrager (2998m).

Kraxentrager (2998m)
Das Gipfelkreuz auf dem Kraxentrager.

Pfunderer Berge
Am Abzweig zur Beilsteinalm (2019m).
Blick zur Wilden Kreuzspitze (3132m).

Hohe Wand (3289m)
Rückblick hinauf zur Hohen Wand.

Tiroler Höhenweg
Rechts der Hochfernerstock
mit dem Hochfeiler (3509m)
.
Links die Hohe Wand (3289m).

Friedrichshöhe (2713m)
Dahinter liegt die Landshuter Europahütte.
Entweder rechts über die Felsen hinauf oder
nach links um den Gipfel herum zur Hütte.

Pfitscher Tal
Blick durch das Pfitscher Tal
zum Penser Weißhorn (2705m).
Mein Gipfelziel am nächsten Tag.

Persönliches Fazit:

Nach meiner gestrigen Besteigung des Habichts (3277m) fuhr ich noch mit dem Auto über den Brennerpaß nach Sterzing (945m) in Südtirol. Südwestlich von Sterzing in Gasteig liegt der schöne Campingplatz Gilfenklamm . Dort stellte ich mein Zelt für die nächsten Tage auf.
Am heutigen Donnerstag, den 8. August 2013, machte ich dann schon meine nächste Bergwanderung. Ich plante die Besteigung des Kraxentragers. Der Gipfel befindet sich auf der
Grenze von Südtirol (Italien) und Tirol (Österreich) und ist ein Berg, der genau im Alpenhauptkamm steht.
Mit dem Auto fuhr ich nach Sterzing und von hier in das
abgelegene Pfitscher Tal. Dieses Tal trennt die südwestlichen Zillertaler Alpen und die Pfunderer Berge. Die Pfunderer Berge sind relativ unbekannt und ein Teil der Zillertaler Alpen.
Ich erreichte
St. Jakob (1449m), den Hauptort des Pfitscher Tals. Danach wird die Straße mehr oder weniger einspurig. Nach einigen engen Kurven erreicht man Stein (1555m). Hier endet die geteerte Straße, und es beginnt die Pfitscherjochstraße, die einen Naturbelag hat. Und dementsprechend viele Schlaglöcher . Nun fährt man solange hinauf bis man die 4. Kehre (1806m) erreicht hat. Die Straße führt zwar noch weiter hinauf bis zum Pfitscher Joch (2246m), doch an der 4. Kehre stehen Fahrverbotsschilder. Hier gibt es einen recht großen kostenlosen Parkplatz, im Gegensatz zur 3. Kehre (Parkplatz Hochfeilerhütte) .
Die Wanderung zum Kraxentrager beginnt also an der 4. Kehre. Zuerst noch kurze Zeit der Straße folgen, dann zweigt links der Weg zur Europahütte ab. Man steigt hier recht gemütlich empor bis zu einer Weggabelung. Rechts geht es zum Pfitscher-Joch Haus. Ich musste also nach links weiter und in der Folge durch ein großes Latschenfeld. Gleich darauf steigt man recht steil quer in einem
urwüchsigen Wald hinauf. Nach der Steilstufe kommt man zur verfallenen Grieplalm in ca. 2000m Höhe. Hier gibt es nur noch verfallene Hütten und eine flache Wiese. Weiter geht es hier flach nach rechts über diese Wiese und in der Folge über einige Hänge bis man den Landshuter Höhenweg erreicht. Er ist ein Teil des Tiroler Höhenweges.
Hier könnte man nach rechts zum Pfitscher-Joch Haus wandern (40 Minuten). Zur Landshuter Europahütte muss man hier nach links und es dauert noch knapp zwei Stunden bis man dort ist.
Jetzt folgt der
gemütliche Teil der Wanderung. Man folgt dem Tiroler Höhenweg (Landshuter Höhenweg) bis zur Hütte. Der Höhenweg hat meist nur eine geringe Steigung. Es gibt aber auch ein paar steilere Abschnitte. Der Tiroler Höhenweg ist hier in seiner ganzen Länge meist sehr breit angelegt worden. Den ganzen langen Weg kann man links in die Pfunderer Berge schauen. Man sollte auch einen Blick zurückwerfen. Dort kann man nämlich den mächtigen Hochfernerstock sehen.
Während der langen Wanderung fragt man sich, welcher der Gipfel vor einem nun “der Richtige” ist.
Sie sehen alle ziemlich gleich aus. Die Landshuter Europahütte braucht man nicht suchen, denn sie ist von hier aus nie zu sehen . Man sollte die
Friedrichshöhe (2713m) suchen . Das ist einer der Berge vor mir. Zu erkennen ist die Friedrichshöhe an einer Fahne auf dem Gipfel. Hat man ihn entdeckt, weiss man genau wohin die Wanderung führt. Den genau hinter dem Berg auf der abgewandten Seite liegt die Hütte.
Steht man unter der Friedrichshöhe hat man
zwei Möglichkeiten. Entweder gleich direkt hier die Felsen hinaufsteigen und rechts am Gipfel vorbei. Oder geradeaus weiter und linkerhand um den Gipfel herum (einfacher).
Ich ging hier links herum, weil ich den Abzweig in den vielen Felsen übersah. Hat man die Friedrichshöhe umrundet, taucht plötzlich die
Landshuter Europahütte (2693m) vor dem Wanderer auf.

Trennlinie

Die Landshuter Europahütte (2693m)
 Eine Berghütte die gleichzeitig in zwei Ländern liegt (Österreich und Italien).

Blick vom österreichischen Teil
zum italienischen Teil der Hütte.
Die Eingangstüre liegt in Italien.
Die Stufen (und die Sitzbank) davor
befinden sich in Österreich
.
Der (östliche) Tiroler Teil:
Alles links der Eingangstüre und das Nebengebäude.
Der Südtiroler (westliche) Teil:
Alles rechts der Eingangstüre
.

Grenzstein
Der Grenzstein vor der Hütte.
Er zeigt genau zur Eingangstüre der Hütte.
Das Ö steht dabei für Österreich.

Kraxentrager
Blick von der Hütte.
Der Weg verläuft auf dem Grat links zum Gipfel.
Er folgt dabei dem Grenzverlauf.

Die Landshuter Europahütte hat eine recht merkwürdige Eigenheit:
Sie liegt
genau auf der Staatsgrenze von Österreich und Italien.
Steht man vor den Stufen der Eingangstüre ist man noch in Österreich. Tritt man auf die zwei Stufen ist man immer noch in Österreich. Sobald man jedoch durch die Eingangstüre geht ist man in Italien .
Danach steht man im Gang der Hütte (und ist dabei in Italien).
Rechts kommt man in die Gaststube und in die Küche (Italien).
Die
Türen auf der linken Seite des Ganges führen allesamt nach Österreich. Zu erkennen an einer großen Fahne Österreichs mit der Aufschrift Republik Österreich. Eine lustige Kuriosität dieser Berghütte.

Die wechselvolle Geschichte der Landshuter Hütte

Ab etwa 1890 suchte die Sektion Landshut des D.u.Ö.AV nach einem Arbeitsgebiet in den Alpen. Nachdem Pläne im Kaisergebirge 1894 ad acta gelegt wurden, entschied man sich im Juni 1896 aufgrund der durch die Brennerbahn günstigen Verkehrssituation für das Gebiet Wolfendorn-Hühnerspiel als Betätigungsfeld. Gegen Ende des Jahres wurden die Errichtung des Landshuter Höhenweges von Sterzing zum Pfitscher Joch beschlossen und der Standort der Hütte festgelegt. Die Finanzierung der Hütte erwies sich als problematisch, sodass zuerst nur etwa die Hälfte des ursprünglich geplanten Baus in Angriff genommen werden konnte. Darüber hinaus kam es zu weiteren Schwierigkeiten wie einem Streik der Bauarbeiter aufgrund der ungewohnten Höhe und einer Überschreitung der geplanten Baukosten von 11.000 Friedensmark um weitere 6.000 Mark.

Die erste Hütte wurde schließlich im August 1899 eingeweiht und am 6. September dann endgültig fertiggestellt. Die Hütte erwies sich schon schnell als äußerst gut besucht, sodass noch 1899 eine erste Erweiterung beschlossen wurde. In den Jahren 1902 bis 1903 kam es schließlich zu einer bedeutenden Erweiterung, die ein zusätzliches Gastzimmer, eine Veranda, eine Vorratskammer sowie weitere Personalräume beinhaltete. Insgesamt bot die Hütte somit 42 Schlafplätze in 36 Betten und 6 Lagerplätzen. 1905 kam es zu schweren Sturmschäden, der bereits 1906 geplante Bau eines Weges von St. Jakob im Pfitscher Tal dauerte bis 1913. Durch den Beginn des Ersten Weltkriegs war die Hütte ab August 1914 für etwa zehn Jahre unbewirtschaftet. Nach dem Krieg legte die Internationale Grenzregulierungskommission die Grenze mitten durch die Hütte. Nur der östlichste, neueste Hüttenteil verblieb in Österreich und damit bei der Sektion Landshut. Nach einigen ersten Sanierungen in den 1920er Jahren wurde im Sommer 1930 dieser Teil dann durch einen Zubau erweitert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg dauerte es bis 1953, bis nach einer abermaligen Periode des Verfalls mit erneuten Renovierungen des österreichischen Teils begonnen wurde. Während dieser wiedereröffnet wurde, verfiel der italienische Teil zusehends. Aufgrund der schwierigen politischen Situation in Südtirol wurde die Hütte 1966 wieder gänzlich geschlossen. 1972 erfolgte die abermalige Wiedereröffnung des österreichischen Teils. Ab den frühen 1980er Jahren gewann die Idee einer grenzüberschreitenden „Europahütte“ erstmals an Bedeutung. Erste Versuche, auch den italienischen Teil in die Verwaltung durch den DAV einzubeziehen, scheiterten an der komplexen rechtlichen Situation. 1984 konnte schließlich in Zusammenarbeit mit der Sektion Sterzing des CAI eine Lösung gefunden und noch im selben Jahr mit den Arbeiten begonnen werden. 1987 wurde die gemeinsame Bewirtschaftung durch CAI und DAV vertraglich geregelt, am 9. und 10. September 1988 wurde der Abschluss der Bauarbeiten gefeiert. Seitdem wehen auf der Landshuter Europahütte vier Flaggen: die Tiroler, die bayrische, die italienische und die europäische.

(Text aus: Wikipedia)

Trennlinie

Aufstieg von der Landshuter Europahütte (2693m)
auf den Kraxentrager (2998m)

Friedrichshöhe (2713m)
Im Hintergrund sieht
man die Pfunderer Berge.

Kletterstelle
am Vorgipfel
Abstieg vom Vorgipfel
an einem Fixseil.

Pfitscher Tal
Darüber sieht man
die Landshuter Europahütte.

Kraxentrager
(Vorgipfel)
Blick vom Gipfelgrat
zurück zum Vorgipfel.

Kraxentrager (Vorgipfel)
Blick vom Vorgipfel hinüber
zum Kraxentrager. Hinter dem Vorgipfel
folgt eine steile Kletterstelle.

Kraxentrager
(Westflanke)
Der immer steiler werdende
Schlusshang
hinauf zum Gipfel.

Kraxentrager (2998m)
Der leichte Weg folgt nach
dem Abstieg vom Vorgipfel dem
Gratverlauf zum Gipfelkreuz.
Ich musste hier wegen dem Orkansturm meist
etwas links des Grates gehen.
Sonst hätte mich der Orkan noch vom Berg gefegt.

Kraxentrager
(2998m)
Die letzten Meter zum Gipfelkreuz
auf den Fast-3000er Gipfel.

Jetzt stand mir noch der Aufstieg zum Kraxentrager bevor. Eigentlich eine recht gemütliche Angelegenheit. Es gibt nur eine Kletterstelle auf dem einstündigen Aufstieg. Und die ist nicht schwierig, aber doch steil und mit Fixseil abgesichert. Was heute Probleme machte war der immer stärker werdende Orkansturm. Schon bis hierher war es oft recht stürmisch. Doch schon auf dem ersten Teilstück hinauf zum Vorgipfel merkte ich schnell: Jetzt weht ein anderer Wind !
Das Vorankommen wurde mir stark erschwert, denn mir blies der Orkan von rechts und von vorne voll in das Gesicht. Kurz vor dem Vorgipfel ist der Grat relativ schmal, eigentlich völlig unproblematisch. Heute musste man hier extrem aufpassen, um nicht von einer der
extrem starken Orkanböen vom Grat in die steilen Abhänge auf der Tiroler Seite gerissen zu werden !
Eigentlich ging ich nicht mehr,
ich wankte eher dem Vorgipfel entgegen. Ich musste ständig dem Winddruck dagegen halten. Lies er mal kurz nach, wankte ich wieder auf die Südtiroler Seite.
Es wurde ein Kampf gegen den Orkan bis hinauf zum Gipfelkreuz.
(Flüche meinerseits blieben nicht aus ... ).
Am Vorgipfel angekommen, sieht man das letzte Wegstück über die Westflanke. Doch zuerst muss man jetzt einige Höhenmeter an einem Fixseil hinab klettern. Ein schöner Abschnitt heute , denn er lag auf der nördlichen, windgeschützten Tiroler Seite. Nach der kurzen Klettereinlage betritt man den breiten Gipfelgrat.
Und schon begann der Kampf gegen den Orkan erneut. Ich wich nach links in die breite Flanke aus. Denn hier war es etwas weniger stürmisch. Der Weg nimmt nun stetig an Steilheit zu. Zum Gipfel ist es aber nicht mehr weit. Und die letzten Meter hatte ich dann auch bald hinter mir und um 13.00 Uhr betrat ich den
Kraxentrager (2998m). Doch auch hier oben musste ich vorsichtig sein (und mich gut festhalten oder hinsetzen), da die Orkanböen tückisch waren.

Übrigens: Der heutige Tag ging in die Geschichte der österreichischen Meteorologie ein. Am heutigen Tag wurden in Österreich erstmals mehr als 40 Grad Celsius gemessen!
(40,5°C in Bad Deutsch-Altenburg, Niederösterreich, östlich von Wien)
Ich spürte hiervon recht wenig, ganz im Gegenteil. Es war sogar recht kalt hier oben. Doch das sind die Folgen eines orkanartigen südlichen Föhnsturms.

Trennlinie

Die Aussicht vom Kraxentrager (2998m)

Pfitscher Tal
Blick in Richtung Landshuter Europahütte
und das Pfitscher Tal
.

Tuxer Hauptkamm
In der Mitte die Hohe Wand (3289m)
Links: Olperer (3476m) - Fußstein (3380m)
Rechts: Großer Möseler (3480m)

Tuxer Hauptkamm
Links: Großer Kaserer - Olperer - Fußstein
Mitte: Sagwandspitze (3227m) - Schrammacher (3410m)

Olperer (3476m)
Vor dem Olperer der Fußstein (3380m).
Links der Große Kaserer (3263m).
Dahinter liegt das Skigebiet
am Hintertuxer Gletscher
.

Zillertaler Alpen
Blick zum mächtigen Hochfernerstock.
Das Tal rechts führt zur Hochfeilerhütte (2710m).

Großer Möseler (3480m)
Der schwarze Berg darunter
ist der Hochsteller (3098m).

Hochfernerspitze
(3470m)
Und daneben ragt die Pyramide
des Hochfeilers (3509m)
auf.

 Hochfeiler (3509m)
Rechts der höchste Berg der
Zillertaler Alpen
. Über den Südwestgrat erfolgt
der Aufstieg
von der Hochfeilerhütte.

Pfunderer Berge
Blick über das hintere Pfitscher Tal in die
Pfunderer Berge. In der Mitte das Rote Beil (2949m).

Stubaier Alpen
Blick über den Brennerpaß (1370m, unten)
in die Stubaier Alpen.

 Habicht (3277m)
Über diese Seite erfolgt der
Aufstieg von der Innsbrucker Hütte (2369m).
Unter dem Gipfel der Habichtferner.

Beim Aufstieg von der Landshuter Hütte zum Kraxentrager wandert man die ganze Zeit auf dem Alpenhauptkamm entlang. Der Kraxentrager ist ein Berg im Alpenhauptkamm. Die Aussicht war heute leider nicht sehr gut aufgrund des bewölkten Himmels. Trotzdem konnte man recht gut hinüber zum nahen Olperer (3476m) sehen. Direkt davor, fast nicht erkennbar, steht der Fußstein (3380m). Weiter im Osten sieht man den Großen Möseler (3480m) und rechts davon den mächtig hervorragenden Hochfernerstock. Auf ihm thront der sozusagen als Krönung der Hochfeiler (3509m) , der höchste Berg der Zillertaler Alpen. Im Süden sieht man die sog. Pfunderer Berge (Monti di Fundres), eine Untergruppe der Zillertaler Alpen und ganz in Südtirol gelegen. Für die meisten ist diese kleine Berggruppe fast unbekannt, denn es fehlen die großen Namen. Der höchste Berg ist die Wilde Kreuzspitze (3132m).
Die im Westen gelegenen
Stubaier Alpen hingegen kennen wieder die meisten. Doch der Blick dorthin war heute nur sehr eingeschränkt. Außer der Habicht (3277m) war noch relativ gut zu sehen.

Der Abstieg war weiterhin extrem stürmisch bis hinab zur Hütte. Der Regen blieb bis kurz vor dem Ende der Tour an der Pfitscherjochstraße aus. Fünf Minuten davor fing es dann aber doch noch an zu regnen.

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Video vom Gipfel des Kraxentrager (2998m, Zillertaler Alpen)

 

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Letzte Aktualisierung der Seite am :
Tuesday, 08. September 2015
 

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zur Hochfeilerhütte
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auf den Hochfeiler
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