in Skagway und Haines
Vom Denali Nationalpark nach Fairbanks (Fox, Gold Mine) und Tok (Alaska)
Von Tok über den
-> Taylor Highway und Top of the World Highway
-> Dawson City
Von Dawson City
-> Watson Lake und Alaska Highway
nach Dawson Creek
Fahrt in den Jasper Nationalpark (Alberta)
Am Mount Whister (2469m) und Mount Edith Cavell (3369m) (Alberta)
Auf dem Icefields Parkway nach Lake Louise (Alberta)
Von Lake Louise (Alberta) über Kamloops nach Hope ("Rambo") (British Columbia)
Ein Stadtbummel in Vancouver (British Columbia)
Das Gebiet um Whistler Mountain - Coast Mountains (British Columbia)
In Stewart (British Columbia) und Hyder (Die Geisterstadt) (Alaska)
Auf dem Stewart-Cassiar Highway 37 (British Columbia)
In Skagway und Haines (Südost-Alaska)
Rundflug im Kluane Nationalpark (Yukon Territory)
Von Beaver Creek (Yukon) über Glennallen nach Anchorage (Alaska)
In Anchorage (Alaska)
Strecke von Rancheria nach Skagway (Alaska)
-> Haines Junction (Yukon, Kanada)
Am Alaska Highway (Yukon Territory)
Ewig langer Teslin Lake
So macht man hier Urlaub!
Der Geländewagen hängt an dem
nicht sehr großen Motorhome.
Am Klondike Highway bei Carcross
Richtung Skagway (Alaska)
Am Klondike Highway
(Fraser, B.C. - Skagway, Alaska)
Goldsucher am Chilkoot Pass (um das Jahr 1900)
Zug zur Fahrt auf den White Pass
Jefferson Randolph Smith,
alias Soapy Smith (* 1860 - † 8. Juli 1898)
Nummernschild aus Alaska
Das Streckenprofil im Überblick
White Pass & Yukon Route Building
Skagway Camp von 1899
Links der Luxusliner Carnival Spirit
rechts meine Fähre
In einer Stunde von 21.30 - 22.30 Uhr
Dahinter das Lutak Inlet, Lynn Canal
Morgenstimmung
Blick auf Haines (Südost-Alaska)
Schöne Berglandschaft
In Richtung Kanada
1070m hoch in British Columbia
Kälte am höchsten Punkt des Haines Highway
Auf dem Haines Highway nach Haines Junction.
Das Motorrad steht im Moment NICHT auf dem Highway.
Links hinten der Kluane Nationalpark
Landschaft bei Haines Junction
-> Skagway Homepage 1
-> Skagway Homepage 2
-> White Pass & Yukon Route Railway
-> Haines, AK
<- Von Whistler Mountain, Prince George
nach Hyder, Alaska
-> Startseite / Home
-> Mein herrlicher Rundflug im
-> Kluane Nationalpark
TOP
-> Alaska
-> Der Goldrausch
-> White Pass / Yukon Railway
-> Webseite
<- Startseite meiner Alaska/Kanada Motorradtour

 

 

Meine Literaturempfehlungen
(direkt bestellen bei Amazon)

 

Navigationmap
Stationen auf meiner
Kanada/Alaska-Motorradtour

Für  eine größere Ansicht bitte auf die Bilder klicken !
Fotos: © Christian Engl
Die
(Zahlen) zeigen die Lage in der Karte rechts !

22.-24. Tag (29.7.-1.8.2005):
Junction 37 (Alaska Highway) - Haines Junction,
Yukon Territory (714 km)

Fahrstrecke

Auf dem Alaska Highway nach Haines Junction, Yukon
Mit einem Abstecher in die Orte Skagway und Haines (Alaska)
und Weiterfahrt über den Haines Highway nach Haines Junction
am Kluane Nationalpark

Von Rancheria auf dem Alaska Highway / Klondike Highway nach Skagway (Alaska)

Am heutigen Morgen (Sonntag, 31.7.2005) war das Wetter wieder besser, nachdem es in der Nacht zeitweise geregnet hat. Von meinem Zeltplatz an der Station Rancheria ging es los nach Westen auf dem Alaska Highway. Kurz darauf überquerte ich wieder die Continental Divide und kam nach Swift River. Hier gibt es im Grunde genommen nur eine Tankstelle und sonst eher nichts mehr. 105 km später, nachdem der Alaska Highway wieder kurz durch British Columbia führte, kam ich an einem schönen Aussichtsplatz hinunter nach Teslin und zum Teslin Lake, was wieder im Yukon Territory liegt. Nach dem Auftanken ging es 50 km immer entlang am Teslin Lake nach Johnsons Crossing. Nach einer Linkskurve und dem überqueren des Teslin Sees (hier wird der See zum Teslin River) führte mich der Alaska Highway nach Jakes Corner. Sozusagen ein “großer Verkehrsknotenpunkt”. Hier kann man rechts weiter auf dem Alaska Highway nach Whitehorse fahren, oder links auf der Atlin Road nach Atlin, oder wie ich heute, geradeaus auf der Tagish Road über Tagish nach Carcross. Die 55 km lange Tagish Road führt äußerst verkehrsarm durch schöne Landschaften. Bei mir kam vielleicht alle 10 Minuten mal ein Auto vorbei. Vor Carcross wird es dann gebirgiger und nach wenigen Minuten ist man in Carcross am Klondike Highway. Bisher war es heute recht schön und auch ziemlich warm (ca. 23 °C).
 Jetzt ging es dann Richtung Süden auf dem Klondike Highway vorbei an herrlichen,
schimmernden Gebirgsseen (Tagish Lake mit seiner Bove Insel, Tutshi Lake). Die Landschaft wird jetzt zunehmend rauher und unwirtlicher. Der Highway schraubt sich langsam immer höher in die Gebirgslandschaft und die Regenwolken hingen schon drohend über den hohen Berggipfeln. Es wurde jetzt auch zunehmend kälter hier oben. Hinter Fraser zieht der Klondike Highway dann hinauf zur Grenze nach Alaska. Oben an der Grenze am White Pass Summit (1003m) war es dann saukalt und nur noch 11 °C warm, ziemlich windig und ganz schön ungemütlich. Ab hier geht es dann nur noch abwärts, kurze Zeit später kommt noch der amerikanische Zoll/Grenze und in 15 Kilometern erreichte ich Skagway am Taiya Inlet, Lynn Canal. Auch die Uhr musste jetzt wieder eine Stunde zurückgestellt werden (Alaska Time).
 Ich besorgte mir dann als erstes in Skagway ein Ticket für die Fähre hinüber nach Haines. Die Fähre sollte um
20.00 Uhr abends auslaufen und 60 US-$ für mich und das Motorrad kosten. Da noch viel Zeit war machte ich einen kleinen
Stadtbummel durch das historische Skagway.

Swift River Tankstelle
(1)

Teslin - Teslin Lake (2)

Ein Motorhome (2)

Bove Island
Tagish Lake
(3)

Tutshi Lake
Klondike Highway
(3)

Grenze B.C. - Alaska
White Pass (1003m)
(4)

Grenze B.C. - Alaska
White Pass (1003m)
(4)

Trennlinie

Geschichte und Geschichten aus Skagway, Alaska

Hier in Skagway war der Ausgangspunkt des Klondike Goldrausches von 1897/98. Man kann das Gefühl von damals übrigens immer noch erleben, indem man z.B. die Wanderung auf dem weltbekannten Chilkoot Trail macht. Er führt von Skagway über den steilen Chilkoot Pass hinüber nach Kanada zum Bennett Lake. So wie es früher die Goldsucher auf ihrem weiten Weg nach Dawson City machten. Andere nahmen dagegen den längeren, aber nicht so steilen Weg über den White Pass.

Die aktuellen Nummernschilder in Alaska zeigen übrigens die Situation von damals am Chilkoot Pass.

Dann begann die Geschichte der WP&YR. (White Pass & Yukon Route Dampfzug). Vier Männer (Samuel Graves, John Hislop, E.C. Hawkins und Michael J. Heney) begannen mit dem Bau der Strecke am 28. Mai 1898 über den White Pass. Schon am 6. Juli 1899 fuhr der erste Zug zum Lake Bennett. Er kam wieder zurück mit 500.000 $ Klondike Gold. Es arbeiteten zeitweise mehr als 35.000 Arbeiter an der Strecke. Das 10 Mio. Dollar Projekt ist das Ergebnis aus britischer Finanzierung, amerikanischer Planung und kanadischer Ausführung. Nachdem die Linie 1982 eingestellt wurde, öffnete man sie aber 1988 wieder und dient heute als Touristenattraktion.

Bilder © White Pass & Yukon Route

Dann ist da noch die Legende um Soapy Smith (Jefferson Randolph Smith; geb. 1860 Georgia, gest. 8. Juli 1898 Skagway). Er kam im August 1897 nach Skagway, Alaska. Und er hatte eine besondere Geschäftsidee: Die meisten Männer zur damaligen Zeit suchten irgendwo in den Bächen und Flüssen (Klondike Goldrush, Dawson City, Kanada) nach Gold. Soapy Smith jedoch betrieb in Skagway ein Telegrafenamt. Es war zur damaligen Zeit die einzigste Verbindung der Goldgräber zur Außenwelt. Und er verlangte pro Telegramm von jedem 5 Dollar. Doch bald kam das Geschäft zum Erliegen: Jemand fand heraus, das das Kabel vom Telegrafenamt, was nach Seattle führen sollte, schon nach wenigen hundert Metern irgendwo im Schnee endete! Aber Soapy Smith und seine Kumpanen hielten Skagway nach wie vor fest in ihren Händen und terrorisierten die Bürger. Doch am 8. Juli 1898 stellte sich der Landvermesser Reid bei den Docks Soapy Smith entgegen. Es kam zu einer Schießerei, bei der zuerst Smith mit der Winchester auf Reid feuerte. Der aber schoss mit seiner Smith & Wesson zurück. Soapy Smith starb sofort durch einen Schuss ins Herz, Reid 12 Tage später aufgrund der starken Schussverletzungen. Beide Gräber kann man auf dem Gold Rush Cemetery in Skagway sehen.

Trennlinie

Im heutigen Skagway meint man, in die alte Zeit zurückgesetzt zu sein. Überall stehen alte, bunte und sehr gut hergerichtete Häuser. Man hat das Gefühl, im nächsten Moment kommt Soapy Smith auf seinem Pferd um die Ecke geritten. Sehenswert ist die jetzige Touristeninformation. Sie befindet sich in der Broadway St. und hat eine schöne Front. Sie soll original aus dem Jahr 1899 sein und besteht aus Holz. Als ich dann zum Hafen runterging befand sich dort gerade der riesige Luxusliner Carnival Spirit. Und daneben tauchte dann plötzlich meine Fähre auf, die mich am Abend hinüber nach Haines bringt. Was für ein Größenunterschied! Und dann konnte ich auch noch das Ablegen des Riesenschiffes beobachten, was einige Zeit in Anspruch nahm, bis es in der richtigen Lage war und im Taiya Inlet verschwand.

Skagway, Second Ave. (5)

Skagway, Broadway St. (5)

Hafen von Skagway (5)

Trennlinie

1 Stunde Fährüberfahrt von Skagway nach Haines im Lynn Canal

Nun, die Fährüberfahrt gestaltete sich sehr langwierig. Man sagte mir, ich sollte um 18.30 Uhr mit meinem Motorrad am Dock sein. Ich war da, die Fähre auch schon, aber passiert ist dann ewig nichts mehr. Keiner fuhr raus oder rein. So hatte ich viel Zeit, mit zwei Bikern aus Toronto zu quatschen. War sehr interessant, auch ihre zwei heftig umgebauten BMW Motorräder. Im übrigen finden viele hier in Alaska, USA oder auch die Kanadier die Motorräder aus Good Old Germany als mit die besten auf der Welt! Man sieht sie auch entsprechend oft, neben den obligatorischen Harley Davidsons.
 
Und wir warteten und warteten......... den zwei Bikern wurde schon gesagt, SIE sollten um 19.30 Uhr da sein.
 Irgendwann fuhren dann mal die ersten Autos, Motorhomes und Camper auf die Fähre, was sich wieder ewig hinzog. Teilweise wurde auch stark kontrolliert. Und auch das Rangieren mit diesen teils riesigen Motorhomes in der engen Fähre war wohl für manche Fahrer zu viel, was entsprechend Zeit benötigte.
  Um 21.30 Uhr (also 90 Minuten später als geplant, und ich stand hier drei Stunden ziemlich sinnlos rum) ging es endlich auf die Reise. So langsam
wurde es auch schon dunkel und wir mussten ja noch einen Campingplatz in Haines finden. Eine Stunde später legten wir dann nördlich von Haines im Lutak Inlet (einem zweiten Seitenarm des Lynn Canals) an. Da es mittlerweile schon recht dunkel war, gestaltete sich die Suche nach einem Platz etwas schwierig. Ich fuhr mit den zwei Bikern aus Toronto noch weiter weg von Haines nach Norden, da in diese Richtung ein Platz ist. Als wir dort ankamen, war alles stockdunkel und niemand zu sehen. Nach dem Absuchen des steilen Campingplatzes nach einem geeigneten Stellplatz entschieden sich die beiden, doch zum Platz in Haines zu fahren. Obwohl dort nur “Bicycles” zugelassen sind. Nur ich suchte hier im Dunkeln weiter, und dachte ich finde sicher oben im Wald einen Platz.
 Als ich schon alles vom Motorrad herunter hatte und gerade aufbauen wollte, kam ein Truck genau zu DIESEM Platz. Die 2 Frauen erklärten mir, dass DAS ihr Platz wäre, und so musste ich dann weitersuchen. Aber hatte auch gleich einen anderen gefunden. Als ich dort dann alles aufgebaut hatte im Stockdunkeln, kamen dann auch die zwei anderen Biker wieder zurück! Sie fanden dann auch hier noch einen Platz für ihr Zelt. So um
kurz nach Mitternacht sind wir dann in unseren Zelten schlafen gegangen.

Im Taiya Inlet
nach Haines
(6)

Fahrt nach Haines (6)

Trennlinie

Fahrt von Haines, Alaska auf dem Haines Highway nach Haines Junction, Yukon, Kanada

Heute (Montag, 1.8.2005), dem 24. Tag meiner langen Rundreise durch Nordwestkanada und Alaska, ging es dann wieder nordwärts Richtung Haines Junction im kanadischen Yukon. Nachdem allmorgendlichen Zeltabbau ging es zuerst entlang am Lutak Inlet (Alaska State Ferry Terminal) in das Örtchen Haines. Hier musste ich jetzt endlich mal eine Dose Kettenspray besorgen, da die alte zu Ende war. In einem Geschäft für Autoersatzteile wurde ich fündig und mit frisch geschmierter Kette startete ich in Richtung kanadische Grenze. Entlang am Chilkat River ging es vorbei an wolkenverhangenen Bergketten und immer leicht ansteigend. Ab Haines, Alaska, gibt es bis Haines Junction, Yukon, keine weiteren großen Siedlungen mehr über eine Strecke von ca. 230km. 41 Meilen hinter Haines erreichte ich dann die Grenze nach Kanada, und zwar die Provinz British Columbia. Hier oben ist man dann in der nordwestlichsten Ecke von British Columbia. Auf den 75 km bis zum kanadischen Yukon erreicht man auch den höchsten Punkt des Haines Highways, dem Haines Highway Summit (Chilkat Pass) auf 1070m Höhe. Das Wetter bei mir war kalt, bewölkt und ziemlich windig. Und auch die Landschaft hier ist sehr karg, aber faszinierend. Es gibt keine Wälder, nur mit Gras und Büschen bewachsene Felsen. Man fährt für eine längere Zeit durch so eine Art menschenleeres Hochtal. Auf der Westseite dieses Hochtales befindet sich in British Columbia der Tatshenshini Alsek Provincial Park.
 Jetzt kam dann die Grenze zum Yukon Territory und der Haines Highway führte weiterhin durch herrliche, menschenleere Hochgebirgslandschaften. Wenn ich hier mal anhielt,
störte kein Motorenlärm die Stille, denn es kam kein Auto vorbei. Irgendwann kam dann das Fleckchen Klukshu, an dem man vorbeifährt, ohne es zu merken. Jetzt erreicht man auch die Südostecke des Kluane Nationalparks. Auf der rechten Seite meiner Route befindet sich der große Dezadeash Lake (und auch das “gute” Wetter).
 Die Weiterfahrt nach Haines Junction war nicht weniger schön. Der Highway ist hier die
Ostgrenze des riesigen Kluane Nationalparks. Bei mir hingen immer dichte Wolken über den östlichen Gipfeln des Kluane Nationalparks. Ringsherum waren die Wolken wesentlich weniger und die Sonne schien. Das Kluane Nationalparkgebiet ist auch so etwas wie eine große Wetterküche mit den riesigen Gletschern im Park. Kurze Zeit später erreichte ich dann von oben her den Endpunkt (oder Anfangspunkt) des Haines Highway. Ich war in Haines Junction am Alaska Highway.

 Am den morgigen Tag wollte ich dann einen Rundflug durch den Kluane Nationalpark machen. Deswegen besuchte ich das Besucherzentrum in Haines Junction und erkundigte mich nach den Möglichkeiten. Und dort hatte ich ziemliches Glück gehabt. Es waren zwei Besucher aus Deutschland vor mir und hatten mit den Angestellten geredet. Und ich hörte zufällig, dass die zwei genau das gleiche wie ich machen wollten! Das war deshalb von Vorteil, da der Preis für den Rundflug für eine 3-er Gruppe gedacht war. Und so waren wir jetzt genau drei Personen. Wir trafen uns dann noch mal am Haines Junction Airport um heute gleich den Flug für morgen zu buchen. Leider war dort niemand anzutreffen. So beschlossen wir, am Campingplatz in Haines Junction das weitere Vorgehen zu besprechen. Auf diesem Platz übernachtete ich dann auch gleich.

Haines am Lynn Canal (8)

Haines Highway Summit
Chilkat Pass, 1070m
(9)

Haines Campingplatz

Chilkat Range (7)

Haines Highway
Grenze B.C.-Yukon
(10)

Lynn Canal bei Haines (8)

Chilkat Range (7)

Haines Junction
Yukon Territory
(11)

Auffahrt zum
Chilkat Pass
(9)

Haines Junction
Yukon Territory
(11)

Trennlinie
link logo
Trennlinie

Stewart Cassiar Highway nach Stewart-Kanada
und Hyder-Alaska

Ein Rundflug im
Kluane Nationalpark

Letzte Aktualisierung der Seite am :
Sunday, 13. September 2015
 

Trennlinie