auf meiner Motorradtour nach Russland
Meine Fahrt durch Russland nach Moskau
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geografische Lage Russland

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Russischer Rubel
Auf der E20/M11
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nach St. Petersburg
Die U-Bahn von
St. Petersburg
(Metro)
Sankt Petersburg
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Ein Wohngebiet in St. Petersburg
St. Petersburg
St. Petersburg
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St. Petersburg
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St. Petersburg
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St. Petersburg
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St. Petersburg
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St. Petersburg
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Mein Campingplatz in den Valdajhöhen
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Eine typische Tankstelle
in Russland .
Moskau
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Die Stadtgrenze im Moskauer Süden
Moskau
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Moskau
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Das Grabmal des unbekannten Soldaten
an der Kremlmauer
Moskau
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Moskau
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Moskau
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Moskau
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Roten Platz von innen
Moskauer Süden
-> Am RUS-Hotel im Moskauer Süden
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Blick vom Fernsehturm nach Osten
Blick vom Fernsehturm nach Norden
Der Moskauer Fernsehturm
im Stadtteil Ostankino
Blick vom Fernsehturm nach
Süden in das Zentrum von Moskau.
In Moskau Ostankino am Fernsehturm
-> Erholungspark
Moskau
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Ja, das gibt es auch in Moskau.
Moskau
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Moskau
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Grandiose und prachtvolle Bauten
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Liniennetzplan der Moskauer Metro
Straße von
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Mein Campingplatz bei Zheleznogorsk
(80km vor der ukrainischen Grenze)
Mein Russisches Visum von 1996
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Moskau
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Russland

Fläche (km²)

17.075.200

Hauptstadt

Moskau

Landessprache(n)

Russisch und viele andere regionale Sprachen

Nationalhymne

KFZ-Kennzeichen

RUS

Toplevel-Domain

.ru

Geld (Währung)

Russischer
Rubel

 

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Ein paar Bilder aus Russland.
(Für eine größere Version bitte auf das Bild klicken)
Fotos: © Christian Engl

Visum Russland von 1996

Geldwechsel Beleg

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Meine Fahrt nach Sankt Petersburg

Reisebericht: 8.-10. Juli 1996 (Estland nach St. Petersburg)

...und hier an der russischen Grenze ging es dann alles andere als flott über die Grenze. Es gab natürlich zuerst wieder das obligatorische “Zettelchen” und viele, viele staunende Reisende und russische Grenzbeamte! Nach so ca. zwei Stunden war dann alles erledigt, leider hatte ich das wichtigste Dokument nicht in der Tasche und ich dachte auch im ganzen Trubel nicht daran: Das Zolldokument für das Motorrad hatte ich letztendlich NICHT bekommen! (Das sollte sich noch bei der Ausreise in die Ukraine rächen! ) Es hatte die russischen Zöllner auch nicht so sehr interessiert als DAS Motorrad und der Typ der darauf fuhr.
Nach ca. zwei Stunden hatte ich also alles hinter mir, der
Stempel auf dem “Zettelchen” war drauf und weiter ging es zur letzten Schranke, wo ich das “Zettelchen” wieder abgab und die Schranke nach Russland aufging.

Gleich nach der Grenze wollte ich auch gleich die meine ersten “Rubel” eintauschen. Dazu blieb ich am Straßenrand stehen und begab mich in einem Container am Straßenrand, der so aussah, als wenn man dort Rubel bekommen kann.
Nun, Rubel bekam ich recht schnell. Doch im Container wollte dann gleich noch jemand etwas von mir. Er redete in einem Redeschwall auf mich ein , ohne wohl daran zu denken dass ich
eventuell gar nicht russisch verstehe!
Nach dem er ausgeredet hat, kam dann noch jemand dazu (ein schwedischer Geschäftsmann, der russich konnte) und mir dann erklärte, was der Mann hinterm Tresen von mir wollte.
Er wollte mir eine
russische Haftpflichtversicherung für mein Motorrad “andrehen”. Nach einer längeren Diskussion meinerseits mit ihm gab er letztendlich auf.

Wieder draußen auf der Straße war das Motorrad natürlich schon belagert (es folgte das obligatorsiche “Germanija?” und die “Bewunderung” des Motorrads und des Bikers da drauf).

Nach der “Besichtigung” ging es weiter, jedoch gerade mal zwei Kilometer so in etwa, dann war schon die “Milizija” neben mir! (“Was hab ich falsch gemacht dachte ich mir ?”)
Es stiegen zwei junge Beamte aus dem Auto, und wollten anscheinend zuerst alle “Dokumente” kontrollieren. Also alles wieder rausgesucht.
Doch dann “sagte und deutete” er mir sein eigentliches Anliegen. Er wollte
unbedingt eine “Probefahrt” mit meinem Motorrad machen! Der andere meinte schließlich, sein Kollege wäre “Spezialist”.
Der “Spezialist” wollte mich also immer vom Motorrad herunterbekommen, auch schon mal mit den Händen. Meinerseits bekam er immer nur ein “Njet” zu hören...und ich blieb drauf sitzen! Nach einiger Zeit gab er auf, doch er wollte dann doch noch meine
Crossstiefel als Andenken haben (oder auch meine Lederhose gefiel ihm). Er hätte mir dafür seine Armeestiefel gegeben!
Das wäre auch ein netter Tausch gewesen.
Schließlich kam noch ein Milizija-Auto mit einem älteren Herrn darin, der sich das ganze kurz anschaute, und mich dann weiterfuhren ließ. (Es war wohl der Chef von den zweien). Ich hatte nix dagegen!
Ich dachte mir nur, wenn das SO weitergeht, dann wird es heftig hier in Russland!
Aber es war eigentlich die einzigste Situation die etwas “merkwürdig” war.
RUSSLAND LIVE! (im Jahr 1996)

Dann fuhr ich also weiter nach St. Petersburg. In der Stadt waren dann teilweise extreme Schlaglöcher gewesen! Kaum vorstellbar! Die Blicke sollten nicht von der Straße weichen wenn man fährt, ist ja auch nicht lustig in ein Loch zu fahren wo der Kanaldeckel fehlt!
Und es befindet sich nur ein Hinweis auf den
Campingplatz in St. Petersburg, den ich aber nicht übersah. So ging es am Ende eines erlebnisreichen Tages nordöstlich raus aus St. Petersburg (Richtung Finnland) an der nach einigen Kilometern der Campingplatz lag.

Als ich am Campingplatz ankam war ich der einzigste Gast mit einem Zelt. In Russland ist Camping noch nicht so bekannt. Auch sonst war wenig los dort, außer einem deutschen Rentnerehepaar mit einem alten VW-Bus. Wir hatten lange bis in die Nacht geredet (wegen der nordlichen Breite St. Petersburg ist es auch ziemlich lange hell ) und am Schluss vor dem Schlafengehen bekam ich noch den Tipp, dass ich mir doch etwas “massives” mit ins Zelt nehmen sollte! Was meine er nun dachte ich mir? Er klärte mich auf dass er schon öfters nach Russland gefahren ist und er eben hier schon mal in der Nacht überfallen worden wäre! Somit hatte ich diesmal einen noch größeren Schraubenschlüssel und einen massiven Holzprügel mit im Zelt! Passiert ist aber nichts.

Am nächsten Tag ging es mit einem schrottreifen russischen Linienbus rein nach St. Petersburg. Die selbstgeführte Stadtbesichtigung war schon sehr interessant. Sieht man ja unten an meinen Bildern, Am Abend ging es wieder mit U-Bahn und Bus zurück zum Campingplatz. Das Zelt stand auch noch da. Und das Motorrad ebenso.

Straße nach
“Leningrad”

Kreuzer “Aurora”

Kazanskij sobor

St. Petersburg
“Metro”

Kreuzer “Aurora”

Wohngebiet

St. Petersburg

Kazanskij sobor

Hram Voskresenija
Hristova

Dvorcovaja ploscad

Nevskij prospekt

Trennlinie

Strecke Sankt Petersburg - Moskau

Kreuzer “Aurora”

Troikij sobor

Fluss Neva
Troickij most-Brücke

Reisebericht: 10. Juli 1996 (St. Petersburg nach Moskau)

Nach einer weiteren Übernachtung fuhr ich am nächsten Tag wieder rein nach St. Petersburg und durch die Stadt nach Süden Richtung Moskau. Moskau ist von St. Petersburg knapp 800 km entfernt, also musste ich unterwegs noch irgendwo campen. Meine erste Teilstrecke war 352 km lang und führte über Novgorod nach Valday am Rande der Valdayhöhen. Dort suchte ich mir unbemerkt einen Platz am Rande der Straße.
Am nächsten Tag fuhr ich dann weiter nach Moskau mit einer Streckenlänge von 434 km.

Camping in den
“Valdayhöhen”
St. Petersburg-Moskau

Typische Tankstelle
in Russland

Reisebericht: 11. Juli 1996 (St. Petersburg nach Moskau / Europastraße E105 - M10)

Die Strecke verlief, immer der M10 (E105) folgend, über Vysnji Volocok, Tver, Klin nach Himki am nördlichen Rande Moskaus. Je näher ich nach Moskau kam umso breiter (und besser) wurde die Straße. Die Straße führt schließlich am Internationalen Flughafen Scheremetjewo von Moskau vorbei. Ab da war die Straße dann fünfspurig pro Richtung und führte mich schließlich auf den Autobahnring um Moskau (der übrigens 109 km lang ist!).
Ich fuhr auf dem westlichen Abschnitt des Moskauer Autobahnrings um Moskau herum
in den Süden Moskaus. Laut Führer liegt an der M2 nach Tula das RUS-Hotel wo sich der Moskauer Campingplatz befindet.

Die Fahrt über den Autobahnring war die reinste Hölle! Gerade mal zweispurig (!), die anderen zwei Spuren wurden gerade neu gebaut, also eine Baustelle auf 50 km Länge. Es war extrem viel Verkehr dort, jeder fuhr wie im “Wilden Westen”. Drängeln und aufgefahren wurde auf zwei Meter ohne Ende, unzählige Lastwagen “älteren Baujahrs”, Moskwitschs, Ladas, Trabbis, nagelneue Mercedes und BMW`s und ich mit einer kleinen Enduro dazwischen. Ich war da echt froh dass mir dort nix passiert ist.
An der Abfahrt der M2 nach Tula angekommen sah ich auch gleich relativ schnell das
RUS-Hotel. Auf der Straße zum Hotel sah man dann auch gleich viele verlassene kleine Hüttchen. Das war früher wohl mal so ein sowjetisches Ferienlager gewesen. Der Campingplatz machte keinen schlechten Eindruck. Relativ groß war er auch. Nur war keiner da auf dem Platz. Ich war zuerst der einzigste gewesen!

RUS-Hotel
(Mein Campingplatz)

Zuerst wollte ich einchecken für die erste Nacht, welche ich im Zelt verbrachte (wieder mit Holzprügel und Schraubenzieher neben mir).
Nach und nach kamen
plötzlich eine Menge Wohnmobile an.
Die hatten die Tour über den gleichen Veranstalter gebucht wie ich, und fuhren im Convoi durch das Land, mit Begleitung aus Weissrussland.
Die Nacht war wieder ruhig und es ist auch nichts passiert.

Reisebericht: 12./13. Juli 1996 (Besichtigungstour durch Moskau)

Am nächsten Tag (12. Juli) fuhr ich mit einem Linienbus an die Endstation der Moskauer U-Bahn und mit der U-Bahn direkt in das Zentrum von Moskau. Wetter war herrlich und heiß.
Kreml (von außen), Roter Platz, Fernsehturm, “Weißes Haus von Moskau”, die Außenbezirke. Es gab eine Menge zu sehen und alles war hoch interessant! Zurück mit U-Bahn und Bus wieder am Campingplatz waren die Wohnmobile schon wieder verschwunden und ich befand mich ganz alleine auf dem Platz!
Irgendwie war mir das so alleine da unten auf dem Platz im Dunkeln auch nicht mehr ganz geheuer und so beschloß ich, die
nächsten zwei Übernachtungen im Hotel in einem weichen Bett zu verbringen (pro Nacht 55 US-Dollar). Einmal wieder ein richtiges Bett haben ist auch nicht zu verachten.
Das Motorrad, meinte der Pförtner, sollte ich doch besser
direkt an die Hoteltüre schieben, wäre sicherer, meinte er noch!
Oben auf dem Zimmer hatte ich dann mal den Fernseher angeschaltet und
russisches Fernsehen angeschaut. Und was lief? Kaum zu glauben: “Derrick” auf deutsch! (mit russischen Untertiteln) . Das hatte auch was.

Nach einem weiteren Tag Besichtigungstour in Moskau fuhr ich dann am 14. Juli weiter in Richtung Ukraine.

Moskau

Vor Moskau

Roter Platz

Roter Platz

Roter Platz
Lenin Mausoleum

Grabmal des
unbekannten Soldaten

Roter Platz
Kaufhaus GUM

Kaufhaus GUM
(Am Roten Platz)

Kaufhaus GUM
(Am Roten Platz)

Kreml-
Kathedralen

Roter Platz
Basilius Kathedrale

Historisches
Museum

”Weisses Haus”
von Moskau

Sputnik Denkmal
Hotel Kosmos

Lomonossow-
Universität

Moskau - Ostankino
Am Fernsehturm (Telebas’na)

Moskauer U-Bahn (Metro)

Moskau-Ostankino

Stationen der Moskauer U-Bahn (Wahre Paläste!)
Bilder (c) www.moscow-guide.ru

Hier finden Sie einen
 Übersichtsplan der Moskauer Metro.

Trennlinie

Strecke Moskau - Grenze zur Ukraine

Straße Moskau nach Süden Richtung Orel

Frei-Camping bei Zheleznogorsk

Reisebericht: 14./15. Juli 1996 (Moskau - ukrainische Grenze / Europastraße E95 / E95)

Nach einem weiteren Tag (13. Juli) Stadtbesichtigung in Moskau fuhr ich dann am 14. Juli weiter in Richtung Ukraine. Wetter war wieder ziemlich heiß und schön. Über Tula, Orel fuhr ich noch bis nach Zheleznogorsk (ca. 60 Kilometer vor der ukrainischen Grenze). Hier musste ich wieder irgendwo einen, blickgeschützt von der Straße, passenden Platz  zum Campen suchen. Gefunden hab ich einen in der Nähe eines uralten russischen Kraftwerks. Da hofft man schon dass es nicht gerade heute irgendeinen Störfall gibt! Merkwürdige Geräusche machte es ja zuhauf!

Nach einer ruhigen Nacht sollte ich morgens wieder früh losfahren, denn ich wollte heute über die
Grenze Russland - Ukraine fahren. Inzwischen war ich ja auf einiges gefasst.
An der Grenze angekommen gab es wieder
das obligatorische “Zettelchen” zuerst. Vorne dann an der Zollstation angekommen war schon eine heftige Diskussion zwischen einer Russin und einem der Zöllner im Gange!
Als ich dann mal an der Reihe war wollte er die “Dokumente” haben. Also hab ich alles mögliche rausgesucht. Doch schon kam vom ihm ein
“Dokument? Dokument?? Problema! Problema!!
Ich hatte das
Zolldokument vom Motorrad ja nicht gehabt! (Weil es oben in Kingisepp hinter der estnischen Grenze ja keinen interessiert hatte, mir so ein Dokument zu schreiben).
Schließlich bat er mich mal eben in sein Häuschen rein wo ich dann so in etwa mal eine Stunde rumsaß und mir das Treiben anschauen konnte. Als er sich wieder mal mir zuwandte meinte er nur
“Problema!! Wo Dokument??”.
 “Ich meinte nur “No Dokument”. Er meinte:”Problema..Problema..” ODER (wie sein Vorschlag war) ich sollte doch wieder zurück fahren von wo ich herkam (Kingisepp an der Grenze zu Estland)!
 
Also wieder so 1500 Kilometer zurück fahren! Keine so tolle Idee.
Also weiter rumsitzen, irgendwann kam dann noch ein gut gekleideter Zöllner (oder war er von
 der russischen Mafia ) herein und meinte,
wo ich mein Geld habe..(!) Daraufhin bekam ich ein leicht mulmiges Gefühl, da ich ja auch die ausländischen Devisen nicht deklariert hatte!! Also zog ich daraufhin eines von mehreren einzelnen Geldverstecken heraus und zeigte ihm ein paar D-Mark. Er meinte wohl, das das schon in Ordnung wäre. Er verschwand wieder und so saß ich wieder auf der Bank herum.
Irgendwann gab mir der Zöllner einen
Zettel auf kyrillisch, nach freundlicher Hilfe eines anderen Russen wusste ich was ich damit machen sollte. Ich sollte die Daten vom Motorrad aufschreiben. Gesagt, getan. Danach sollte ich den Zettel noch kopieren und ihm den Zettel anschließend wieder bringen.
Also ging ich rüber in ein anderes Haus, wo sich ein Kopierer befand. Dummerweise nahm die gute Frau
keine D-Mark oder US-Dollar an (sondern nur Rubel!) Ich hätte ihr sogar mehr gegeben als es in Rubel gekostet hätte! Keine Chance! Sie wollte nur Rubel haben.
An der Grenze befand sich auch eine Bank. Also musste ich hier noch schnell Rubel eintauschen und wieder rüber zu ihr. Jetzt klappte das auch mit dem Kopieren des Zettels bei der Russin. (Das Rückgeld (200 Rubel = 0,05 DM) wollte sie mir aber dann doch nicht mehr rausgeben). Doch darauf bestand nun aber ich! Nach so ca.
drei Stunden hier rumstehen wird man plötzlich auch kleinlich.

Wieder zurück beim Zöllner meinte er schließlich dass es ok wäre... und schlug seinen Stempel auf das “Zettelchen” und sagte nur noch “GO Ukraina, GO Ukraina”.
Nunja. Ich dachte mir nichts lieber als dass, und fuhr langsam weiter zum nächsten Schlagbaum mit dem Militärpolizisten, der das berühmte “Zettelchen” entgegennahm und mich durchfahren ließ.
So war ich nun also im
Bereich zwischen der Grenze Russland - Ukraine. Das war eine ca. 3 km lange Strecke mit so in etwa 500 LKW`s; alle parkend am Straßenrand!
Ich hätte zugern gewusst WIE LANGE DIE HIER schon standen! So wie es aussah waren es Tage.
ich fuhr derweil weiter.... smiley gif

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Praktische Hinweise:
Was sollte man beachten und wissen? (Stand von 1996)

Ständige Kontrollen im Land: Es befinden sich in Russland (und der Ukraine) immer wieder Kontrollstellen im Land. Meistens immer kurz vor und nach den großen Städten (ca. alle 30-40 km). Sie sind bezeichnet als “GAI” (Russland) und “DAI” (Ukraine). Man sollte da möglichst langsam fahren und am besten stoppen!! (Auf jeden Fall ANHALTEN wenn man irgendwo das “STOP”-Schild sieht!!; Im Jahr 1998 fuhr ich in der Ukraine mit ca. 5 km/h an so einer Kontrollstation mit STOP-Schild langsam durch, was zur Folge hatte daß mir ein ukrainischer Soldat vor das Motorrad sprang und mir seine geladene Kalaschnikov vor den Helm hielt! Es folgte ein 20-minütige Belehrung über das STOP-Schild, und
40 Hrywnja = 20 EUR Strafe.)
Dort wird dann Visum, Führerschein, Ausweis kontrolliert. Und das Motorrad begutachtet. Immer freundlich bleiben! Auch wenn man eine Strafe zahlen muss! (Für was auch immer)

Tankstellen: Das Tanken war 1996 kein Problem, es gab ausreichend Tankstellen, auch auf dem Land. Teilweise nicht als solche zu erkennen (z. B. Tanklastwagen aus dem man direkt tanken konnte). Man sollte eine Strecke von 300 km mit einer Tankfüllung schaffen. Man muss oft vorher zahlen und bekommt dann den Sprit teilweise aus extrem veralteten Anlagen! Es war im Jahr 1996 sehr billig (ca. 0,17 EUR pro Liter).

Medikamente: Unbedingt vorher besorgen! Impfungen beachten! z.B. gegen Diphterie!

Sprache: Russisch, wenig deutsch oder englisch. Schrift meist in kyrillisch! Mit der Zeit kann man aber einiges auch lesen und zumindest etwas verstehen. Wörterbuch kann gute Dienste leisten!

Verpflegung: In den Städten kein Problem. Auf dem Land kauft man in sogenannten “Magazinen” ein. Da sind dann schon mal leere Regale an der Tagesordnung. Es gab auch so etwas wie Kioske, vor allem für flüssiges. (Coca-Cola gab es auch. Es war aber sehr teuer für russische Verhältnisse). Alkohol? Kein Problem, gibt es überall;
Achtung: 0,0 Promille im Straßenverkehr!

Versicherung: Die grüne Versicherungskarte gilt NICHT! Eventuell bei seiner Versicherung nachfragen, wegen Erweiterung des Schutzes!

Zu guter Letzt!
Keinen deutschen Standard anlegen!
Viel Zeit haben, man hat schließlich Urlaub!
Technische Unzulänglichkeiten locker sehen!
Man ist etwas besonderes mit einem Motorrad in Russland / Ukraine!

So kann man einen unvergesslichen und tollen Urlaub in Russland bei
extrem hilfsbereiten und freundlichen Menschen verbringen!
(Stand der Informationen: 1996)

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Links

Aus Protest meinerseits zur aktuellen Vorgehensweise der russischen Regierung entfernte ich alle Links betreffend die Russische Regierung und des Russischen Präsidenten.
(18. Februar 2015)

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Estland

Ukraine

Letzte Aktualisierung der Seite am :
Saturday, 21. May 2016
 

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