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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den Hochschober
Trennlinie

an der Hochschoberhütte
in der Schobergruppe.
Hochschoberhütte
2322m

Umgebung Hochschober
Das Höhenprofil der Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt aus KOMPASS Wanderkarte 48
Lienz-Schobergruppe-
Nationalpark Hohe Tauern

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Fotos: © Christian Engl

Hochschoberhütte, 2322m
Hochschober, 3240m
(Westgrat und Südostgrat)
Schobergruppe (Osttirol)
20./21. Juli 2010

Wetter: heiter - wolkig

Die Nordseite.
Blick vom Großen Muntanitz (3232m, Granatspitzgruppe).
Hochschober
3240m

am Hochschober (Westgrat)
in der Schobergruppe.
Hochschober
3240m

 

Hier können Sie
meine Bergtour als GPX-Datei
herunterladen und auf Ihr Navigationsgerät aufspielen.
( -> Rechte Maustaste: Speichern unter....)
Hier können Sie
meine Bergtour als PDF-Datei
herunterladen und auf Ihrer Wanderung mitnehmen.


BT-OTI-2010-Hochschober auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

Parkplatz Leibnitztal, 1640m (oberhalb von Ainet, evtl. auch nur bis Oberfercher, 1449m)

Ziel

Hochschober, 3240m (Schobergruppe)

Charakter

Schotterstrasse ab Oberfercher bis zum Parkplatz.
Bis zur Hochschoberhütte einfache Bergwanderung.
Der Weg über die Staniskascharte auf den Hochschober (Westgrat) ist anspruchsvoll und sehr schlecht markiert. Nur für Geübte.
Hochschober (Südostgrat):
Oben einige leichte Kletterstellen bevor in einer sehr steilen Rinne abgestiegen werden muss.
Achtung bei Altschnee!

Höhenunterschiede

Leibnitztal - Hochschoberhütte: 682m
Hochschoberhütte - Hochschober: 918m
Gesamt: 1600m

Gehzeiten

Leibnitztal - Hochschoberhütte: 2 - 2 ½ h
Hochschoberhütte - Hochschober: 3 - 4 h (Westgrat, Aufstieg)
Hochschober - Hochschoberhütte: 2 ½ - 3 h (Südostgrat, Abstieg)

Wegbeschreibung
Der Westgrat ist schlecht markiert, nur für geübte und eigenständige  Berggeher.
Der Südostgrat hat im unteren Teil eine sehr steile Rinne.
Auf beiden Wegen leichte Kletterstellen (I).

Vom Parkplatz im Leibnitztal über die Brücke und gleich darauf nach rechts auf einen Waldweg. Längere Zeit Aufstieg neben dem Leibnitzbach zur Leibnitzalm (1908m). Wenige Minuten danach erreicht man eine Fahrstraße, auf der man weiter in das Tal wandert.
Hier nach rechts und auf eine Steilstufe bis zu einem Wegkreuz (Blick zum Hochschober).
Nun kurz etwas flacher zu einem weiteren Steilaufschwung, der in einer weiten Kehre direkt zur Hochschoberhütte führt.

Hochschober (Westgrat):
Bis kurz vor der Staniskascharte guter, markierter Bergweg. Vor der Scharte eine kurze, leichte Kletterstelle, evtl. noch Altschneereste.
Der Weiterweg auf den Hochschober (Westgrat) ist sehr schlecht markiert, anfangs noch vereinzelte Holzstangen, später keine Markierungen. Zwischen Punkt 3185m und dem Gipfel gibt es zwei herunterhängende Seile, die man besser nicht benutzt. Sie können an der linken Seite umgangen werden.
Auf dem gesamten Westgrat ist es teilweise nicht ganz leicht, den richtigen Weg zu finden.
Nur für geübte und eigenständige Berggeher, die auch selbst einen Weg suchen können.

Abstieg (Hochschober - Südostgrat):
Schwieriger als der Westgrat, aber im krassen Gegensatz dazu gut markiert. Im oberen Bereich einige Kletterstellen (I), die auch teils ausgesetzt sind. Man erreicht eine Scharte. Hier nach links und kurz darauf Abstieg in einer sehr steilen Rinne.
Achtung: Bei Schneeresten ist dieser Weg durch die Steilrinne gefährlich. Unbedingt den Hüttenwirt wegen der Schneelage in der Steilrinne befragen.
Bald darauf erreicht man den Weg der vom Schobertörl kommt.
Hier nach rechts und auf guten, recht flachen Wanderweg hinüber zum Leibnitztörl, 2591m.
Nun vorbei am Gartlsee auf die westliche Seite des Leibnitztörls. Hier folgt gleich ein steiler, mit Trittstufen gesicherter Abschnitt über eine Felsplatte.
Jetzt aber wieder auf gutem Wanderweg ohne Schwierigkeiten hinüber zur Hochschoberhütte.

Huettengrafik
Hochschoberhütte, 2322m
Tel. Hütte: +43-(0)720-316121 oder +43(0)664-9157722
Hochschoberhütte, A-9951 Ainet
OeAV Sektion Edelweiss, Walfischgasse 12, A-1010 Wien
http://www.oeav-events.at/edelweiss
Bewirtet von (ca.): Mitte Juni - Mitte September (nach Wetterlage)
Betten: 12 -  Matratzenlager: 45  - Notlager: 8 (Winterraum)

Trennlinie

Ein paar Bilder während der Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Vom Parkplatz Leibnitztal (1640m) auf dem Eduard-Jordan-Weg
zur
Hochschoberhütte (2322m)

Fahrt in das Leibnitztal
Die enge und schmale Schotterstrasse
von Oberfercher in das Leibnitztal.

Parkplatz Leibnitztal
Jetzt über die Brücke und
dann nach rechts zur Hochschoberhütte.

Leibnitzalm (1908m)
Über der kleinen Leibnitzalm erhebt
sich der Niedere Prijakt (3056m).

Weg zur
Hochschoberhütte
Die zwei Prijakt Gipfel.
Sie begleiten den Wanderer zum großen Teil
auf dem Weg zur Hochschoberhütte.

Weg zur
Hochschoberhütte
Am Wegkreuz.
Hinten sieht man zum ersten Mal das Gipfelziel, den Hochschober.

Leibnitztal
Blick zurück in das Leibnitztal.
Man sieht auch das Wegekreuz.
Hinten die Villgratner Berge.

Hochschober
Rotspitzen
In der Mitte hinter dem grünen Hügel liegt die Hochschoberhütte.
Oben die Staniskascharte.
(Von dort nach rechts auf den Hochschober-Westgrat)

Hochschoberhütte
Hochschober
Die neue Hochschoberhütte vor dem Hochschober (3240m).
(Vierthöchster Gipfel der Schobergruppe)

Die alte
Hochschoberhütte
Unten sieht man ein
verkohltes Holzstück der alten Hütte.
Im Mai 1983 brannte die im Jahre 1922 erbaute
(alte) Hochschoberhütte bis auf die Grundmauern ab.

Die alte
Hochschoberhütte
Bild der alten abgebrannten Hochschoberhütte.
Die neue Hochschoberhütte steht am gleichen Platz.

Alter Wegweiser an der Hochschoberhütte
Zum Hochschober steht hier 3½ Stunden.

Mein Video von der Hochschoberhütte (Schobergruppe)

 

Persönliches Fazit:

Heute machte ich mich auf den Weg zum Namensgeber der Schobergruppe, dem 3240m hohen Hochschober. Der Hochschober ist zwar der Namensgeber der Berggruppe, aber nur der vierthöchste.
Der
höchste ist das Petzeck mit 3283m, der zweithöchste der Rote Knopf, 3281m.
Meine Bergwanderung begann ich mit der Fahrt durch das Iseltal Richtung Lienz. Kurz vor Ainet biegt man nach links ab Richtung Gwabl / Oberfercher.
Die Straße wird im weiteren Verlauf immer schmäler und man hält sich an die Wegweiser “Hochschoberhütte”. In Oberfercher, 1449m, kann man schon parken. Man kann aber noch weiter fahren. Doch jetzt muss man auf einer
schmalen, einspurigen Schotterstrasse fahren. Die Straße biegt in das Leibnitztal ein und kurze Zeit später erreicht man den kleinen Parkplatz an der Brücke über den Leibnitzbach (1640m).
Hier beginnt die Wanderung. Man geht über die Brücke und direkt dahinter biegt man rechts in den Wald ab (Wegweiser). Nun geht es meist entlang des Leibnitzbaches und im lichten Wald auf dem
Eduard-Jordan-Weg aufwärts. Der Weg ist nicht allzusteil und schön zu gehen.
Man erreicht die kleine
Leibnitzalm auf 1908m Höhe. Hier kann man zum ersten mal die Hochschoberhütte kurz sehen. Aber man muss genau hinsehen, denn sie ist nur kurz zu sehen.
Hinter der Leibnitzalm steigt man kurz die Almwiesen hoch und erreicht eine Fahrstraße. Auf dieser Straße wandert man nun weiter gemütlich in das hinterste Leibnitztal.
Die Straße endet bald darauf und es geht einen steileren Hang hinauf bis zu einem
markanten Wegekreuz. Hier kann man eine Pause einlegen und das schöne Panorama geniessen.
Hinter uns sieht man das Leibnitztal, vor einem liegen die beiden Prijaktgipfel und linkerhand
sieht man auch schon den Hochschober, der langsam hinter dem grünen Kamm auftaucht.
Nach einer kurzen Pause geht es recht flach weiter bis das Tal zu Ende ist. Hier geht es nach rechts hinauf; es folgt eine Kehre und nun steigt man geradewegs zur (neuen)
Hochschoberhütte (2322m) hinauf.
Die alte ist ja schon im Jahre 1983 abgebrannt.
ich finde die Hütte recht gemütlich und für meine Übernachtung hatte ich ein Lager
im obersten Stockwerk auf dem Boden.

Trennlinie

Von der Hochschoberhütte in die Staniskascharte (2930m)

Staniskascharte
Hochschober
Links die Staniskascharte.
Rechts davon der Westgrat hinauf zum Hochschober (3240m).

Staniskascharte
Hier habe ich den normalen Aufstiegsweg in die Staniskascharte eingezeichnet.
(Im rechten Teil leichte Kletterei)

Hoher- und Niederer
Prijakt
Oben der Doppelgipfel des Prijakt.
Unten in den ersten Sonnenstrahlen die Hochschoberhütte.

Staniskascharte
Hier muss man kurz auf die Felsen hinaufklettern.

Schoberlacke
Links die kleine Schoberlacke.
Der schwarze Berg rechts daneben ist das Kleine Schöberl (2597m).
Daneben sieht man die Hochschoberhütte.

Staniskascharte
Rückblick auf den Weg zur Staniskascharte.

Staniskascharte
Rechts der Scharte geht es dann weiter auf den Hochschober-Westgrat.

Venedigergruppe
In der Staniskascharte.
Blick zur Venedigergruppe.
Rechts der Großvenediger (3662m).
Links die Eichhamgruppe (Hoher Eichham, 3371m).

Heute am 21. Juli 2010 begann ich nach dem Frühstück auf der Hochschoberhütte um 7.15 Uhr morgens meinen Aufstieg zum Hochschober.
Ich will über den Westgrat aufsteigen und vom Gipfel dann über den Südostgrat wieder absteigen.
Es war schon
herrlich blauer Himmel, die Sonne ist schon aufgegangen und es hatte den Anschein, das es ein schöner Bergtag werden wird.
Hinter der Hütte geht man nun erst mal kurz abwärts und dann flach weiter
nordwärts in Richtung Staniskascharte. Der Weg, der rechterhand verläuft, ist mein Abstiegsweg heute nachmittag. Er kommt vom Leibnitztörl herab.
Aber nun geht es erstmal steiler aufwärts und über eine Steilstufe hinauf zur
kleinen Schoberlacke, die man links liegen lässt. Es geht rechts vorbei am Kleinen Schöberl (2597m) in eine kleine Scharte. Hier nun nach rechts weiter in ein steiniges Kar.
Dieses Kar muss man nun immer steiler werdend aufsteigen. Im Frühjahr wird man hier noch
auf Altschneereste treffen.
Langsam rückt die Staniskascharte näher. Doch davor breitet sich ein grösseres Schneefeld aus. Der markierte Weg führt hier rechts den Hang hinauf zu den
Felsen oberhalb des Schneefeldes.
Oben musste ich kurz das Schneefeld queren und danach geht es gleich steil in die Felsen. Hier muss man
Hand anlegen und über die Felsen klettern. Dahinter geht es ziemlich steil an den Felsen weiter, meist in kleinen und recht rutschigen Kehren. Das Gestein liegt hier relativ locker, also ein wenig aufpassen.
Weiter oben kurz unterhalb der Staniskascharte ist der Weg wieder besser und schon bald hat man die breite Einsattelung erreicht.
Hier kann man dann das nördliche Gebirgspanorama geniessen.
Vor allem natürlich rechts die
Glocknergruppe mit dem höchsten Berg Österreichs und links die Venedigergruppe mit seinen mächtigen Gletscherfeldern.
Die
Staniskascharte ist ein schöner Rastplatz um sich vor dem Gipfelaufstieg noch ein wenig zu stärken.
Denn der Weg wird jetzt schwieriger und ist nicht ganz einfach zu finden.

Trennlinie

Von der Staniskascharte über den Westgrat auf den Hochschober (3240m)

Staniskascharte
Blick auf den unteren Teil vom Hochschober-Westgrat.
Man sieht auch zwei Bergsteiger.
Hier ist der Weg praktisch nicht markiert.

Blick Großglockner
Herrlicher Blick vom Hochschober (Westgrat) hinüber zum Großglockner.

Schobergruppe
Links: Großglockner (3798m)
Ganz rechts: Hocharn und Hoher Sonnblick (Goldberggruppe)
Mitte rechts: Roter Knopf (3281m) und Glödis
Unten: Schoberkees

Schoberkees
Granatspitzgruppe
-> Meine Bergtour im Jahr 2009 auf den Großen Muntanitz
Links die Venedigergruppe, rechts Glocknergruppe.
In der Mitte der Große Muntanitz (3232m, höchster Gipfel der Granatspitzgruppe).

Hochschober
(Westgrat)
Der felsige Weg auf dem Westgrat.
Da der Steig sehr schlecht markiert ist,
ist die Wegfindung nicht ganz leicht.

Großglockner
(3798m)
Unterhalb des Großglockners das Ködnitzkees.
Am rechten Hang liegt die Erzherzog-Johann-Hütte (Adlersruhe).

Hochschober
(oberer Westgrat)
Der letzte, sehr steile Gipfelaufschwung
am Westgrat hinauf zum Hochschobergipfel (3240m).
Links sieht man das Petzeck (3283m).

Hochschober
(Gipfelgrat)
Jetzt ist es gleich geschafft .
Die letzten Meter hinauf zum Gipfelkreuz.

Hochschober
(Westgrat)
Rückblick zur Hochschoberhütte.
Im Vordergrund eine Holzstange, an denen man sich orientieren kann.
(Es sind aber nur wenige vorhanden)

Erzherzog-Johann-Hütte
(3451m)
Blick zur Erzherzog-Johann-Hütte.
Der Normalweg auf den Großglockner.

Hochschober
(oberer Westgrat)
Die letzten steilen Meter auf dem Westgrat.

Hochschober
(3240m)
Hier stehe ich nach dem
Aufstieg über den Westgrat am Hochschobergipfel.

Mein Video auf dem Hochschober (Schobergruppe)

Staniskascharte
Blick vom Westgrat hinab zur Staniskascharte.

Punkt 3185m
Links oben der Punkt 3185m.
Man geht unter ihm vorbei nach rechts in Richtung Hochschober-Gipfel.

Schoberkees
Schobergruppe
Die Schobergruppe nordöstlich des Hochschobers.
Man sieht die drei höchsten Gipfel.
Der Hochschober ist der vierthöchste.

Das Gipfelbuch
Das Gipfelbuch mit
Informationen über das Gipfelkreuz.

 

Westlich der Staniskascharte beginnt der Hochschober-Westgrat. Man darf sich jetzt nicht wundern wenn man eigentlich keinen Weg erkennen kann. Und man sucht zudem vergeblich nach Markierungen.
Ab hier sollten
nur noch erfahrene Berggeher weitergehen, die sich zudem auch selbständig einen Weg suchen können.
Vor mir waren schon zwei Bergsteiger auf den Gipfel gegangen, doch ich konnte sie nicht mehr sehen.
Also stieg ich los und fing mit meiner Wegsuche an. Gerade am unteren Teil gibt es Probleme. Ich hielt mich am Beginn eher links. Weiter oben sah ich dann eine Bergsteigerin über einen Kamin stehen.
Ich hielt mich daraufhin auch in diese Richtung bis ich
eine Holzstange entdeckte, die in den Felsen steckte.
Man kann sich grob gesagt etwas an die Holzstangen halten, die aber nur spärlich zu finden waren. So stieg ich den steilen Felshang hinauf. Weiter oben ging ich dann eher auf dem Grat weiter. Teilweise gibt es hier recht steile Abbrüche, die man dann (meist links) unterhalb umgehen kann.
Weiter oben wird es wieder etwas flacher. Linkerhand sieht man jetzt einen kleinen Gipfel und davor erkennt man Wegspuren auf dem Grat. Der Gipfel ist der sog.
Punkt 3185m. Ab hier wird die Wegfindung etwas leichter, weil man nun auch das Ziel sehen kann wohin der Weg letztendlich führt.
Man steigt rechts unterhalb des Punkt 3185m auf den Wegspuren hinauf in die kleine
Scharte zwischen Punkt 3185m und Hochschobergipfel.
Und hier am relativ breiten Westgrat erhebt sich vor dem Bergsteiger der Hochschober ziemlich mächtig und abweisend.
Er sieht aus wie eine mächtige Pyramide mit einem
sehr steilen, luftigen Grat hinauf zum höchsten Punkt.
Nun also dem Westgrat weiter folgen und auf dem steilen Grat aufsteigen. Weiter oben hängen dann
zwei Seile am Berghang. Der Wirt meinte noch man solle das linke von beiden benutzen.
Mir machten jedoch
beide keinen recht guten Eindruck, so das ich die Seile rechts liegen liess und linkerhand davon den Hang aufstieg, was auch recht gut verlief.
Kurz darauf erreicht man den Gipfelgrat der bald darauf hinüber zum Gipfelkreuz führt.
Dort kam mir die vorhin erwähnte Bergsteigerin entgegen und
war relativ schlecht gelaunt.....
Sie schimpfte ziemlich lautstark über den Weg hier am Westgrat.
Sie meinte, hier
wären ja überhaupt keine Markierungen vorhanden und man muss sich komplett selbst den Weg suchen. Und da hat sie gar nicht mal Unrecht.
Aber auch so ist der Weg irgendwie zu finden .
Am Gipfel angekommen fiel mir sofort auf, das auf dem Südostgrat, auf dem ich absteigen will, sehr gute Markierungen zu sehen sind.
Aber jetzt mache ich erst mal eine Brotzeitpause. Ich geniesse das herrliche Panorama und warte bis die sieben Franzosen, die ebenfalls hinter mir am Westgrat waren, ankommen.

Der Hochschober (3240m): Das Gipfelpanorama

Prijakt
Schobergruppe-Süd
Links die Alkuser Rotspitze (3053m).
Rechts der Prijakt (3064m).

Hochschoberhütte
Links der Prijakt (3064m).
Unten die Hochschoberhütte und die Schoberlacke.
Rechts das Iseltal (Lienz-Matrei).

Schobergruppe
Glocknergruppe
Die Schobergruppe und der Großglockner (3798m).

Petzeck (3283m)
Der höchste Berg der Schobergruppe.
Westseite des Petzecks.

Goldberggruppe
(Hocharn - Sonnblick)
-> Meine Bergtour im Jahr 2009 auf den Hohen Sonnblick und Grattour zum Hocharn
Rechts der Hohe Sonnblick (Zittelhaus, 3106m).
In der Mitte der Goldzechkopf (3042m).
Dazwischen das Kleinfleißkees.
Links der Hocharn (3254m, höchster Gipfel Goldberggruppe).
(Letztes Jahr machte ich die gesamte Grattour)

Ganz genau im Norden sieht man den höchsten Berg Österreich, den Großglockner (3798m). Links davon die Granatspitzgruppe mit dem Großen Muntanitz (3232m) als höchsten Gipfel.
Weiter links davon die
Venedigergruppe. Im Westen die Lasörlinggruppe und die Villgratner Berge.
Im Osten die Schobergruppe und am Horizont die
Goldberggruppe mit dem Hocharn (3254m) als höchsten Gipfel.
Rechts daneben den Hohen Sonnblick (3106m) mit dem Zittelhaus und einem Observatorium auf dem Gipfel.

-> Meine Bergtour im Jahr 2009 auf den Hocharn
Trennlinie

Abstieg vom Hochschober (3240m) auf dem Südostgrat

oberer Südostgrat
Man sieht noch das Gipfelkreuz.
Es geht gleich recht steil los hier.

Steilrinne
Oberer Abschnitt der Steilrinne
auf der Hochschober-Ostseite.

Südostgrat
Leichte schöne Kletterei auf dem Südostgrat.
Im Bild die Franzosengruppe.

Steilrinne
Es muss ein steiles Schneefeld überquert werden.

Steilrinne
In der Bildmitte sieht man die
Rinne auf der Hochschober-Ostseite.
Bei Schneelage sollte diese Route gemieden werden.

Südostgrat
Blick zurück zum Gipfelkreuz.
Hier sieht man die guten Markierungen,
im Gegensatz zum Westgrat.

Steilrinne
Abstieg in der steilen Ostrinne.

Gefährlich bei Schneelage.

Leibnitztörl (2591m)
Die Steilrinne liegt hinter mir.
Blick hinüber zum Leibnitztörl, mein nächstes Ziel.

Südostgrat
Schöne Kletterei auf dem Südostgrat.
Bald geht es weiter nach links zur extrem steilen Rinne.
Hinten das Debanttal und die Alkuser Rotspitze (3053m).

Steilrinne
Hier geht es sehr steil hinab/hinauf (ohne Seilsicherungen).

Gefährlich bei Schneelage!

Jetzt stand dann mein Abstieg bevor. Ich entschied mich, ebenso wie die Franzosen, für den Südostgrat.
Die meisten Führer beschreiben diesen Weg als
wesentlich anspruchsvoller als den Westgrat.
Mir persönlich
gefiel der Südostgrat besser. Man muss nicht dauernd nach dem Weg suchen und die Klettereinlagen haben irgendwie mehr Pfiff.
Der Wirt meinte, der Südostgrat ist jetzt relativ problemlos zu gehen, weil der
Schnee schon geschmolzen ist. Bei Schneelage sollte dieser Steig gemieden werden, da weiter unten eine extrem steile Rinne begangen werden muss und sie bei Schnee gefährlich ist.
Fragen Sie den Hüttenwirt nach dem Zustand des Weges über den Südostgrat.
Gleich vom Gipfel an beginnen die
guten Markierungen. Und schon gleich zu Beginn wird es ziemlich steil. Es folgen einige schöne, aber relativ leichte Kletterpassagen über die Felsen des Südostgrates.
Es macht Spass, die Felsen hinabzuklettern. Dabei gibt es aber
keine Seile oder Tritte. Am besten mal hält sich direkt am Grat und weicht nicht in die steilen Flanken aus.
Man steigt so einige Zeit ab, bevor man eine kleine Scharte erreicht. Hier muss man nach links in die Flanke abbiegen und quert den Hang auf die andere Seite.
Hier kann man schon
die Steilrinne erahnen die bald folgen wird. Zuerst noch ein steiles Schneefeld queren, bevor man an der Steilrinne ankommt.
Die Rinne ist schon ziemlich steil und teilweise muss man hier am Fels hinabklettern. Es lagen
immer noch kleinere Schneereste. Und daran kann man sehen, das es kein Spass wäre, wenn die ganze Rinne mit Schnee gefüllt wäre.
Es gibt keine künstlichen Hilfsmittel in der Rinne. Weiter unten öffnet sich die Rinne und flacht zunehmend immer mehr ab. Unten dann nochmals ein größeres Schneefeld überqueren und damit sind dann alle Schwierigkeiten hinter mir.
Jetzt folgt noch der Abstieg zum
Verbindungsweg Schobertörl - Leibnitztörl.

Trennlinie

Über das Leibnitztörl (2591m, Gartlsee) zur Hochschoberhütte

Debantgrat (3055m)
Blick zum Debantgrat (3055m)
und zum Schobertörl (2898m).

Leibnitztörl (2591m)
Rechts der Prijakt.
Der Gartlsee liegt versteckt hinter Felsen.
Links zur Lienzer Hütte (Debanttal).
Rechts zur Hochschoberhütte (Leibnitztal).

Leibnitztörl
(Westseite)
Die Trittstufen am Leibnitztörl (Westseite).

Gartlsee
Der Gartlsee liegt zwischen den beiden Leibnitztörls.
Hinten der Prijakt.

Weg zur
Hochschoberhütte
Blick zum Leibnitztörl (2591m).

Leibnitztörl
Blick zur Hochschoberhütte.

Wenn man den Weg zum Schobertörl erreicht hat, kann man noch einen Abstecher einlegen.
Wer Lust hat, geht von hier hinauf zum Schobertörl (2898m) und kann von hier aus den
Debantgrat (3055m) besteigen.
Ansonsten geht man nach rechts und auf guten Wanderweg mit nochmals
ein wenig Höhenverlust
hinüber zum Leibnitztörl (2591m).
Hier wäre jetzt auch ein
Abstieg zur Lienzer Hütte (1974m)
möglich und weiter in das Debanttal.
Wer zur Hochschoberhütte gehen will geht nach rechts und erreicht bald den schönen
kleinen Gartlsee zwischen den beiden Leibnitztörls. Hinter dem Gartlsee liegt das Leibnitztörl-West. Hier sieht man wieder die Hochschoberhütte unten im Hochtal liegen.
Jetzt kommt nochmals ein
kurzer und steiler Abschnitt. Mit Hilfe von Trittstufen werden die steilen Felsen gemeistert. Und nun wandert man gemütlich hinüber zur Hochschoberhütte. Bei mir folgte dann noch der
Abstieg hinab zum
Parkplatz am Leibnitzbach.

Trennlinie
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(Tour liegt meist etwas ausserhalb des Nationalparks)
Trennlinie
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Neue Thüringer Hütte, 2212m

Karlsbader Hütte, 2261m
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Wednesday, 09. September 2015
 

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