Schottisches Hochland Wer mal keine Kirchen oder Castles - Ruinen oder renoviert - sehen will, der fahre auf der Straße Perth - Inverness quer durch das Schottische Hochland, ein Land für Naturfreunde, die
das Herbe lieben. Rechts und links finstere Hochmoore, heidebedeckte Berg hänge, tiefe Talschluchten, klare Bergbäche und unergründliche Seen. Dazu Schafe, zottige Bergrinder, Hasen und Rotwild.
Loch Ness Einer von den sechs Seen im Caledonischen Graben - untereinander verbunden durch einen Kanal - ist der weltberühmte Loch Ness. Merkwürdig ist dieser von Wäldern und Bergen eingerahmte See schon: er friert nie zu - trotz seiner Lage im hohen Norden und seiner ungewöhnlichen Form, fast 40 km lang und
nur 1,5 km breit. Immer noch entzünden sich die Geister am »Ungeheuer vom Loch Ness«: die einen verweisen auf über 2000 Fotos und Zeugen vom Polizisten bis zum Touristen, die anderen meinen, die keltischen Schotten wären schon immer bedeutend gewesen im Erfinden von
Sagen. Imposant sind die Ruinen des Urquhart Castle aus dem 13. Jh. - eine der Zwingburgen König Edwards I. von England. Von dem Ferienort Iwermoriston führt eine der schönsten Routen Schottlands zur Westküste und Insel Skye, vorbei an malerischen Lochs und durch die Schlucht Glen Shiel. Fort Augustus wurde um 1727 zur Festung ausgebaut, um die unbotmäßigen Schotten zu zähmen. Aus den Resten des Forts entstand eine Abtei, die von den Benediktinern der schottischen Kongregation von Regensburg gebaut wurde. Die gleiche Aufgabe hatte Fort William im Süden - heute ein vielbesuchter Stützpunkt für Touristen, überragt vom höchsten Berg in Großbritannien, dem 1343 m hohen Ben Nevis. Zwei Castles stehen hier: ein uraltes - Karl der Große soll hier mit einem Piktenkönig verhandelt haben - und eines aus dem 19. Jh.
* Reisebericht (6.8.1995) * Heute war dann wieder ein herrlicher schöner Tag. Schon etwas ungewöhnlich so eine lange schöne Sommerperiode hier im Norden. Gestartet bin ich in Sundrum bei Ayr, 40 km südlich von Glasgow. Es ging dann durch
Glasgow weiter in den Norden zum schönen und herrlich gelegenen Loch Lomond, eingebettet zwischen Berghängen. Danach ging’s weiter in die Grampian Mountains, herrliche meist begrünte und mit Wiesen belegten Berghängen. Eine fantastische Bergwelt, mit schönen Tälern und tiefen, langen Seen (den sog.
“Lochs”). Die Strecke führte jetzt bald über den flachen Glencoe Pass und von hier wieder hinunter zum Loch Linnhe ins Örtchen Fort William. Hier ganz im Nordosten der Grampian Mountains kann man dann auch den Ben Nevis (1343m) entdecken. Er ist der höchste Berg in Grossbritannien. Die weitere Fahrt nach Inverness wird dann
richtig spannend! Nach einigen Kilometern hinter Fort William erreicht man das weltberühmte Loch Ness! 40 km lang und gerade mal 1,5 km breit. Und vor allem ist man immer auf der Suche nach dem immer wieder mal auftauchendem Ungeheuer von Loch Ness, der Nessie! Trotz intensiver Suche meinerseits gelang
es mir aber nicht, Nessie auch nur ansatzweise zu entdecken
! Vielleicht lag es aber auch nur daran, das ich mir keinen schottischen Whiskey gegönnt habe
! Wenn man davon mal probiert hat, könnte ich mir
schon denken, das man bei zu vielem Genuss dieses Getränkes dann doch noch die Nessie entdeckt! Nunja, mir blieb sie verborgen. In Inverness angekommen ist man dann auf der Ostseite
Schottlands am Moray Firth. Von hier startete ich dann die weitere Fahrt in den Norden Schottlands. Heute ging es nur noch ein kurzes Stückchen nordwärts hinauf zum Campingplatz `Grannies Heilan Hame` nach Embo-Dornoch.