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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf die Kristallwand
Trennlinie

an der Kristallwand
in der Venedigergruppe.
(Ansicht vom Aufstieg zur Neuen Prager Hütte)
Kristallwand
3310m

Umgebung Badener Hütte
Das Höhenprofil meiner Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt
aus KOMPASS Wanderkarte 38
Venedigergruppe - Oberpinzgau

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Fotos: © Christian Engl

Kristallwand, 3310m
Badener Hütte, 2608m
Venedigergruppe (Osttirol)
14./15. August 2013

Wetter: 14.8.: stark bewölkt, kurz Regen
15.8.: heiter, zeitweise wolkig

an der Badener Hütte
in der Venedigergruppe.
Badener Hütte
2608m

 

Hier können Sie
meine Bergtour als GPX-Datei
herunterladen und auf Ihr Navigationsgerät aufspielen.
( -> Rechte Maustaste: Speichern unter....)
Hier können Sie
meine Bergtour als PDF-Datei
herunterladen und auf Ihrer Wanderung mitnehmen.


BT-OTI-2013-Kristallwand auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

Gruben, 1150m (an der Felbertauernstraße nördlich von Matrei)

Ziel

Kristallwand, 3310m (Venedigergruppe)

Charakter

Sehr lange Bergtour, bis zur Badener häufiger Wechsel zwischen extrem steilen Wegen und ebenen Abschnitten. Vor allem im unteren Teil bis zur Katalalm oft extrem steiler Anstieg auf einem Fahrweg.
Der Weg auf die Kristallwand über den SO-Grat auf einem Klettersteig (B/C und UIAA I+) ist häufig ziemlich ausgesetzt. Nur für schwindelfreie, trittsichere Berggeher!

Höhenunterschiede

Gruben - Badener Hütte: 1458m
Badener Hütte - Kristallwand: 702m
Gesamt: 2160m

Gehzeiten (Aufstieg)

Gruben - Badener Hütte: 5 - 6 h
Badener Hütte - Kristallwand: 2 - 2½ h

Wegbeschreibung
Sehr lange Bergtour. Teils extrem steile Wege.
SO-Grat: Klettersteig (B/C). Sehr ausgesetzt. Schwindelfreiheit und  Trittsicherheit notwendig.

Von Gruben an der Felbertauernstraße (schlechte Parkmöglichkeiten) dem Fahrweg in das Frosnitztal folgen. Es folgen anfangs oft ziemlich steile Abschnitte mit ebenen. Nach einer leichten Rechtskurve weiter in Richtung Katalalm. Nun folgt ein längerer und extrem steiler Abschnitt auf dem Fahrweg bis zur Katalalm, 1722m. In der Folge nimmt die extreme Steilheit mehr und mehr ab. Es geht im Großen und Ganzen fast eben vorbei an der uralten Mitteldorfer Alm, 1843m. Auch der weitere Weg zur Zedlacher Alm, 1848m, hat nur wenig Höhenunterschied. Die Zedlacher Almen bestehen aus mehreren Almen, sozusagen ein kleines Almdorf. Rechts vorbei an der Zedlacher Alm und weiter, nun wieder steiler, rechterhand des Frosnitzbachs hinauf zum Steinsteg, 2072m. Nun über eine Brücke und links den Hang hinauf. Am Steinsteg nicht dem Fahrweg folgen. Weiter oben kommt von links der Weg von der Galtenscharte (Bonn-Matreier-Hütte). Hier geradeaus weiter. In der Folge sieht man bald oben auf dem Hang die Badener Hütte stehen. Noch weit unterhalb der Hütte links auf einen Grat, der wie eine alte Moräne aussieht. Hier nun recht steil hinauf bis man rechterhand die Hütte sieht und in einem Rechtsbogen hinüber zur Badener Hütte.
Aufstieg Kristallwand:
Hinter der Hütte zuerst in Richtung Westen vorbei am Trinkwassersee. Man folgt den Markierungen in Richtung Frosnitztörl-Kristallwand. Über geschwungene Felshänge erreicht man einen Abzweig (2850m, Wegweiser). Hier hat man drei Möglichkeiten zur Kristallwand, wobei zwei im Sommer nicht empfehlenswert sind.
(1) Klettersteig über SO-Grat (mein Weg, B/C und I+): Am Abzweig nordwärts den Hang queren zum Ansatz des Südostgrats. Achtung: Der Weg ist anfangs nicht ganz einfach zu erkennen!
Auf dem SO-Grat folgen einige ausgesetzte Stellen. Über längere Strecken mit einem Fixseil gesichert. Vor allem im oberen Teil Gehgelände.
(2) Über Gletscherrand zu SO-Grat: (nicht begangen): Es soll am Schluß unter dem Grat eine größere Randkluft (Frosnitzkees) sein, an der ein Fixseil hängen soll, das oft nicht mehr einfach zu erreichen sein soll. (nicht empfehlenswert, Steinschlaggefahr)
(3) Über das Frosnitzkees: Nicht begangen.

Der Klettersteig wurde 2005 angelegt und ist die beste Möglichkeit, die Kristallwand von Südosten zu besteigen. Auf dem alten Weg (2) über den Gletscherrand besteht Steinschlaggefahr!

Abstieg: wie Aufstieg.

Huettengrafik
Badener Hütte, 2608m
Tel. Hütte: +43-(0)664-9155666
Bewirtet von (ca.): Ende Juni - Mitte September
Betten: 13 -  Matratzenlager: 48  - Notlager: 20

OeAV Zweig Baden, Theaterplatz 2, 2500 Baden bei Wien / Österreich
www.alpenverein.at/baden

Trennlinie

Ein paar Bilder während meiner Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Aufstieg von Gruben (1150m) zur Zedlacher Alm (1848m, Gosseralm)

Gruben (1150m)
Hier in Gruben begann ich den
langen Aufstieg
zur Badener Hütte.

Frosnitztal
Entlang des Frosnitzbaches.
Hinten beginnt der extrem steile
Abschnitt hinauf zur Katalalm
.

Frosnitztal
Auf dem Weg zur Unteren Katalalm.

Katalalm
Der Weg führt im Tal links weiter zur
Mitteldorfer Alm und zur Zedlacher Alm.

Untere Katalalm
(1722m)
Die Alm mit dem stromlosen Getränkeautomat .

Der Getränkeautomat
Die gekühlten Getränke aus
dem speziellen Automat.

 Rotenkogel
(2762m)
Blick durch das Frosnitztal zu meiner
Bergtour von gestern auf den Rotenkogel.

Frosnitztal
Im Bild sieht man schon
die Mitteldorfer Alm (1843m).

Mitteldorfer Alm (1843m)
Die uralte Mitteldorfer Alm im Frosnitztal.

Frosnitztal
Im Bild das kleine alte Almdorf
der Zedlacher Alm (1848m).

Zedlacher Alm (1848m)
Die urigen Almhütten.

Persönliches Fazit:

Auf die Kristallwand wollte ich eigentlich schon letztes Jahr gehen (Von der Neuen Prager Hütte aus). Doch leider kam mir ein großer Felsen in die Quere und beendete meine Bergtouren. Was passiert ist lesen Sie hier .
Nun ging ich eben dieses Jahr hinauf. Am Campingplatz in Matrei baute ich mein Zelt ab, da ich eine
Übernachtung auf der Badener Hütte plante. An einem Tag kann man die Tour ja eigentlich auch nicht gehen. Sonst müsste man
 
2160 Höhenmeter an einem Tag rauf und runter gehen !
Ich fuhr von Matrei in Richtung Felbertauerntunnel. Nach wenigen Kilometern bog ich ab nach
Gruben-Berg (1150m). Ein sehr kleiner Ort mit schönen alten Häusern. Doch parken kann man schlecht. Wenn man im Ort keinen Platz findet, parkt man unten gleich nach dem Abzweig von der Felbertauernstraße.
Nachdem alles gepackt war ging ich los. Auf dem Wegweiser zur Badener Hütte steht:
5½ Stunden. Es sind genau
1458 Höhenmeter zur Hütte. Also
kein Spaziergang mehr. Gleich hinter Gruben wird der Fahrweg gleich mal richtig steil. Sozusagen als Einstimmung was später noch kommt . Doch nach kurzer Strecke wird es wieder flacher. Man wandert nun in das extrem abgeschiedene Frosnitztal hinein, bei dem man die ganze Zeit dem Frosnitzbach folgt, der links unten im Tal rauscht.
Es folgt nun ein
ständiges bergauf und bergab. Es geht oft kurzzeitig sehr steil hinauf und direkt darauf wird es wieder flach oder man geht wieder bergab. Die Fahrstraße macht dann einen weiten Rechtsbogen und biegt nordwärts ab. Hier nun wird es langsam aber sicher immer steiler. Kurz vor der ersten Kehre im Wald wird es dann extrem steil. Für eine Anwohnerstraße schon ungewöhnlich steil. Hier kommt man so richtig ins Schnaufen . Man plagt sich nun extrem steil hoch bis man die Untere Katalalm (1722m) erreicht hat. Hier kann man wieder richtig durchatmen, denn die steilsten Stellen sind hinter mir. Hier gibt es übrigens den Kataler Getränkeautomat. In einem Brunnen findet man hier gekühlte Getränke in Dosen. In einer aufgestellten Dose zahlt man den Betrag der einem das Getränk wert ist .
Weiter geht es hinein in das Frosnitztal. Es folgt nochmals eine steilere Stufe. Danach geht es wieder flott leicht absteigend taleinwärts. Bald taucht die
Mitteldorfer Alm (1843m, Resingeralm) auf. Eine uralte bewohnte Alm. Nach einem kurzen “Ratsch” (Gespräch) mit einem alten Bergbauer ging ich weiter. Ich musste schon aufpassen um seinen Tiroler Dialekt zu verstehen.
Nach wenigen Minuten sieht an auch schon die nächsten Almen im Tal. Es ist die sog.
Zedlacher Alm
(1848m, Gosseralm)
. Es ist schon ein richtig kleines Almdorf, bestehend aus mehreren kleinen Häusern. Die Bauern kommen aus Zedlach, einem kleinen Ort im Virgental zwischen Matrei und Virgen. Den Sommer verbringen sie hier im abgeschiedenen Frosnitztal auf der Alm. Im Winter sind sie in Zedlach. Auf einer kleinen Straße kann man hinübergehen und sich das Zedlacher Almdorf ansehen.

Trennlinie

Aufstieg von der Zedlacher Alm (1848m) vorbei am
Steinsteg zur
Badener Hütte (2608m)

Steinsteg
Unterhalb der kleinen Hütte biegt der
Weg nach links in die Hänge ab.

Steinsteg (2072m)
Man muss über die Brücke
und links die Hänge hinauf.

Frosnitztal
Blick durch das Frosnitztal
zurück zur Zedlacher Alm.

Badener Hütte
Blick zur Hütte und dahinter
auf die Kristallwand (3310m).

Kristallwand
Blick auf den Südostgrat,
über den der Klettersteig verläuft.

Frosnitzkees
Der Weg verläuft auf der
grünen Moräne in der Mitte und dann
nach rechts zur Hütte.

Badener Hütte
Rechts der Wildenkogel (3021m).

Badener Hütte
(2608m)
Die Badener Hütte.

Badener Hütte
(2608m)
Blick zum Dabernitzkogel (2969m).
Rechts das Frosnitztal.

Regenbogen
an der Hütte
Regenbogen nach den Regenschauern bei
meiner Ankunft auf der Hütte.

Wer nicht hinüber zur Zedlacher Alm gehen will kann jetzt einfach geradeaus weiterwandern. Es geht nun nicht allzu steil weiter auf einer kleinen Fahrstraße. Man geht normalerweise rechts des Frosnitzbachs. Man könnte aber auch links des Baches hinaufgehen. Nachdem man einige Zeit im Tal gegangen ist erblickt man ganz oben eine kleine Hütte. Das ist noch nicht die Badener Hütte. Unter der kleinen Hütte wird es dann wieder steiler. Man muss jetzt vor der Hütte am Wegweiser nach links weitergehen (Wegweiser am Steinsteg, 2072m). Man könnte auch auf der Fahrstraße bleiben und weiter dem Tal folgen. Die Wege treffen sich später wieder. Ich empfehle aber am Steinsteg nach links die Hänge hinauf zu steigen.
Aber nun ist es ein normaler Wanderweg, auf dem keine Autos mehr fahren können. In einigen Kehren geht es steil den Hang empor. Weiter oben trifft man auf den Weg, der über die Galtenscharte zur Bonn-Matreier-Hütte führt.
Der Weg ist nun wieder relativ flach und schön zu gehen. Über steinige Wiesen
wandert man der Hütte entgegen. Auf einer Brücke überquert man den einen wild schäumenden Bach. Er ist ein Abfluss des Frosnitzkees. Die Hütte erblickt man bald oben an einem Felssporn. Der Berg, der rechts neben der Hütte zu sehen ist, ist die Kristallwand (3310m). Dort sieht man genau in Falllinie zum Gipfel den Südostgrat, auf dem ich morgen hinauf stieg.
Der Weg führt nun auf einer alten
Moräne des Frosnitzkees steil bergauf. Hier trifft man auch auf den alternativen Weg vom Steinsteg. Inzwischen verdunkelte sich auch der Himmel immer mehr und es wurde auch zunehmend kälter. Die ersten Regentropfen folgten dann auch gleich. Man lässt die Hütte erst mal rechterhand liegen und wandert an ihr sozusagen vorbei. Ganz oben macht der Weg dann einen weiten Rechtsbogen und ich erreichte bald die Badener Hütte (2608m). Inzwischen haben sich unter die Regentropfen sogar einige Graupelschauer gemischt. Das letzte Teilstück auf der Moräne war richtig ungemütlich. Da ist man froh sich in der gemütlichen Badener Hütte aufwärmen zu können.
Am späten Abend war dann auch der Regen wieder vorbei. Man konnte sogar einen schönen Regenbogen sehen.

Trennlinie

Video von der Badener Hütte (2608m, Venedigergruppe)

 

Trennlinie

Aufstieg von der Badener Hütte (2608m) bis zum Beginn des Südostgrates

Badener Hütte
Blick hinauf zur Kristallwand.

Badener Hütte
Unten der Nebel im Frosnitztal.
Hinten sieht man die Schobergruppe.

Frosnitzkees
Aufstieg (für alle Varianten)
hinauf in Richtung Frosnitzkees.
In der Mitte das Frosnitztörl (3112m).

Frosnitzkees
Oben in der Mitte die Weißspitze (3300m).
Rechts darunter das Frosnitztörl (3112m).

Weg Kristallwand
Die Orientierung ist hier oben
aufgrund des Geländes und etwas
schlechter Markierungen nicht ganz einfach.

Südostgrat
Man muss Richtung NNO (NordNordOst) gehen
bis man den Beginn des Südostgrats sehen kann.

Beginn Südostgrat
Jetzt beginnt gleich der interessante,
aber oft ausgesetzte und nicht ganz
einfache Aufstieg
auf dem SO-Grat.

Der nächste Tag begann schon sehr vielversprechend. Es waren nur wenig Wolken und die Sonne schien. Unten im Frosnitztal war noch viel Hochnebel zu sehen. Darüber sah man die Schobergruppe. Nach dem Frühstück begann ich dann den Aufstieg zur Kristallwand. Es waren nicht sehr viele Bergsteiger unterwegs zur Kristallwand. Die meisten steuerten das Löbbentörl an.
Vor der Hütte beginnt der Weg. Er führt hinauf in
Richtung Frosnitzkees. Nach wenigen Minuten erreicht man den Trinkwassersee der Badener Hütte. Danach geht man auf dem noch gut markierten Steig weiter. Man erreicht bald die Ausläufer des Frosnitzkees, das links unten liegt und man nicht betritt. Der Weg ist noch recht klar zu sehen bis man einen Wegweiser auf ca. 2850m erreicht. Hier hat man nun drei Möglichkeiten.
Aber ich empfehle dringend, nur die Variante über den SO-Grat zu wählen.
Der Weg über das Frosnitzkees birgt eine
erhebliche Spaltengefahr. Der zweite Weg am Rande des Frosnitzkees zum SO-Grat ist wegen erheblicher Steinschlaggefahr aufgrund des zurückgehenden Gletschers ebenfalls nicht zu empfehlen. Deswegen wurde vor einigen Jahren die dritte Möglichkeit angelegt. Diese Variante beschreibe ich hier und ist die beste Möglichkeit, die Kristallwand von Südosten zu besteigen.
Wegweiser:
“... über Klettersteig zum SO-Grat”.
Doch der Zustieg zum Beginn des Südostgrats ist
nicht ganz einfach zu finden . Das Gelänge sieht hier recht gleichmäßig aus, auch die Markierungen sind nicht ganz einfach zu finden. Am besten hält man sich in Richtung Nordnordost. Der Weg führt über einige vorhandene Altschneefelder und man quert dabei schräg den Hang. Über größere Felsen steigt man teils weglos hinüber zum Beginn des Grates. Man erkennt den Beginn des Klettersteiges an einer größeren Felsplatte, die sich vom steinigen Grat abhebt. Im Grunde genommen kann man den Beginn aber nicht verfehlen. Je nachdem wie hoch oben man den Hang gequert hat muss man am SO-Grat zuerst noch einige Meter hinaufgehen bis zum Beginn des Klettersteigs. Aber man sollte auch nicht zu weit oben den Hang queren, sonst kann man den Einstieg verpassen.

Trennlinie

Bilder vom Klettersteig auf dem Südostgrat der Kristallwand
(B/C und UIAA I+)

Die letzten Meter zum
Beginn der ersten Kletterstelle.
Die erste Kletterstelle ist hier zu sehen.
Eine der schwierigeren Stellen.
Die erste Kletterstelle ist hier zu sehen.
Man sieht auch die Ummantelung der Seile
und die vorhandenen Kugeln.
Rechts der Steig mit dem Seil.
Links der Blick zum Frosnitzkees.
Auf den Platten sieht man das Seil.
Über einige Grattürme verläuft
der ausgesetzte Klettersteig.
Rückblick auf eine senkrechte Kletterstelle.
Schöner Blick hinab zum Frosnitzkees.
Hier hängt das Seil in der Luft.
Entlang einiger Grattürme.
Abstieg unter den Grattürmen
an zwei Seilen gleichzeitig.
Dort oben am Wegweiser kommt
der Weg vom Rand des Frosnitzkees dazu.
Fixseile entlang am steilen Felsgrat.
Unten im Bild sieht man den Wegweiser am SO-Grat.
Der Weg vom Frosnitzkees kommt von rechts herauf.
Die Spitze wird nicht überklettert.
Der Weg verläuft links am Hang.
Rückblick auf den Südostgrat.
Rechts das Frosnitzkees.

Kurz ein kleiner Hinweis vorweg: Ich beging den Klettersteig ohne Klettersteigset. So wie die anderen auch alle, die ich gesehen hatte. Wer sich unsicher fühlt, sollte aber eines benutzen. Er muss sich dann aber ständig ein und aushängen wegen der Kugeln im Seil. Der Klettersteig verläuft teils direkt auf dem Grat, es wird aber auch nach links oder rechts vom Grat abgewichen. Man muss mehrere Grattürme überklettern, teils gibt es kurze senkrechte Kletterstellen.  Dazwischen gibt es auch kurze Gehstellen.
Gleich zu Beginn
an der ersten Kletterstelle kommt eine der Schlüsselstellen. Vor mir waren zwei Wanderer unterwegs. Er nahm die Stelle mit Bravour. Sie jedoch gab hier auf, da es ihr doch recht schwierig erschien . Zuerst geht es hier an einer steilen glatten Felsplatte hinauf, dann quert man zwei Meter nach links zu einigen Trittbügeln, auf den man erneut ein paar Meter hochsteigt. Oben folgt dann ein recht scharfer Grat mit Fixseil.
Wer diese erste Stelle ohne größere Probleme meistert,
 sollte die folgenden Stellen auch ohne Probleme schaffen.

 Danach kommen immer wieder recht
ausgesetzte Stellen die man passieren muss. Manche kleinere Grattürme werden dabei direkt überklettert, wobei auch mal senkrechte, aber kurze Stellen dabei sind. Manchmal weicht der Steig in die Flanken links und rechts aus. Einmal geht es an zwei Seilen einige Meter sehr steil bergab, um danach die steile Flanke queren zu können. Insgesamt eine recht spannende Klettertour, die sich einige Zeit hinzieht. Dazwischen gibt es aber auch kurze Stellen mit Gehgelände.
Man erreicht auf dem Grat eine
Stelle mit Wegweiser. Hier kommt auf der anderen Seite vom Grat der Steig entlang des Frosnitzkees herauf. Bald darauf wird der scharfe Südostgrat wieder breiter und geht endgültig in leichteres Gelände über. Es gibt nur noch vereinzelt leichte Kletterstellen.
Das Gipfelkreuz sieht man schon einige Zeit lang vor sich. Der Schlußaufstieg führt auf dem breiten Rücken bis hinauf zum
Gipfel der Kristallwand (3310m). Vor dem Gipfel gibt es im Frühsommer oft noch ein Gipfelschneefeld.

Oberer Südostgrat
Oben sieht man das Gipfelkreuz.
Meist folgt jetzt einfaches Gehgelände.

Gipfelflanke
Jetzt geht es nur noch einige Meter
hinauf zum Gipfelkreuz
der Kristallwand.

Kristallwand (3310m)
Um 10.25 Uhr erreichte ich den Gipfel der Kristallwand.
Links vom Kreuz sieht man das Rainerhorn (3559m).
Die weisse Kuppe direkt links vom
Kreuz ist der Großvenediger (3662m).

Kristallwand (3310m)
Bild von meiner Bergtour zur Sudetendeutschen Hütte.
Es entstand auf der Edelweißwiese oberhalb von
Glanz bei Matrei. Man sieht das komplette
Gelände oberhalb der Badener Hütte
.

Sehr gutes Video vom Klettersteig am Südostgrat der Kristallwand
(Das Video ist nicht von mir)
Es wurde am 16. August 2013 aufgenommen - einen Tag nach meiner Besteigung

 

Trennlinie

Die Aussicht von der Kristallwand (3310m)

Venedigergruppe
Blick auf die weiten Gletscherfelder
um den Großvenediger
.

Großvenediger
(3662m)
Der Großvenediger ist die
weisse Schneekuppe in der Mitte
.

Großvenediger
(3662m)
Rechts die Schwarze Wand (3506m).

Rainerhorn
(3559m)
Der zweithöchste Berg der Venedigergruppe.

Kleinvenediger
(3471m)
Die schöne Firnpyramide
über dem Schlatenkees
.

Schlatenkees
Links der Kleinvenediger (3471m).
Rechts unten im Tal die Zunge vom Schlatenkees.

Schlatenkees
Vor mir fällt die Nordwand der Kristallwand ab.
Sie sieht aus wie eine kleine Eiger-Nordwand.

 Neue Prager Hütte
(2796m)
Sie liegt am Gegenhang
oderhalb vom Schlatenkees.

 Alte Prager Hütte
(2489m)
Sie liegt ebenfalls am Gegenhang.

Venedigergruppe
Blick nach Südwesten zur Rötspitze (3496m).

Hoher Eichham
(3371m)
Blick nach Süden über das Wolkenmeer.
Der Hohe Eichham (3371m, links) und
die Weißspitze (3300m, rechts) ragen heraus.

Großglockner
(3798m)
Eine Lücke in den Wolken gab
den Blick zum Großglockner frei.

Glocknergruppe
Das Große Wiesbachhorn (3564m)
ragt gerade noch so heraus.

Glocknergruppe
 Hoher Tenn
Das Große Wiesbachhorn ist mein nächstes Gipfelziel.
Auf dem Hohen Tenn (3368m) war ich schon 2009.

Großes Wiesbachhorn
 (3564m)
Unter dem Gipfel das Kaindlkees.
Darüber der Kaindlgrat, auf oder
neben dem der Normalweg verläuft.

Die Kristallwand ist der östliche Eckpfeiler der zentralen Gletscherflächen um den Großvenediger. Die Aussicht von der Kristallwand bietet deshalb schöne Einblicke in die großen Gletscherfelder östlich des Großvenedigers. Hier beherrschen die großen Eisfelder das Bild. Der Großvenediger (3662m) selbst ist gerade so zu sehen. Er ragt mit seiner Eiskappe gerade so über dem Hohen Zaun (3451m) auf. Das Rainerhorn (3559m), das man links daneben viel besser sieht, ist der zweithöchste Berg der Venedigergruppe. Rechts oberhalb des Schlatenkees sieht man die wunderschöne Firnpyramide des Kleinvenedigers (3471m).
Nördlich der Kristallwand kann man die
Neue und Alte Prager Hütte erkennen. Wer zu diesen beiden Hütten wandert (von Innergschlöss aus) sieht die Kristallwand von seiner hochalpinen Nordseite. Von dort sieht die Nordwand der Kristallwand aus wie eine kleine Eigernordwand.
Im Süden ragt vor allem der Hohe Eichham (3371m) heraus. Und schon weiter entfernt im Südwesten erkennt man die Rötspitze (3496m). Dort verläuft die Grenze zu Südtirol.
Der Blick nach Osten zur
Glocknergruppe war heute nur eingeschränkt möglich. Von dieser Richtung zogen immer wieder hohe Wolkenfelder hoch zur Kristallwand. Nur einmal konnte ich kurz den Großglockner (3798m) sehen. Siehe Bild oben. Dagegen ragte das mächtige Große Wiesbachhorn (3564m) öfters aus der Wolkendecke heraus. Das Große Wiesbachhorn war mein nächster Gipfel .
Nach einer ausgiebigen Rast begann ich den sehr langen Abstieg hinab nach Gruben. Ein Abstieg, bei dem man
 2160 Höhenmeter bewältigen muss .

Trennlinie

Video vom Gipfel der Kristallwand (3310m, Venedigergruppe)

 

Trennlinie
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-> Nationalpark Hohe Tauern
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-> Kristallwand
-> Badener Hütte
Trennlinie
-> Rotenkogel
-> Kals-Matreier-Törl-Haus
-> Großes Wiesbachhorn
-> Bergtourenübersicht Urlaub 2013
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Rotenkogel, 2762m
Kals-Matreier-Törl-Haus,
2207m

Großes Wiesbachhorn,
3564m

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Letzte Aktualisierung der Seite am :
Tuesday, 08. September 2015
 

-> Meine Bergtour gestern
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von der Neuen Prager Hütte in Richtung Badener Hütte
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auf die Neue und Alte Prager Hütte
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auf den Hohen Tenn
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