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Übersicht meiner Bergtouren und Bergwanderungen
zu meiner Bergtour auf den
Großen Lenkstein - Barmer Hütte
Trennlinie

am Großen Lenkstein
in der Rieserfernergruppe.
Lenkstein
3236m

Umgebung Barmer Hütte
Das Höhenprofil der Bergtour
Nachgezeichneter Ausschnitt aus KOMPASS Wanderkarte 38
Venedigergruppe-Oberpinzgau

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Fotos: © Christian Engl

Großer Lenkstein, 3236m
(Sasso Lungo)
Rosshorn, 3068m
Barmer Hütte, 2591m
Rieserfernergruppe (Osttirol)
25./26. August 2010

Wetter: bewölkt - dann heiter

an der Barmer Hütte
in der Rieserfernergruppe.
Barmer Hütte
2591m

am Rosshorn
in der Rieserfernergruppe.
Rosshorn
3068m

 

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meine Bergtour als GPX-Datei
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BT-OTI-2010-Lenkstein auf einer größeren Karte anzeigen 

Start

Patscher Hütte im Defereggental, 1685m

Ziel

Großer Lenkstein, 3236m (Rieserfernergruppe)

Charakter

Einfache Wanderung durch das Patscher Tal zur Barmer Hütte. Keine größere Schwierigkeiten. Auf dem Weg zur Rosshornscharte teils leichte Kletterei mit Hilfe von
Fixseilen im I. Schwierigkeitsgrad.
Weg zum Großen Lenkstein zuerst einfach, dann steiler hinauf zu einem Schneefeld (fast verschwundener Gletscher). Über das Schneefeld und auf dem Grat, zuletzt steil auf den Lenkstein.
Von der Rosshornscharte in direkter Linie, meist weglos, unschwierig auf das Rosshorn.

Höhenunterschiede

Patscher Hütte - Barmer Hütte: 906m
Barmer Hütte - Lenkstein: 645m (ohne kurzer Abstieg von der Barmer Hütte)
Gesamt: 1551m (ohne Rosshorn)

Gehzeiten (Aufstieg)

Patscher Hütte - Barmer Hütte: 3 h
Barmer Hütte - Lenkstein: 3 h
Rosshornscharte - Rosshorn: 30 min

Wegbeschreibung
Auf den Lenkstein /
Rosshorn Trittsicherheit nötig.
Fixseile unterhalb der Rosshornscharte.

Vom Parkplatz an der Patscher Hütte (1685m, Defereggental, Mautstraße) in einer grossen Kehre zuerst nordwärts dann nach Süden und auf einer Stufe nach Osten hinein in das Patscher Tal. Hier wird der breite Wanderweg immer flacher und fast eben durch lichten Wald zur Talstation der Materialseilbahn zur Barmer Hütte, 1992m.
Nun auf schmälerem, aber guten Wanderweg wieder steiler in das hintere Patscher Tal. Nun kurz auf den rechten Hang hinauf, bevor der Weg in einem weiten Bogen nach Südwesten schwenkt. Hier sieht man oben auf dem Hang das Dach der Barmer Hütte. Nun steiler werdend und über gutem Felsweg in einigen Kehren hinauf zur alten, zerstörten Barmer Hütte.
Von hier jetzt unterhalb der Barmer Hütte nach links gehen und unter der Materialseilbahn in wenigen Minuten hinauf zur gemütlichen Barmer Hütte, 2591m

Weg zur Rosshornscharte:
Von der Hütte wieder kurz hinab zum alten Standplatz der Barmer Hütte. Nun nach links abbiegen und mäßig steil die Hänge unter der Patscher Schneid queren.
Nun eine steile Rampe hinauf und in weiterer Folge mit Hilfe von Fixseilen etwas ausgesetzt eine steile Rinne hinauf (I). Jetzt weniger steil den Hang queren bis man oberhalb der Rosshornscharte ankommt.

Großer Lenkstein:
Von hier in einigen nur mäßig steilen Kehren über Blockwerk knapp unter das Fenneregg und kurz absteigen zum Lenksteinjoch (3084m). Nun kurz linkerhand unter dem Grat weiter und dann rechterhand recht steil auf einen rötlichen Kammgipfel (Abzweig zur Hochgallhütte).
Nun über das Schnee-/Gletscherfeld (oder über den Kamm) in einem Linksbogen zum Gipfelaufschwung des Lenksteins. Am Schluss recht steiler, aber einfacher Steig auf den Gipfel des Großen Lenksteins (3236m).

Rosshorn:
Oberhalb der Rosshornscharte (am Abzweig) kurz hinab zur Scharte absteigen. Nun nach Osten in direkter Linie auf dem steilen Trümmerhang meist ohne Markierungen, aber ohne Probleme, hinauf auf das kreuzlose Rosshorn (3068m).

Abstieg:
Bis zur alten, zerstörten Barmer Hütte wie Aufstieg. Von dort nun direkt auf dem Weg hinab durch das Patscher Tal zur Patscher Hütte.

Huettengrafik
Barmer Hütte, 2591m
Tel. Hütte: +43-(0)664-9489413
Barmer Hütte, Oberotte 56, A-9963 St. Jakob i. Defereggen
www.barmer-huette.de
DAV Sektionen Barmen und Wuppertal, Badische Str. 76, D-42389 Wuppertal
www.dav-wuppertal.de
Bewirtet von (ca.): Ende Juni - Ende September
Betten: 19 -  Matratzenlager: 34  - Notlager: 5 (Winterraum)

Trennlinie

Ein paar Bilder während der Bergtour.
(Für eine größere Version auf das Bild klicken)

Von der Patscher Hütte (1685m) zur Barmer Hütte (2591m)

Patscher Hütte
(1685m)
Im hinteren Defereggental.
(Mautstraße, Parkplatz)

Weg Barmer Hütte
Rechts in den Felsen neben der Rinne der Weg.
Oben am Grat ist die Hütte sichtbar.

Patscher Tal
Im fast ebenen Patscher Tal.
Blick zur Patscher Schneid.

Weg Barmer Hütte
Die Hütte ist jetzt schon sehr nah.
Rechts oben befand sich die alte Barmer Hütte.
(Bis zum Winter 1956)

Barmer Hütte (2591m)
Blick nach Westen
zur Barmer Spitze (3200m).

Patscher Tal
Materialseilbahn
Talstation im Patscher Tal.
Die Seile führen direkt zur Barmer Hütte.

Alte Barmer Hütte
Sie lag etwas unterhalb
der Neuen Barmer Hütte auf 2512m.

Barmer Hütte (2591m)
Blick nach Norden
zum Rosshorn (3068m, rechts).

Mein Video an der Barmer Hütte (Rieserfernergruppe)

Patscher Tal
Rückblick durch das Patscher Tal.
Hinten der Hutner (2885m, Venedigergruppe)

Wegweiser
an der alten (zerstörten) Barmer Hütte.

 

Persönliches Fazit:

Heute am Vormittag fuhr ich in Oberhaching (südlich von München) los. Um 14.00 Uhr bin ich dann im hintersten Defereggental am Parkplatz unterhalb der Patscher Hütte (1685m) angekommen. Es ist am Schluss eine kleine Mautstraße. Um 14.15 Uhr begann ich dann meinem Aufstieg zur Barmer Hütte.
Von der Patscher Hütte zuerst vorbei an der Patscher Alm nordwärts auf der Fahrstraße hinaufgehen. Weiter oben kommt dann eine scharfe Linkskurve und relativ steil führt die Straße durch den Wald weiter. Nun biegt man in einer langgezogenen Rechtskurve in das Patscher Tal ein. Links unterhalb tief im Tal fliesst der Patscher Bach in die Schwarzach.
Der Weg führt jetzt bald westwärts und
wird dabei immer flacher. Man erreicht ein schönes einsames, fast ebenes Hochtal. Man befindet sich jetzt im Patscher Tal. Man wandert gemütlich weiter durch lichten Waldbestand bis man schließlich die Talstation der Materialseilbahn (1992m) erreicht. Bis hierher kann jeder herauf wandern. Ich hatte sogar einen Rollstuhlfahrer hier oben gesehen. Obwohl es für einen Rollstuhl doch manchmal etwas holprig auf der kleinen Fahrstraße ist.
Nun beginnt ein normaler Wanderweg, der anfangs ebenfalls sehr einfach ist.
Der Weg führt direkt weiter in das Tal hinein. Er wird nun aber wieder zunehmend steiler, Er macht weiter oben eine Rechtsbiegung und führt auf der Flanke unter dem Rosshorn hinauf. Jetzt folgt wieder eine Linkskurve.
Wenn man hier nun auf den Grat hinaufsieht (links neben der Schuttrinne), kann man
das Dach der Barmer Hütte erkennen.
Man geht nun weiter in Richtung Schuttrinne. Rechterhand der Schuttrinne gehen wir auf dem zeitweise etwas steilen Weg weiter. Er ist aber jederzeit schön zu gehen und leicht. Bald darauf erreicht man eine kleine Hochfläche mit einem großen Wegweiser. Hier oben stand einmal
die alte Barmer Hütte. Sie wurde aber im Winter 1956 von einer Lawine zerstört. Sie wurde daraufhin weiter oben wieder neu aufgebaut.
Das letzte Teilstück zur Barmer Hütte führt jetzt Richtung Hütte und dann nach LINKS unter die Materialseilbahn. Von dort in wenigen Minuten hinauf zur
Barmer Hütte (2591m, markiert).
(Früher ist mal wohl eher rechts gegangen (Richtung Riepenscharte) und dann von hinten zur Hütte).

Trennlinie

Abschnitt von der Barmer Hütte (2591m) zur Rosshornscharte (2914m)

Barmer Hütte
Blick von der Hütte zum Rosshorn (3068m, rechts).
Links darunter die Rosshornscharte.
(Der Weg ist rot eingezeichnet)

Patscher Tal
Blick in das Patscher Tal.
Im Hintergrund der Hutner (2885m).

Rosshornscharte
Rechts oben das Rosshorn (3068m).

Mittlere Ohrenspitze
3005m
Blick zur Barmer Hütte.
Rechts die Riepenscharte (2764m).
Übergang nach Südtirol (Antholzer See).

Aufstieg
Rosshornscharte
Oben sieht man schon den Hochgall.
Davor die spitze Barmer Spitze (3200m).

Aufstieg
Rosshornscharte
Der Weg zur Rosshornscharte.
Bald muss man etwas klettern.

Kletterstelle
Die erste, leichte Klettersteile mit Fixseil.

Kletterstelle
Durch diese steile Rinne in der Wand muss man hinauf klettern.
Die schwierigste Stelle (I) auf dem Weg zum Lenkstein.

Kletterstelle

Rosshorn (3068m)
Rosshornscharte
Oberhalb der Rosshornscharte.
Auf dem sichtbaren Grat gehe ich
später hinauf auf das Rosshorn.

Rosshornscharte
Hochgall (3436m)
Am Abzweig zum Rosshorn
und zum Lenkstein.

Hochgall
Barmer Spitze
Herrlicher Blick hinüber zum mächtigen Hochgall.
Der Gipfel befindet sich komplett in Südtirol.
(Höchster Berg der Rieserfernergruppe)

Ohrenspitzen
Nur noch schwer kann man die Barmer Hütte erkennen.
Unten das Patscher Tal.

Heute am 26. August ging ich nach dem Frühstück um kurz vor 8.00 Uhr los. Das Wetter war schon sehr schön am Morgen und es sollte den ganzen Tag schön bleiben.
Zuerst geht es nun wieder
knapp 100 Höhenmeter abwärts bis zum Standplatz der zerstörten Barmer Hütte (2512m).
Hier kam ich gestern vom Patscher Tal herauf. Zum Lenkstein geht man nun geradeaus weiter. Der Weg führt hoch über dem Patscher Tal entlang unterhalb der Patscher Schneid. Der Weg ist wenig steil
und
man kann gemütlich in der Sonne wandern.
Doch schon bald kommt man näher an eine Steilstufe. Der Weg wird zunehmend steiler und führt alsbald durch ein steiles Schuttfeld hinauf auf eine Geländekante. Der Weg führt nun kurz ziemlich direkt und recht steil höher bis man die nächsten steilen Felsen erreicht. Nun geht es mit Hilfe eines Fixseiles weiter. Mit Hilfe dieses Seiles erklimmt man die nächste Geländekante. Aber bis jetzt ist es nicht wirklich schwierig.
In einer Rinne biegt der Weg nach rechts ab und man sieht das nächste Etappenziel.
Der Steig führt nun steil durch die Wand in einer Rinne quer nach rechts hinauf auf die Felskante. Das ist die
schwierigste Stelle auf dem Weg zum Rosshorn oder dem Lenkstein.
Mit Hilfe des Seiles klettert man die Steilstufe hinauf. Die Stelle macht Spass und ist
eine willkommene Abwechslung des bisherigen Weges. Und wie gesagt:
Wer ein bisschen Hand anlegen kann und
schwindelfrei ist hat hier keine Probleme. Hinter der Kante wird der Weg leichter und man quert einen recht abschüssigen Hang hinüber in eine Scharte.
Hier hat man aber nicht die Rosshornscharte erreicht, sondern man ist schon
höher als die eigentliche Rosshornscharte. Die befindet sich weiter rechts unten. Genau dort wo der Westgrat hinauf zum Rosshorn beginnt.
Wer auf das Rosshorn gehen will (so wie ich nach meinem Aufstieg zum Lenkstein) muss jetzt wieder ein wenig absteigen zur Rosshornscharte.
Hinter uns zeigt sich nun auch schon der Hochgall. Man sieht ihm nur noch nicht seine Mächtigkeit an.
Davor sieht man die kecke Barmer Spitze.

Trennlinie

Weg von der Rosshornscharte zum Lenksteinjoch (3084m)

Fenneregg (3123m)
Das Fenneregg sieht man links.
In der Mitte das Lenksteinjoch (3084m).

Lenksteinjoch
(3084m)
Es geht nun ziemlich steil auf den rötlichen Felsen.
Das ist noch NICHT der Lenskteingipfel.

Rosshorn (3068m)
Fleischbachkees
Auf dem Licht/Schattengrat steigt
man auf das Rosshorn (meist weglos/wenig markiert).

Lenksteinjoch
(3084m)
Fernblick zur Glocknergruppe.

Venedigergruppe
Ganz links die Rötspitze (3496m).
In der Mitte der Großvenediger (3662m).

Glocknergruppe
Rechts der Großglockner (3798m).
Links das Große Wiesbachhorn (3564m).
Vorne der Panargenkamm.

Venedigergruppe
Umbalkees
Grandioser Blick in die westliche Venedigergruppe (von links).
Rötspitze (3496m)
Daberspitze (3402m)
Dreiherrnspitze (3499m)
Umbalköpfl (3429m)

Umbalkees
Westliche Simonyspitze (3481m)

Am Lenksteinjoch
Steiler Aufstieg zum Schnee-/Gletscherfeld
unterhalb des Lenksteins.

Oberhalb der Rosshornscharte biegt man nun nach links ab (für den Aufstieg auf den Lenkstein).
Die steilen Stellen liegen nun fürs Erste einmal hinter uns. Es geht nun weniger steil weiter. In einigen Kehren wandert man
auf dem Blockfeld in Richtung Lenksteinjoch. Der Weg hier ist recht schön und kann gut begangen werden. Linkerhand sieht man das Fenneregg (3123m), einen recht unscheinbaren Gipfel knapp oberhalb des Lenksteinjochs. Wer hinaufsteigen will kann dies problemlos vom Lenksteinjoch aus machen. Man kann aber auch schon vorher auf dem Hang einfach direkt hinaufsteigen.
Am Lenksteinjoch (3084m) erreicht man dann die
Landesgrenze von Osttirol und Südtirol. Hier hat man nun auch zum ersten mal auf der Bergtour den Blick hinüber nach Südtirol.
Und noch eines:
Nicht täuschen lassen. Der rötliche-braune, steile Felsen, der sich vor dem Wanderer
aufgebaut hat
ist noch NICHT der Lenksteingipfel.
Wer vom Lenksteinjoch knapp links des rötlichen Felsens einen Gipfel mit Kreuz gesehen hat, derjenige hat den Lenksteingipfel schon jetzt gesehen. Alle anderen müssen noch warten.

Trennlinie

Der Weg vom Lenksteinjoch auf
den
Großen Lenkstein (3236m, ital. Sasso Lungo)

Rosshorn (3068m)
Unter dem Rosshorn sieht man
einen (kleinen) Teil des Fleischbachkees.

Südtirol
Nochmals der Blick nach Südtirol.

Großer Lenkstein
(3236m)
Das letzte Teilstück (Südostgrat)
auf den Gipfel.

Rain (Südtirol)
Schöner Blick nach Südtirol.
Ganz hinten die Zillertaler Alpen.

Lenkstein
Links hinten der Gipfel vom Großen Lenkstein.
Am besten geht man über das Schneefeld.

Großer Lenkstein
(3236m)

Aufstiegsweg
Schmale Wegstelle oberhalb des Lenksteinjochs.
Rechts hinten der Hochgall.

Weg Lenkstein
Weg über das Schneefeld.
Rechts Hochgall und Barmer Spitze.

Großer Lenkstein
(3236m)
Auf dem Gipfel des Lenksteins.

Abzweig Kasseler Hütte
(Hochgallhütte)
Hier ist der Abzweig zur Hochgallhütte.
Am Schneefeld vor dem Lenkstein.

Weg Lenkstein
Auf dem Südostgrat des Lenksteins.
Das Rosshorn wirkt immer kleiner.

Gipfelbuch
Das neue Gipfelbuch des Lenksteins
vom Südtiroler Alpenverein.

Vom Lenksteinjoch geht es jetzt mehr oder wenig auf der Grenze zwischen Osttirol und Südtirol entlang. Der erste Felsblock der sich in den Weg stellt wird links umgangen (kurz etwas absteigen).
Danach steigt man mehr oder weniger auf dem Grat hinauf. Kurze Zeit später führt dann der nun wieder recht steile Weg in die rechte Flanke. Hier steigt man teils
auf dem recht schmalen Steig den steilen Felsblock hinauf. Manchmal ist es etwas ausgesetzt und man sollte schon schwindelfrei sein. Der Weg führt doch an manchen abschüssigen Stellen entlang. Aber er ist nicht schwierig.
Nach dem man diese Steilstufe gemeistert hat steht man plötzlich
vor einem Schneefeld.
Oder kann man
noch von einem Gletscher sprechen? Zumindest hat er doch noch eisige Stellen. Hier oben ist der Abzweig hinab nach Südtirol und zur Kasseler Hütte (Hochgallhütte).
Und jetzt sieht man auch das Gipfelziel auf der anderen Seite des Eisfeldes. Er ist auch nicht mehr soweit entfernt.
Nun hat man die Wahl je nach Verhältnisse. Entweder
auf dem Grat gehen oder über das flache Schneefeld.
Ich ging über das Schneefeld hinüber zu der (steilen) mit Schnee gefüllten Rinne. Hier stieg ich nun rechts davon in den Felsen hinauf auf den Gipfelgrat.
Bisher sah der
Gipfel des Lenksteins noch relativ unscheinbar aus.
Doch je näher man zum Gipfel kommt um so steiler scheint er zu werden. Zum Schluß erscheint er
wie ein mächtiger Gipfelzacken mit glatten Felsplatten auf der einen Seite und groben Blockwerk auf der anderen Seite.
Und in der Mitte der
steile Südostgrat hinauf zum Gipfel.
Doch keine Bange, der Grat ist recht schön zu gehen und bereitet für Geübte normalerweise keine Schwierigkeiten (bei normalen Verhältnissen).
Um 11.30 Uhr kam ich schließlich auf dem Gipfel des Großen Lenksteins an.
Er wird auch oft
der kleine Bruder vom Hochgall genannt.
Aber sie sind doch recht unterschiedliche Brüder.
Der große Bruder (Hochgall) ist nur auf wesentlich schwierigeren Wegen zu besteigen.
Den kleinen Bruder (Lenkstein) kann jeder geübte Bergwanderer in Angriff nehmen.

Trennlinie

Großer Lenkstein (3236m, ital. Sasso Lungo): Das Panorama vom Gipfel

Mein Video vom Großen Lenkstein (Rieserfernergruppe)

 

Südtirol
(Zillertaler Alpen)
Das Gipfelkreuz grüßt
hinab nach Südtirol.

Venedigergruppe
Rötspitze (3496m)-Daberspitze (3402m)-Dreiherrnspitze (3499m)
So nahe sieht man sie in Wirklichkeit nicht

Hochgall
Schneebiger Nock
Links der Hochgall (Der Große Bruder)
Rechts der Schneebige Nock (3357m)

Großvenediger
Großvenediger (3662m)-Hohes Aderl (3506m)-Rainerhorn (3559m)
So nahe sieht man sie in Wirklichkeit nicht

Hochgall
Hier sieht man die mächtige Nordwand
des Hochgalls ganz nah.

Reichenspitzgruppe
Die Reichenspitze (3303m) ist dort der höchste Berg.
Links daneben die Wildgerlosspitze (3280m).
In der Mitte das Kuchelmooskees.

Reichenspitzgruppe
Venedigergruppe
Links: Reichenspitzgruppe (Teil der Zillertaler Alpen)
Mitte: Das Schwarzachtal
Rechts: Westliche Venedigergruppe

Dolomiten
Blick über die Große Ohrenspitze (3101m, Mitte)
in die Dolomiten.

Die Aussicht vom Lenkstein ist natürlich herrlich. Am schönsten ist der Blick auf den nahen Hochgall mit der wilden Nordwand. Da die Rieserfernergruppe aber von den hohen vergletscherten Gipfel weiter entfernt ist musste der Zoom meiner Kamera herhalten.
Und damit kann man herrliche Bilder von den
höchsten Gipfeln der Venedigergruppe machen.
Auch die Sicht in die
fernen Dolomiten ist schön.

Trennlinie

Der Weg von der Rosshornscharte auf dem Westgrat zum Rosshorn (3068m)

Rosshorn (3068m)
Gipfel
Blick vom Gipfel in die Venedigergruppe.

Lenksteinjoch (3084m)
Lenkstein (3236m)
Rechts der dunkle Lenkstein.
Links das Lenksteinjoch und das Fenneregg.

Hochgall
Blick zum Hochgall
und zur Barmer Hütte.

Mein Video vom Rosshorn (Rieserfernergruppe)

Hochgall
Barmer Spitze
Blick zum mächtigen Hochgall (3436m).
Unten sieht man das Kreuz auf der Barmer Spitze (3200m).

 

Nach der ausgiebigen Rast auf dem Lenkstein machte ich mich wieder an den Abstieg. Ich stieg wieder über das Schneefeld hinab und weiter zum Lenksteinjoch.
Das Fenneregg ließ ich aus und ging gleich weiter
bis zum Abzweig zur Barmer Hütte.
Hier hatte ich mich entschieden jetzt noch
auf das Rosshorn zu steigen und von dort die Aussicht zu geniessen.
Für den Aufstieg auf das Rosshorn muss man aber von hier jetzt erstmal noch weiter etwas
absteigen zur Rosshornscharte. Und jetzt ist etwas Wegfindungsgabe nötig.
Der Aufstieg auf dem direkten Westgrat zum Rosshorngipfel ist nicht markiert.
Es gibt aber
vereinzelt Wegspuren an die man sich halten kann.
Im Großen und Ganzen ist der Weg aber nicht zu verfehlen. Er ist aber teilweise relativ steil und darüber hinaus nicht schwierig. Von der Rosshornscharte braucht man ca. 30 Minuten auf den Gipfel, auf dem man
nicht viele Bergwanderer antreffen wird. Steht er doch ein bisschen im Schatten vom Lenkstein.
Er hat aber durchaus seinen Reiz und ist ein vollwertiger 3000er Gipfel.
Vom Gipfel hat man einen schönen Blick auf den Lenkstein und den Weg den ich gerade begangen habe. Auch der Hochgall sieht von hier ganz anders aus als vom Lenkstein.
Nach einer kurzen Gipfelrast begann ich meinen Abstieg hinab durch das Patscher Tal zu meinem Ausgangspunkt an der Patscher Hütte im hinteren Defereggental.

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Wednesday, 03. May 2017
 

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