* Reisebericht 22./23.8.2001* (Visby/Gotland - Oskarshamn) ....und am frühen Morgen kam ich dann in der Hansestadt Visby, der grössten Stadt auf Gotland, an. Hier schaute ich mir zuerst kurz die Stadtmauer um
Visby an. Sie ist sehr gut erhalten und auch Weltkulturerbe der UNESCO. Danach begann ich meine Inselrundfahrt in Richtung Süden, vorbei an Klintehamn nach Näs. Hier befindet sich ein grösserer Park mit vielen Windrädern. Ich schaute
mir den Park auf der anderen Seite von Burgsvik aus an. Hier waren auch ein paar Leute baden im Meer. Weiter ging es auf die Südspitze Gotlands. Nach längerer Rast auf den Klippen mit Blick auf die Ostsee ging’s wieder zurück nach Näs und
durch Hemse nach Ljugarn. Hier irgendwo in der Nähe schaute ich mir ein Bauernhofmuseum an, mit vielen Geräten aus vergangenen Tagen. Danach ging es weiter nach Norden in den Ort Aminne. Es war jetzt früher nachmittag, schön warm und
sonnig, fast wäre ein Gewitter aufgezogen, so dass ich heute gleich hier in Aminne mein Zelt aufschlug. Das beste war ja dann noch eine kühle Abfrischung in der Ostsee, denn der Platz grenzt direkt an einem langen Sandstrand. Zur Karibik
fehlten nur noch die Palmen. So genoss ich den restlichen Tag mit faulenzen. Am nächsten Tag (23.8.2001), ebenfalls wieder sonnig und warm, ging es dann weiter an die Nordspitze Gotlands. Über Slite (mit riesigem Betonwerk), Kappelshamn
und eine schöne ungeteerte Strasse nach Hall ging es an die Klippen im Norden. Sah aber auch so aus wie ganz im Süden. Danach kam noch das kurze Stück entlang der Nordostküste nach Visby. In Visby legte dann die “M/S Thjelvar” der
*Destination Gotland-Linie* um 17.15 ab. Die Reise ging gen Westen nach Oskarshamn und bei schönem Sonnenuntergang an Deck kam ich nach knapp 4 Stunden wieder auf dem Festland bei Dunkelheit an. Leider wurden dann schon auf dem Schiff die
Wolken stärker und kündigten für morgen Regen an. Ich stellte dann in Oskarshamn mein Zelt für heute auf. Wetter:22.8.: sonnig, warm // 23.8.:sonnig, warm.
M/S Visby (1)
Stadtmauer in Visby (1)
Kirche in Visby (1)
Stadtmauer in Visby (1)
Windenergiepark (2)
Nordspitze Gotlands (3)
Südspitze Gotlands (4)
Museum (5)
Kirchen auf Gotland (6)
Kirchen auf Gotland (6)
M/S Visby in Visby (1)
* Reisebericht 24.8.2001* (Oskarshamn - Trelleborg) ....und heute am Morgen regnete es dann auch schon. (Und das an meinem Geburtstag!) Also Zelt bei Regen einpacken und los gings.
Zuerst Richtung Westen nach Höngsby und weiter durch ein riesiges Waldgebiet nach Växjö. Hier hörte es dann auch kurz vor Växjö zum regnen auf. So ging’s weiter auf der Strasse “23” Richtung Südwesten über Almhutt, Hässleholm nach Lund kurz vor Malmö. Hier jedoch verfinsterte sich der Himmel wieder bedrohlich. Und dann, an Malmö auf der “108-er” vorbei, fing es dann richtig wie aus Kübeln zu schütten an! Doch ich hatte Glück: Es war nur ein heftiger Gewitterschauer und einige Kilometer vor Trelleborg hörte es auch wieder ganz auf. Hier in Trelleborg war ich dann auf meiner letzten Station in Schweden. Ich stellte also mein Zelt hier auf, und wurde auch gleich noch dazu “bewogen”, den *obligatorischen* schwedischen Campingausweis zu kaufen. Die nette Dame hatte nicht verstehen können, wie ich in Schweden ohne den Ausweis zelten konnte. Nunja, also musste ich auch für den letzten Platz noch einen kaufen.
Wetter:24.8.: bewölkt, oft Regen, kurze Gewitter.
* Reisebericht 25.8.2001* (Trelleborg - Insel Rügen - Möllensdorf, Sachsen-Anhalt)
Heute am vormittag um 09.15 legte dann meine Fähre der *Scandlines-Linie* Richtung Mukran auf Rügen ab. Wetter war heute wieder
schön, und so ging in knapp 4 Stunden über die Ostsee vorbei an der “Stubbenkammer”
auf der Insel Rügen in den Hafen von Neu-Mukran. Ich fuhr auch gleich
weiter über Bergen Richtung Stralsund. Und hier vor Stralsund merkte man auch gleich: Jetzt bin ich wieder in Deutschland! Warum? Nun, auf der Strasse bildete sich ein ewig langer Stau, die mir in Skandinavien völlig unbekannt waren.
So ging es rein nach Stralsund und direkt weiter nach Greifswald und über Neubrandenburg nach Berlin. Ich fuhr hier quer durch die deutsche Hauptstadt, weiter ging’s auf der Autobahn A9. In der Nähe von Wittenberg suchte ich mir dann
noch einen gemütlichen kleinen Campingplatz mit See und einer abendlichen Feier mit Bier, Musik und Gegrilltem. Am nächsten Tag fuhr ich dann direkt über Leipzig, Nürnberg nach München.
Leider gab auf der langen Autobahnfahrt auch mein Motorrad so halb den Geist auf. Es schluckte inzwischen fast mehr Öl als Benzin, am Schluss waren es fast schon ein halber Liter auf 100 Kilometer.
So schickte ich nach der Norwegen-Fahrt meine treue Enduro in Rente. War schon etwas schade, hatte sie mich doch auf meinen Reisen immer treu und ohne grosse Probleme begleitet!