....Heute ging’s dann in den “Skippers Canyon”. Die Strasse führt über Arthurs Point Richtung “Coronet
Peak”. Von hier geht es dann links ab auf die “Skippers Canyon Road”. Einer teilweise steilen, direkt an Felshängen gebaute Schotterstrasse. Nichts für schwache Nerven! Und auch teilweise nicht ganz ungefährlich, da es Begrenzungen nicht gibt. Einmal falsch lenken und man fällt tief in den Canyon mit dem reissenden Shotover River. Die Strasse ist für Mietfahrzeuge nicht erlaubt, da den Versicherungen das Risiko zu hoch ist! Für meine Enduro hatte ich natürlich die Erlaubnis vom Vermieter.
Also rein ins Vergnügen des Skippers Canyon.... Nach einigen Kilometern kommt dann links eine Brücke über den Canyon. Hier kann man schön “bungeejumpen” in den Shotover River oder auch, an einem Seil aufgehängt, welches über den Canyon gespannt ist, den Fluss hängend “überfliegen”. Ich fuhr hingegen weiter bis zur “Suspension Bridge” über den Canyon. Die Hängebrücke wurde im März 1901 eingeweiht und ist schon eine technische Meisterleistung. Dann ging’s wieder die gleiche Strecke zurück, vorbei am Bungyjump und zur Anlegestelle für die “Jetboot-Fahrer” auf dem Shotover. Hier beginnt die wilde rasante Fahrt durch das Felsenlabyrinth des Canyon mit dem Jetboot.
Die Rückfahrt gestaltete sich dann irgendwie noch gefährlicher als die Hinfahrt. In teilweise sehr engen Kurven direkt über den steilen Abhängen kamen mir immer wieder Geländewagen, kleine Busse und sonstige Fahrzeuge
entgegengeschossen! War gar nicht so ungefährlich! Ich wunderte mich fast wie schnell die hier fahren, klar sie kennen die Strecke aber es könnte ja mal wer entgegenkommen. Noch dazu brauchten sie die ganze Fahrbahnbreite!
Nun ja es ging ja gut... Am Abzweig fuhr ich dann noch hinauf ins “Skigebiet am Coronet Peak”. Hier begann ich dann eine kurze Wanderung hinauf zum Gipfel des Coronet Peak, 1692m hoch. Man hat hier oben eine herrliche Aussicht auf die gesamte Umgebung bis zum Mount Aspiring, 3027m, im Norden und die Bergkette “The Remarkables” südlich von Queenstown am Lake Wakatipu. Im übrigen war ich so spät am nachmittag schon ganz alleine gewesen. Nach langer Gipfelrast machte ich mich wieder auf den Weg runter zur Talstation und fuhr zurück auf meinem Campingplatz bei Queenstown.
Am nächsten Tag fuhr ich rein nach Queenstown und von hier mit der Seilbahn hinauf auf “Bob´s Peak, 446m” hoch. Auch hier gibt es einen Bungy Jump. Nun, in Queenstown wurde schliesslich auch der Bungy Jump von AJ Hackett “erfunden”.
Von Bob´s Peak hat man dann eine herrliche Sicht auf Queenstown und die gegenüberliegenden “Remarkables” hinter dem Lake Wakatipu. Im übrigen kann man hier in Queenstown so ziemlich jeden Funsport machen den es gibt. Wieder unten in Queenstown ging dann meine
Motorradtour weiter Richtung Süden entlang an der markanten Bergkette der “Remarkables” immer entlang am Wakatipu See nach Kingston am Südende des Sees. Hier ging´s weiter in den kleinen Ort “Garston” mit einer Besonderheit. Garston ist der Ort in Neuseeland, der am weitesten vom Meer entfernt ist. Das nächstgelegene Meer ist hier die Tasmanische See am Milford-Sound (Entfernung: 108 km Luftlinie). Dann fuhr ich weiter über Mossburn nach Manapouri......