.....was auf deutsch “Glühwürmchenhöhle” heisst. Wir fuhren mit einem Boot durch die Höhlen. Überall an den Decken waren leuchtende Glühwürmchen zu erkennen. Auch an verschiedenen Stäbchen die von der Decke herabhingen oder auf dem Boden standen. Nach einiger Zeit ging’s dann am anderen Ausgang der Höhle wieder zu Fuss zurück zum Eingang.
Dann ging es wieder zurück Richtung Süden an die Westküste der Nordinsel an die Tasmanische See und über Waitara nach Stratford, wo ich dann mein Zelt aufschlug. Hier könnte man auch den “Taranaki” (maorisch) oder, weniger gebräuchlich, den “Mt. Egmont” (englisch) mit einer Höhe von 2518m sehen. Leider war es ziemlich stark bewölkt, so dass ich den Taranaki nicht sehen konnte. Am nächsten Tag fuhr ich dann weiter über Wanganui, vorbei an Palmerston North nach Wellington, der neuseeländischen Hauptstadt im äussersten Süden der Nordinsel.....
Lebensyzklus der Glühwürmchen
1. Eier Die Eier werden vom erwachsenen Weibchen abgelegt; drei Wochen später schlüpft die winzige Larve. 2. Larve Nach dem Schlüpfen wächst die Larve langsam von wenigen Millimetern auf die Größe
eines Streichholzes heran. Nach sechs bis neun Monaten verpuppt sich die Larve. Nur im Larvenstadium kann das Glühwürmchen fressen. Während seiner gesamten Lebenszeit als Larve gibt das Glühwürmchen ein helles Leuchten ab. 3. Puppe Im Puppenstadium ähnelt das Glühwürmchen dem Kokon einer
Motte. Die Larve hüllt sich ganz in die Puppenhaut ein, während sie sich von einer einfachen Larve in eine Fliege verwandelt. 4. Erwachsenes Insekt
Nachdem aus der Puppe eine Fliege geworden ist, geht das Glühwürmchen auf Brautschau. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 120 Eier. Da die
Fliegen über keinerlei Mundwerkzeuge verfügen, können sie nicht essen und sterben innerhalb weniger Tage.
Informationen über Waitomo Caves
Kalkstein entstand vor 30 Millionen Jahren, als Waitomo noch vom Meer bedeckt war. Muschelschalen und -stücke lagerten sich in einer dicken Schicht auf dem Meeresgrund ab. Im Laufe der Zeit wurde
diese Schicht unter Sand begraben, und unter dem Druck entstand Kalkstein. Durch Bewegungen in der Erdkruste wurde diese Kalksteinschicht allmählich angehoben. Spalten und Ritzen im Stein schufen kleine Kanäle, durch die sich Wasser seinen
Weg bahnen konnte.
Höhlen Entlang der Risse im Kalkstein, durch die Regenwasser in den Boden sickerte, bildeten sich langsam Höhlen. Regenwasser vermischt sich mit geringen Mengen aus der Luft aufgenommenem
Kohlendioxid; diese Mischung ist leicht ätzend. Durch Aufnahme von zusätzlichem Kohlendioxid aus dem Erdboden nimmt die Konzentration der Säure zu. Während das Regenwasser also durch die Ritzen und Spalten im Fels tröpfelt, löst sein
Säuregehalt den Kalkstein auf und höhlt den Fels weiter aus, so weit, dass schließlich Bäche durch die Einschnitt und Furchen plätschern und das Höhlensystem schaffen, das wir heute bewundern können.
Felsformationen Sobald eine Höhle entstanden ist, beginnt das Wachstum von Stalaktiten und Stalagmiten und anderer Felsformationen. Vom Höhlendach tröpfelndes oder über den Höhlengrund rinnendes Wasser
hinterlässt Kalksteinkristalle, die sich in der Höhle ablagern. In vielen langen Jahren und Jahrhunderten bilden sich aus diesen Ablagerungen faszinierende Kalksteinformationen.
Glühwürmchen Beim neuseeländischen Glühwürmchen handelt es sich um die Larve einer kleinen Mückenart (Arachnocampa luminosa), die mit Hilfe eines hellen Leuchtens andere Insekten als Nahrung anlockt.
Glühwürmchen sind zwar in dunklen Höhlen am eindrucksvollsten, man trifft sie jedoch überall dort an, wo es feucht ist, ein reichliches Nahrungsangebot besteht und sich eine überhängende Felswand befindet. Halten Sie bei Ihrem nächsten
Abendspaziergang im Busch Ausschau nach den winzigen Leuchtpunkten!
Nahrungsaufnahme Die Glühwürmchenlarve baut aus Sekreten und Seide ein Nest in Form eines Röhrchens, das mit mehreren Seidenfäden an der Höhlendecke befestigt ist. Aus diesem Röhrchen hängen 20-30 Fäden
- Angelschnüren ähnlich - von denen jeder mit klebrigem Schleim bedeckt ist. Während die Larve auf Beute wartet, strahlt sie ein helles Licht ab, von dem Mücken und andere Insekten angelockt werden. Kommen diese Tiere den Fäden zu nahe,
werden diese zur tödlichen Falle, an der die Insekten kleben bleiben. Sobald sie einen Fang gemacht hat, zieht die Larve ihre Angelfädchen ein und frisst ihr Opfer.
Die Geschichte von Waitomo Caves
Die Glühwürmchengrotte wurde zum ersten mal im Jahre 1887 von einem in der Gegend
ansässigen Maori-Häuptling, Tane Tinorau, und dem englischen Landvermesser Fred Mace erkundet. Die beiden Männer bauten ein Floß aus Flachsstämmen und trieben damit durch das Felsentor in die unterirdische Höhle. Ihre einzige Lichtquelle
auf dieser Fahrt ins Ungewisse waren Wachskerzen. Heutzutage verlassen die Besucher an dieser Stelle die Höhle. Nachdem die Augen der Männer sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erblickten Tane Tinorau und Mace Myriaden von Lichtern,
die vom Wasser reflektiert wurden. Als sie nach oben schauten, entdeckten sie, dass die Höhlendecke mit Tausenden von Glühwürmchen bedeckt war, die ihr Licht in die Dunkelheit der Höhle verstrahlten. Die im unterirdischen Bach
schwimmenden Baumstämme und anderer Unrat behinderten das Fortkommen der Männer; durch Entlangstaken an den Höhlenwänden gelang es ihnen jedoch, das Ufer zu erreichen. Dort verließen Tane Tinorau und Mace das Floß und begannen mit der
Erkundung der tiefergelegenen Höhlenabschnitte, wo sie in Bereiche vordrangen, in denen sie völlig vom Glitzerglanz bizarrer Felsformationen umgeben waren. Tane Tinorau und Mace kehrten noch viele Male in die Höhle zurück, um sie
weiterzuerkunden. Auf einer Erkundungsfahrt, die Tane Tinorau allein durchführte, entdeckte er den oberen Höhlenabschnitt und einen einfacheren Zugang. Die Behörden wurden benachrichtigt, und Landvermesser der Regierung kartographierten
die Höhle. 1888 öffnete Tane Tinorau die Höhle bereits für Besucher. 1906 erwarb die neuseeländische Regierung die Höhle. 1989 wurde die Höhle mitsamt dem Land an die Nachkommen der ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben, die jetzt
einen Teil der mit der Höhle erzielten Einkünfte erhalten und an der Verwaltung und Erschließung der Höhle teilnehmen.