auf meiner Motorradtour zum Nordkap
auf dem Nordkinn und der Barentsee an
der russischen Grenze bei Jakobselv
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-> Die Trollstigenstraße und die Trolle
-> Trondheim
-> Nordland (Gronligrotta)
-> Bodo
-> Auf der Lofoten Inselgruppe
Ein MUSS auf einer Norwegenreise!
-> Nach Hammerfest
-> Die nördlichste Stadt Europas
-> Auf zum Nordkapp
-> Nördlichster Punkt Europas
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-> Russische Grenze bei Jakobselv
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Route
Nordkapp - Nordkinn - Grense Jakobselv
Nach dem Ausladen mit dem Aufzug
Das russische Uraltschiff
->Die Domodedovo
Auf der Strecke von Kirkenes (NOR) nach
-> Murmansk (RUS)
-> Grense Jakobselv (NOR)
Die Grenzstation nach Russland
Am nordöstlichsten Eck Norwegens an der
-> Barentsee / Grense Jakobselv
Grenzfluss zwischen Norwegen und Russland.
Russland ist auf der anderen Seite des Flusses.
Grenzinformationen:
Norwegen <-> Russland
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Stationen auf meiner
Nordkap Motorradtour

Vom Nordkinn über Kirkenes zur
russischen Grenze (Grense Jakobselv)

Übersichtsseiten

Meine Fahrtstrecke vom Nordkinn zur russischen Grenze bei Grense Jakobselv
Kartendaten: © OpenStreetMap - Mitwirkende, SRTM
Kartendarstellung: ©
OpenTopoMap (CC-BY-SA)

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Ein paar Bilder von Kirkenes - Grense Jakobselv (RUS).
(Für eine größere Version bitte auf das Bild klicken)
Die
(Zahlen) bei den Bildern sind oben in der Karte.
Fotos: © Christian Engl

Reisebericht 12./13. August 2001 (Nordkapp - Nordkinn - Kirkenes)

... und auf der kurzen Seereise auf dem Hurtigruten-Schiff M/S Nordkapp vorbei am Porsangen- und Laksefjorden auf das Nordkinn wurde das Wetter noch schlechter und es war kurz vor dem Regen. Und es verdunkelte sich durch die schwarzen Wolken zusehends.
Kjøllefjord war die nächste Station des Schiffes (ich bin ja nur eine gefahren) , sodass ich und meine Enduro jetzt den Luxusliner wieder verlassen mussten. Nachdem ich 2 km gefahren bin fing es wieder heftig zu regnen an und hörte den ganzen Tag auch nicht mehr auf. Aber wenigstens war der Verkehr auf der Nordkinnstraße extrem wenig (ist ja auch nicht so bekannt wie das berühmte Nordkapp).
So fuhr ich dann in strömenden Regen und tiefen, dunklen Wolken einsam Richtung Süden. In Ifjord (an der Hauptstraße Lakselv - Tana Bru) angekommen, war es schon richtig dunkel geworden, und so entschied ich mich, dass ich heute gleich hier bleiben werde. An einem
einsamen Gasthof mit Campingplatz. Ich war hier übrigens der einzigste Gast! Aber wenigstens war ein Trockenraum vorhanden. Und den konnte ich heute schon gut brauchen. Dann hörte es auch kurz auf zu regnen, sodass ich auch noch mein Zelt aufstellen konnte.
Am nächsten Morgen (13.8.2001) war das Wetter schon wieder besser. So fuhr ich weiter noch kurz bei Regen in den
”Fernen Osten” Norwegens. Hinter Tana Bru fuhr ich weiter an den Varangerfjorden, welcher in die Barentsee abfließt. Hier sah ich dann auch des öfteren russische Fahrzeuge. Die landschaftlich schöne, aber eintönige Strecke führte weiter nach Neiden (Grenze zu Finnland) und weiter nach Kirkenes, der größten Stadt in dieser fernab gelegenen Region. Nach einem kurzen Stadtbummel fuhr ich weiter ostwärts auf der E105 (Strecke nach Murmansk). Kurz darauf schon kam rechts die russische Grenze bei Storskog. Ich fuhr aber noch weiter geradeaus in die Sackgasse nach Grense Jakobselv. Diese Strecke war auch gut ausgebaut, und sie führte durch Stein- und Felswüsten hinunter an den Fluss bei Grense Jakobselv. Gegenüber des Flusses sieht man die russischen Grenzsteine (rot-grüne Farbe). Ich fuhr dann noch weiter und vorbei an der Kirche in Jakobselv bis an die Barentsee. Und hier war jetzt für mich endgültig Schluss. Weiter geht es hier nicht mehr (zumindest mit dem Motorrad).
Übrigens, hier sieht man links und rechts auf den angrenzenden Berge militärische Beobachtungsstationen von früher (Sowjetunion - NATO).
Dann ging es die gleiche Strecke wieder zurück nach Kirkenes und weiter nach
Neiden. Dort stellte ich mein Zelt heute auf (Grenze zu Finnland).
Wetter: 12.8.:Regen; (13.8.: bewölkt)

M/S Nordkapp (5)
in Kjøllefjord-Nordkinn

Hafen Kirkenes (6)

Bei Kirkenes
Richtung Jakobselv
(6)

Grenze Russland
bei Storskog
(7)

Grense Jakobselv (NOR-RUS) (8)

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Grense Jakobselv
(aus “Kirkenes - Grenzland”; Herausgeber: Sor-Varanger Kommune, N-9915 Kirkenes)

Der wehrpflichtige Soldat späht über die menschenleere Landschaft. OP 247 heißt der Aussichtspunkt in der Sprache der Militärs. Über dem Kopf des Soldaten schickt das Radar alle drei Sekunden seinen Strahl bis zum Horizont. Dies ist die östlichste auf dem Festland stehende Überwachungsstation der Nato Richtung Russland. Ein elektronisches Auge, dessen Bilder letztlich im Pentagon landen. Obwohl das Interesse an den aufgefangenen Signalen von der Anhöhe 247 draußen an der Barentssee bei Grense Jakobselv nachzulassen scheint. Besonders seit die USA sich kürzlich entschlossen haben, ihre U-Boote zurückzuziehen, die 30 Jahre lang jeden Quadratmeter der sowjetischen Territorialgewässer abgefahren sind. So war Grense Jakobselv lange von der Spannung geprägt, die diese äußerste Grenze umgab.
 Die 1826 erfolgte Grenzziehung war lange Zeit nur ein Stück Papier, um das sich die russischen Fischer nicht sonderlich kümmerten. Sie warfen ihre Netze auf der norwegischen Seite der Grenze aus. Dort tauchte der Lachs in Schwärmen auf, wenn er seine Laichplätze in dem kleinen Grenzfluss aufsuchte. Es wurde so schlimm, daß die Lokalbevölkerung vom königlichen Amtmann in Vadso Schutz verlangte. Dem Wunsch der 20 Menschen, die fest im Tal ansässig waren, wurde entsprochen. Ein Kapitänleutnant der Festung Vardohus wurde über den Fjord geschickt, um die Verhältnisse vor Ort zu untersuchen. Er kam zu dem Ergebnis, daß die russischen Fischer die Grenze verletzten. Dafür, daß er Soldat war, schlug er eine sehr originelle Lösung des Konflikts vor: Man solle eine Kirche bauen, die vom Meer aus zu sehen sein müßte. Die Russen hatten Respekt vor Kirchen. 1869 war die Kirche fertig, weiß gestrichen, damit sie als Grenzmarkierung gut zu sehen war.
Als König Oskar die Kirche 1873 besuchte, gab er ihr seinen Namen. König Oskar war ein aufgeklärter Mann. Er sorgte dafür, daß eine Gedächtnisplatte sowohl mit norwegischer als auch mit samischer Inschrift in der Kirche angebracht wurde.
Heute kommt uns der Standort vielleicht etwas merkwürdig vor. Ohne umgebende Bebauung. Aber die Kirche hatte ihre Bedeutung als nationales Symbol: Dies ist norwegisches Land!
Grense Jakobselv ist etwas Besonderes. Fruchtbar. Öde. Und der östlichste Punkt, den man im visumfreien Europa erreichen kann.

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Fahrt zum
Nordkapp

Finnland
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Letzte Aktualisierung der Seite am :
Saturday, 14. October 2017
 

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