Die Fährroute der M/S Norröna (1997 noch von Esbjerg statt Hanstholm)
Die neue M/S Norröna. Sie wurde im März 2003 an Smyril Line ausgeliefert und absolvierte danach ihre Jungfernfahrt. Sie hat 36.000 BRZ, ist 164m lang und 30m breit. Geschwindigkeit max. 21
Knoten und 1482 Passagiere. Zum Vergleich die alte: 12.000 BRZ, 129m lang und 21m breit und 1050 Passagiere.
Tourinfo: ...hier ging’s auf guter Strasse Richtung Abrenra und von hier dann quer durch Dänemark nach Westen an die Nordseeküste. Bei Ribe gibt’s übrigens eine interessante Strasse auf die Insel “Mando” in der Nordsee!
(ich bin sie
leider nicht gefahren!) Das ist der sog. “Ebbe-Weg”. Man kann die Insel auch per
KFZ erreichen und zwar bei Ebbe! Und nur bei Ebbe, bei Flut wird der Weg vom Meer wieder überspült. Auch bei Ebbe muss man schon mal mit leicht gefluteter Strasse rechnen. Also Achtung beim befahren der Strasse (wer will schon nasse Füsse bekommen!)
Ich fuhr aber (wegen Flut und gebuchter Fähre) weiter nach Ribe und direkt nach Esbjerg an der Nordseeküste. 1997 fuhr die Island-Fähre noch von hier ab, heute jedoch ab Hanstholm (weiter nördlich). Ich kam ca. 3 Stunden früher an, so
konnte ich mir noch einen schönen sonnigen Tag machen hier in Esbjerg. Langsam begab ich mich dann in den Hafen um die ankommende Fähre zu sehen. Hier war schon ziemlich viel los, war auch ziemlich überrascht, eine Menge
Enduros und viele Geländewagen warteten schon, darunter “Die Österreicher mit ihrem Überlebensmobil”. Sie sollten uns und die andren nur noch kurze Zeit begleiten. Nach einiger Zeit hörte man die “Norröna” dann schon “tröten” und bald auch einfahren. Nach einiger
Zeit kamen dann die ersten Motorräder und Autos heraus, ein Motorradfahrer erzählte mir auch gleich wie schön es auf Island gewesen ist. Und er hätte viel Sonne gehabt. Was mich auch gleich hoffen lies. Wurde dann aber nicht ganz so schön.
Während der Zwischenzeit schauten sich schon mehrere Touristen das “etwas überdimensionierte Auto” der Österreicher an. Nun es war sowas ähnliches wie ein Riesengeländefahrzeug mit einem hohen Aufbau, sehr breit und mit einen Haufen Wassertanks und ähnlichen “bewaffnet”. Meines
erachtens wäre dieses Fahrzeug so eher für eine Tour durch die Sahara geeignet gewesen, zumal ihre Safarihüte schon dazu passten! Nunja es scheint so als hätte sich jeder etwas über die zwei gewundert.
So nun ging’s langsam auf die Fähre, Motorrad starten und rein in den Bauch, Enduro festzurren, schön fest, man weiss ja nie wenn es über den stürmischen Nordatlantik geht. Nun lag eine Fährfahrt von zuerst mal 36 Stunden auf die Faroer-Inseln vor mir. Als erstes suchte ich mir mal einen Liegenplatz für die erste Nacht hier an Bord, es war ja schon kurz vor 22.00 Uhr.
Oben unter Deck bei den Kabinen angekommen gabs schon die ersten langen Gesichter, manche hatten sich schon gewundert. (Sie waren den Komfort von den Fähren nach Schweden gewohnt, ich kannte die nicht)
Das war ein langer Gang links und rechts Kabinen mit 9 bzw. 12 Liegen (je 3 übereinander) pro Raum. Nunja war schon ziemlich eng alles hier oben, aber was solls, Hauptsache was zum schlafen.
Nachdem ich mir eine der oberen Liegen gesichert hatte schaute ich mir das Schiff an und suchte noch was zum Essen im Restaurant. Ich hatte noch längere Gespräche auf dem hinteren Aussendeck mit anderen Enduristen was sie
alles so vorhatten, was uns dort alles erwarten würde,..... na es gab jedenfalls viel zu erzählen. Wir wussten ja das wir uns alle hier in 2 Wochen wieder treffen würden und sicher alle viel zu erzählen haben! Irgendwann begab ich mich dann in meine Kabine, und konnte super schlafen dort. War nicht so schlecht wie es aussah und passte irgendwie zu Island!
Der nächsten ganzen Tag verbrachte ich auf der Fähre. Man erzählte sich viel unter anderem was man macht wenn einem “nicht mehr so gut ist”. Mir wurde dann etwas komisch beim Mittagessen im Restaurant “Smyril”. Ich sah nach hinten aufs
Meer raus, die Türe war offen, und sah ständig den sich bewegenden Fahnenmast. Keine Ahnung, aber irgendwie beeinflusste der mein Allgemeinbefinden negativ, und nach dem essen musst ich mich dann doch mal kurze Zeit oben in die Kabine legen, wo es schnell besser wurde. So ging der
Tag dann zuende und es folgte die 2. Nacht an Bord. Am nächsten Tag um 8.00 Uhr morgens sollten wir die Faroer-Inseln erreichen.....