Alpspitz Ferrata Klettersteig: Recht einfacher, mit einer Menge von Steighilfen (Leitern, Stifte, Seile) gesicherter Klettersteig. Fast schon zu viel des Guten! Alpspitze-Mathaisenkar: Etwas schwierigerer Klettersteig als die Ferrata. Auch hier viele Steighilfen und Seile, wenn auch nicht ganz so viel wie auf der Ferrata.
Schwindelfreiheit und Trittsicherheit auf beiden Wegen erforderlich! Klettersteigausrüstung normalerweise nicht erforderlich, Helm und Handschuhe empfehlenswert.
Klettersteige: Nur für trittsichere, schwindelfreie Bergsteiger. Im Mathaisenkar gibt es weniger Steighilfen!
Von der Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelderkopf in Richtung Alpspitze (Ferrata). Unterhalb der Nordwand zweigt nach rechts der Klettersteig ab. Nun auf vielen Eisenstifte, Stufen, Leitern und Seile hinauf auf den Grat. Nun links haltend quer durch die Wand wieder auf den Gipfelgrat. Diesen überquerend auf die andere Seite. Nun steil, teilweise in einer Rinne steil auf den Gipfel. Abstieg: Vom Gipfel südwestwärts hinab über den Südwestgrat in die Grießkarscharte (2463m). Nun nach rechts steil hinab in die Westwand der Alpspitze. Über einige Eisenstifte und Seile längere Zeit über den Klettersteig hinab in das Mathaisenkar. Hinter dem Mathaisenkar auf recht holprigem Wanderweg in das Höllental und sehr steil abwärts zur Höllentalangerhütte (1387m). Jetzt nordwärts durch die lange, wilde Höllentalklamm und danach auf breitem Wanderweg weiter nach Hammersbach. Entlang der Zugspitzbahnstrecke wieder zurück zur Talstation.
Höllentalangerhütte, 1387m Tel. Hütte: +49-(0)8821-8811 // Tel. Sektion: +49-(0)89-5517000 Höllentalangerhütte, D-82491 Grainau/Hammersbach DAV Sektion München und Oberland, Bayerstr. 21/V, D-80335 München www.alpenverein-muenchen-oberland.de Bewirtet von (ca.): Ende Mai - Anfang/Mitte Oktober (im Winter unzugänglich ! Wege nicht begehbar und gefährlich lawinenbedroht !!) Betten: 0 - Matratzenlager: 80 - Notlager: 0
Ein paar Bilder während der Bergtour. (Für eine größere Version auf das Bild klicken)
Vom Osterfelderkopf (2050m, Bergstation Alpspitzbahn) über den Ferrata Klettersteig auf die Alpspitze (2628m)
Am Beginn
Am Osterfelderkopf
Großer Waxenstein (2276m)
Ammergauer Alpen Kramerspitze (1985m)
Zugspitze (2963m) Höllentalferner
Höllentalferner
Abzweig zum Mathaisenkar
Alpspitze (2628m)
Alpspitze (2628m)
Persönliches Fazit:
Für die heutige Bergtour ging es in das Werdenfelser Land nach Garmisch-Partenkirchen. Dazu folgt man in Garmisch den Wegweisern zur Talstation der Alpspitzbahn und Kreuzeckbahn. Jetzt fuhr ich mit der Alpspitzbahn mit über 1300m Höhenunterschied hinauf zum Osterfelderkopf auf 2050m. Früher hieß die Bahn deswegen auch mal Osterfelderkopfbahn. Die Preise im Jahr 2008 betragen für Erwachsene 15 €, für Jugendliche 11 € und für Kinder 8,50 € (jeweils nur Berg- oder Talfahrt). Am Osterfelderkopf geht man nun auf dem Wanderweg direkt in Richtung Alpspitze. (Wegweiser Nordwandsteig und Ferrata). Schon nach wenigen Minuten steht man dann am Fuß der Alpspitze-Nordwand. Hier wählte ich dann den Klettersteig der Alpspitz-Ferrata. Schon zu Beginn merkt man schnell, wie viel Eisen hier verbaut wurde. Man kann schon sagen, es ist schon fast zu viel des Guten. Über viele Eisenstufen, Stifte Seilsicherungen und gleich früh am Beginn des Klettersteiges einer langen Leiter kommt man flott höher. Und gleich noch etwas: Man sollte aufpassen, keine Steine loszutreten! Nach dem Beginn ist man dann recht schnell auf einem Grat/Sattel neben einem steilen Felsen angekommen, an dem sich eine prächtige Aussicht zur Zugspitze hin öffnet. Jetzt quert der Weg nach links über loses Geröll nach links in Richtung Gipfel. Bald darauf wird es wieder steiler und über viele Seilsicherungen erreicht man den luftigen Gipfelgrat. Der Klettersteig führt aber jetzt nicht direkt am Grat entlang, sondern wechselt auf die andere Seite. Nach Querung einer steilen Felswand erreicht man einen Abzweig hinüber ins Mathaisenkar (auf dem ich aber nicht gehen werde!). Das Gipfelkreuz ist nun auch schon über einem zu sehen. Jetzt folgt noch eine recht spektakuläre steile Rinne, noch schnell die letzten Meter am Seil aufwärts und schon erreicht man das nach vorne versetzte Gipfelkreuz der markanten Alpspitze. Der höchste Punkt befindet sich etwas weiter hinten. Alles in allem ein recht leichter Klettersteig und gut geeignet für Bergwanderer, die zum ersten Mal einen Klettersteig gehen. Wer sich unsicher fühlt und vielleicht auch nicht ganz schwindelfrei ist, sollte sich besser mit einem Karabinerhaken am Seil festmachen. Aber das ist meines Erachtens eigentlich nicht nötig.
Das spektakuläre Panorama von der Alpspitze (2628m)
Hochblassen (2707m)
Jubiläumsgrat
Zugspitze (2963m) Schneefernerkopf
Jetzt nach ca. 1,5 bis zwei Stunden Kletterei genoss ich erst mal in Ruhe bei einer Brotzeit das recht spektakuläre Panorama der Alpspitze 2000m über Garmisch. Vor allem der Blick zur Zugspitze ist beeindruckend. Darunter sieht man den Höllentalferner, einen der drei Gletscher Bayerns. (Über ihn führt der Aufstieg durch das Höllental auf die Zugspitze) Links des Zugspitzgipfels führt der scharfe Jubiläumsgrat über die Höllentalspitzen zum Hochblassen (2707m), der direkt gegenüber der Alpspitze steil aufragt. Im Osten schweift der Blick hinüber in das Karwendelgebirge. Im Norden sieht man rechts vom Loisachtal das Estergebirge und links des Tales die Ammergauer Alpen. Davor das verstreute Garmisch-Partenkirchen. Im Westen sieht man den Großen Waxenstein (2276m) und unten im Tal das herrlich romantische Höllental. Die Höllentalangerhütte und die Höllentalklamm sieht man nicht. In das Höllental werde ich nach meiner ausgiebigen Rast gleich absteigen.
Abstieg von der Alpspitze (2628m) Auf dem Südwestgrat zur Grießkarscharte (2463m)
Zugspitze Höllentalspitzen
Grießkarscharte
Alpspitze Südwestgrat
Alpspitze Südwestgrat
Grießkarscharte
Alpspitze Südwestgrat
Grießkarscharte
Alpspitze Südwestgrat
Grießkarscharte
Jetzt, gestärkt von meiner Brotzeit, begann ich den langen Abstieg durch das Mathaisenkar. Dazu geht man vom Kreuz zum höchsten Punkt und geradeaus weiter in Richtung Hochblassen - Grießkarscharte in Richtung Südwesten. (Man könnte auch auf der Ostflanke auf Geröll absteigen und über den Nordwandsteig zum Osterfelderkopf gehen). Der Abstieg führt zuerst direkt auf dem Südwestgrat steil hinab. Es kommen auch gleich wieder Seile, auf denen man die steilsten Stellen sicher absteigen kann. Es ist auf dem Weiterweg oft nicht ganz leicht, den besten Weg zu finden! Manchmal ist es besser, mal eher auf der linken Seite, dann wieder auf der rechten Seite zu gehen. Hier sind im Moment die Markierungen nicht die allerbesten. Aber wenn man etwas vorausschauend absteigt, findet man ihn schon. Nach ca. 45 Minuten erreicht man die Grießkarscharte (2463m). Hier geht man nun nach rechts in das Mathaisenkar. Links würde man in das Grießkar kommen (auch eine andere Variante!)
Im Mathaisenkar (Klettersteig) zur Höllentalangerhütte (1387m)
Alpspitze Westwand
Höllental
Im Höllental
Höllental-Garmisch
Im Höllental
Nun wird es wieder ein Klettersteig. Es folgt gleich zu Beginn eine lange Rinne mit Seil, dann folgt eine längere Querung einer steilen Felsplatte. Nun geht es öfters sehr steil an einem Seil abwärts, bis wieder eine enge Rinne kommt (auf den Kopf aufpassen). Man steigt so längere Zeit die steile Westseite der Alpspitze hinunter in das Mathaisenkar. Weiter unten öffnet sich schließlich die Wand und man steigt einen steilen rutschigen Geröllhang hinab. Hier ist die Markierung teilweise nicht leicht zu finden. Weiter unten folgt dann nochmals eine steile Felsplatte bevor man das schuttgefüllte Mathaisenkar erreicht. Nun liegt der anspruchsvollste Abschnitt hinter uns. Man quert das Schuttkar auf die andere Seite zum sichtbaren Wanderweg, der mich zur Höllentalangerhütte bringen wird. Man umgeht einen Felsvorsprung und über viele Wurzeln und Latschen im Wald geht es jetzt noch sehr steil im Höllental in vielen Kehren hinab. Und schon steht man an der urigen alten Höllentalangerhütte auf 1387m Höhe.
Die Höllentalangerhütte (1387m) im Wettersteingebirge
Der Abstieg durch die grandiose Höllentalklamm nach Hammersbach
Nach einer weiteren Rast folgt jetzt noch der Abstieg durch die wunderbare, wildromantische Höllentalklamm nach Hammersbach. Für diesen Abschnitt des Weges geht es hier weiter.
Letzte Aktualisierung der Seite am : Sunday, 31. January 2010