3 h Gerntal - Mondscheinspitze (Aufstieg) 1 h Mondscheinspitze - Plumsjochgipfel (Abstieg - Gegenanstieg) 2 h Plumsjochgipfel - Parkplatz Gerntal (Abstieg)
Beschreibung
Der Ostgrat sowie der Südgrat sollte nur von trittsicheren und schwindelfreien Gehern begangen werden. Mehrere Kletterstellen (I).
Vom Parkplatz im Gerntal wandern wir durch ein Flussbett zu einem breiten Forstweg. Auf dieser Forststrasse in Kehren durch den Hochwald hinauf auf den Schleimssattel (1555m). Von hier etwas Höhenverlust auf dem Weg Richtung Bächental. Nach 5 Minuten zweigt links der Weg zur Mondscheinspitze ab. Jetzt über einen grasbewachsenen Hang steiler werdend in Richtung Gipfelaufbau. Nun queren wir flach hinüber zum Gipfelaufbau. Man erkennt jetzt eine sehr steile Rinne, durch die unser Weg auf die Mondscheinspitze führt. Zuerst steigt man wieder ein paar Meter steil bergab in ein Bachbett. Direkt danach geht es steil in eine leichte Kletterstelle (I). Kurz darauf wieder etwas flacher werdend steigt man den Bergrücken hinauf. Es folgt eine weitere kurze Klettereinlage (Felsplatte, I). Nun sind die schwierigen Stellen (auf dem Ostgrat) hinter uns. Man geht steil bergauf neben einer Geländekante hinauf auf den Gipfel der Mondscheinspitze. Kurz vor dem Gipfel hat man noch einen schwindelerregenden Einblick in die jäh abfallende Nordwand mit sehr steilen Felsplatten.
Abstieg: wie Aufstieg oder (wie ich) auf dem Südgrat: Der Weg führt steil nach Süden den Berghang hinab. Man erreicht ein paar Felstürme die rechterhand umgangen werden. Jetzt die nächste Kletterpassage (I): Man steigt kletternd eine Rinne hinab. Aber auf halber Höhe verlässt man sie und steigt weiter auf einem recht luftigen Pfad im Fels entlang. Ziemlich ausgesetzt kommen wir bald darauf zu der nächsten Kletterpassage (I): Wir müssen die nächste sehr steile Rinne hinabklettern. Sie ist auch länger als die vorige Rinne. Jetzt sind die Schwierigkeiten auf dem Südgrat gemeistert und man erreicht die Mondscheinsenke. Dahinter erwartet uns ein Gegenanstieg von 121m hinauf auf das Plumsjoch. Ein recht unscheinbarer grüner Gipfel. Jetzt geht es abwärts auf schönem Wanderweg zum Plumssattel (1669m). Hier kann man noch einen kurzen Abstecher zum Plumsjochhütte (1630m; 5 Minuten) machen oder direkt auf einem breiten Schotterweg zur Gernalm (1172m) hinabwandern und weiter zum Ausgangspunkt am Parkplatz im Gerntal.
Plumsjochhütte, 1630m (Privathütte) Tel. Hütte: +43-(0)5243-5487 Bewirtet von (ca.): Anfang Mai - Ende Oktober Betten: 0 - Matratzenlager: 30 - Notlager: 0
Ein paar Bilder während der Tour. (Für eine grössere Version auf das Bild klicken)
Um 6.20 Uhr startete ich meine Bergtour auf die Mondscheinspitze am Parkplatz im Gerntal auf 1090m Höhe. Auf der Fahrt hierher regnete es teilweise und es war stark bewölkt und hochnebelartig bewölkt. Hinter Pertisau muss man für die Fahrt in die Karwendeltäler (Gerntal - Falzthurntal) Maut bezahlen (2008: 4,50 EUR/PKW). Vom Parkplatz beginnt die Wanderung durch ein trockenes Flussbett. Gleich dahinter steigt dann eine breite Forststrasse an und führt in langen, mäßig steilen Kehren den Hochwald hinauf zum grünen Schleimssattel (1555m). Hinter dem Schleimssattel geht man den Weg linkerhand (236, Richtung Bächental) ca. 5 Minuten leicht abwärts. Dann zweigt der Weg nach links ab und führt hinauf auf einen grünen Bergrücken. Durch lichten Hochwald steigt der Weg weiterhin mäßig steil an, bis man aus dem Wald herauskommt. Hier könnte man schon die Mondscheinspitze sehen. Heute aber leider nicht, denn es wurde jetzt zunehmend hochnebelartig bewölkt und ich ging in der dichten Nebeldecke in Richtung Westen. Der Weg führt über Wiesen und wird kurzzeitig etwas steiler, um gleich danach flach in Richtung Mondscheinspitze-Ostseite hinüberzuführen. Hier könnte man schon die Aufstiegsrinne sehen, die man gleich bewältigen muss. Mann erreicht nun den Ostgrat der Mondscheinspitze. Jetzt wird es spannend. Zuerst muss man jetzt noch steil zu einem ausgetrockneten Bach hinabsteigen. Jetzt steht man unten an der Ostwand und sieht über sich die rot-weissen Markierungen steil oben am Felsen. Es folgt die erste Kletterstelle im I. Schwierigkeitsgrad. Aber man kommt hier doch recht gut hinauf, denn es finden sich überall Griffe zum festhalten. Man sollte aber auf lockere Steine achten. Danach kommt man wieder in Gehgelände. Trotzdem geht es weiterhin recht steil aufwärts neben einer Gratkante. Im kurzen zick-zack gewinnt man schnell an Höhe. Es folgt bald darauf noch eine kürzere Kletterstelle (I. Grad), die auch recht schnell überwunden ist. Danach geht man weiter die Ostseite hinauf. Plötzlich steht man jedoch auf einmal an der schwindelerregenden, extrem steilen, glatten und felsigen Nordwand der Mondscheinspitze. Direkt an der Kante steigt man dem jetzt schon nahen Gipfelkreuz entgegen und erreicht in wenigen Minuten das Gipfelkreuz auf 2106m Höhe.
Vom Gipfel hat man eine herrliche Aussicht auf das Karwendelgebirge (wenn das Wetter mitspielt). Nachdem ich anfangs noch im Nebel auf der Mondscheinspitze Brotzeit machte, wurde es dann aber doch noch schöner. So konnte man auch die Mühen des Aufstiegs so richtig genießen. Nun folgte der Abstieg über den Südgrat hinab zur Mondscheinsenke. Zuerst geht es recht gemütlich den Grat hinab, bis bald darauf mehrere Felstürme im Grat den Weg versperren. Diese Felsen werden auf der rechten Seite umgangen. Kurz darauf sieht man einen rot-weissen Pfeil nach links zeigen. Dort folgt nun wieder eine kurze Kletterstelle. Man steigt eine schmale Rinne hinab. Ungefähr in der Mitte verlässt man die steile Rinne und steigt nach rechts auf einen recht luftigen, ausgesetzten Weg im Felsen. Man turnt entlang der Felsen weiter. Schon kurz dahinter kommt nochmals eine längere recht steile Felsstufe. Hier klettert man wieder im I. Schwierigkeitsgrad das steile gestufte Felsenband hinab. Auf grössere Probleme stößt man hier aber auch nicht. Man sollte hier jedoch trittsicher sein. Danach sind die Schwierigkeiten beendet und man wandert jetzt wieder hinab bis zur Mondscheinsenke (1800m). Nun folgt der 121m hohe Gegenanstieg hinauf zum recht unscheinbaren, kreuzgeschmücktem Plumsjoch (1921m). Hier in der Gegend können kann man des öfteren Steinböcke beobachten. Vom Plumsjoch geht’s jetzt gemütlich auf dem Wanderweg hinab zum Plumssattel (1669m). Wer will macht hier noch einen kurzen Abstecher hinüber zur Plumsjochhütte (1630m). Nun folgt der Abstieg auf der breiten, recht steilen Forststrasse hinab zur Gernalm (1172m). Weiter geht’s kurz auf der Fahrstrasse. Man verlässt sie aber gleich wieder und wandert im Wald zurück zum Ausgangspunkt im Gerntal.
Die Steinböcke und Pferde am Plumsjoch (1921m)-Karwendelgebirge
Den Steinbock (Es waren übrigens vier Steinböcke) sah ich beim Aufstieg von der Mondscheinsenke hinauf zum Plumsjoch. Sie machten es sich dort recht gemütlich und genossen wie ich das Panorama. Das Pferd (es waren insgesamt ebenfalls vier) sah ich dann beim Abstieg vom Plumsjoch zum Plumssattel.
Letzte Aktualisierung der Seite am : Saturday, 04. June 2011